Gera vermarktet Gewerbeimmobilien über die Datenautobahn
| Bundesweites Pilotprojekt „Flächen ins Netz“ in der Otto-Dix-Stadt freigeschaltet – OB Dr. Norbert Vornehm: Neuer Service ist Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren Gera vermarktet Gewerbeimmobilien künftig über die Datenautobahn. Eine entsprechende Börse auf der Website der Otto-Dix-Stadt www.gera.de wurde am 16. März im Beisein aller beteiligten Partner im Geraer Rathaus freigeschaltet. |
Mit dem Vorhaben „Flächen ins Netz“ (Flitz) gehe Gera im Rahmen eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ganz neue Wege in der Wirtschaftsförderung, sagte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. „Wir erfassen und vermarkten Gewerbeflächen unterschiedlicher Eigentümer mit Hilfe moderner Informationstechnologien. Dieser neue Service ist ein Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren, weil wir die Gewerbeimmobilien in unserer Stadt nicht nur besser und schneller vermarkten, sondern sie auch zielgerichtet weiter entwickeln sowie letztlich effizient und sinnvoll auslasten können“, macht er deutlich.
Er forderte alle Privateigentümer und gewerblichen Anbieter auf, von dieser neuen Offerte regen Gebrauch zu machen, um so eine schnelle Nachnutzung brachliegender Gewerbeflächen zu ermöglichen. Außerdem bündele die Immobilienbörse das bislang auf verschiedene Stellen innerhalb der Stadtverwaltung verteilte Wissen um gewerbliche Immobilien und sei damit ein weiterer Baustein für eine wirtschaftsfreundliche, service- und kundenorientierte Verwaltung und bietet neue Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Koordiniert von dem Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung hatten seit Anfang 2008 auch die Fachdienste Zentrale Dienste, Stadterneuerung und Immobilien der Stadtverwaltung Gera gemeinsam mit Experten vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) Berlin und der GEFAK Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH Marburg an der Börse für Gewerbeimmobilien gearbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt mit 230.000 Euro.
Ab sofort sind brachliegende Grundstücke sowie nicht oder nur teilweise genutzte Objekte unter www.gera.de, Menüpunkt Wirtschaft/Europa, Unterpunkt Gewerbeimmobilienbörse zu finden. Dort gibt es nicht nur ein Verzeichnis, sondern auch einen interaktiven Stadtplan, über den sich die Standorte einfach erschließen. Gestartet mit einem Grundangebot von circa 40 privaten und städtischen Gewerbeflächen und –objekten, können private Eigentümer und kommerzielle Anbieter von Gewerbeimmobilien diesen Service nutzen, um ihre Objekte über die städtische Homepage zu bewerben und so potenzielle Interessenten gezielt über ihre Angebote zu informieren. Einmal registriert, haben sie über ihr ganz persönliches Login die Möglichkeit, solche dort einzustellen und die Daten immer auf den aktuellsten Stand zu bringen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können alle Interessierte über das Internet nach freien Gewerbeimmobilien in der Stadt Gera suchen. Der Datenaustausch läuft dabei weitestgehend automatisiert ab. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung versetzt diese neue Offerte in die Lage, verlagerungsbereite Unternehmen, ansiedlungswillige Investoren, Existenzgründer und Projektentwickler in Sachen Gewerbeimmobilien schneller und kompetenter zu beraten.
„Das neue Gewerbeflächenportal der Stadt Gera wurde im Rahmen eines großen Forschungsprogramms des Bundesministerium für Bildung und Forschung realisiert“, erläuterte Difu-Wissenschaftler und Projektverantwortlicher Dr. Busso Grabow. Dieses ziele auf herausragende Konzepte zum verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Flächen. Er bewerte die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen und der Umsetzungspartner mit der Stadt Gera als „hervorragend“, und auch seitens der Makler und privaten Flächeneigentümer sei die Unterstützung erfreulich gewesen. Das entwickelte und nun freigeschaltete Portal konzentriere sich auf den Bedarf der in der Stadt und der Region ansässigen Gewerbeflächenanbieter und –nachfrager. „Es ist vorbildhaft für andere Städte in Deutschland, da die realisierte Lösung grundsätzlich auf andere Städte und Gemeinden übertragbar ist.“
Als Partner in diesem Projekt freue sich die GEFAK, zusammen mit der Stadt Gera und dem Difu eine innovative technische Gesamtlösung erarbeitet zu haben, betonte GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde. „Als Ergebnis steht ja nicht nur das entwickelte Portal zu Buche, sondern auch die im Hintergrund aufgebaute Bündelung von vielen Informationen, die in Gera zu Gewerbeimmobilien vorliegen.“ Nicht zuletzt sei es auch gelungen, die relevanten Akteure innerhalb wie außerhalb der Stadtverwaltung zusammenzubringen. Der in Gera erarbeitete Ansatz habe in anderen Städten und Landkreisen ein überaus positives Echo gefunden. Den Grund dafür sieht er in der Verknüpfung einer gelungenen Nutzeroberfläche im Internet mit dem professionellen Arbeitswerkzeug KWIS.net in der Wirtschaftsförderung. „Dadurch ist die Wirtschaftsförderung in Gera viel näher an ihren Kunden, als dies bei den andernorts vorherrschenden isolierten Immobilienportalen der Fall ist“, machte er deutlich.
„Flitz“ mache den Geraer Gewerbeflächenmarkt transparenter, biete zusätzliche Vermarktungschancen und sofort den richtigen Ansprechpartner, schätzte René Döring, Regionalsprecher für Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Mitte e.V., ein. Sein Unternehmen gehörte zu einem der Geraer Immobilienbüros, die an dem Projekt mitgearbeitet haben. „Bisher nutzen Akteure aus unterschiedlichen Gründen verschiedene Immobilienportale. Kaum ein Anbieter ist auf allen Portalen vertreten“, betonte er. Das bedeutete für sie bislang aufwendige Recherchen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Erfolg des Geraer Pilotprojektes hänge nun davon ab, wie Anbieter - etwa Wohnungsgesellschaften, Makler, Projektentwickler, Unternehmer und private Eigentümer – dieses moderne Medium zur Vermarktung ihrer Gewerbeflächen zu nutzen.
Foto:
Freuen sich über die gelungene Kooperation beim bundesweiten Pilotprojekt „Flächen ins Netz“: Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (2.v.l.), die Flitz-Projektverantwortlichen Dr. Stefan Blümling von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) und Dr. Busso Grabow vom Deutschen Institut für Urbanistik, GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde und Rene Döring, Regionalsprecher Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland (v.r.n.l.) sowie die Fachdienstleiterin Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung, Maren Ritter, bei der Freischaltung der Gewerbeimmobilienbörse
Er forderte alle Privateigentümer und gewerblichen Anbieter auf, von dieser neuen Offerte regen Gebrauch zu machen, um so eine schnelle Nachnutzung brachliegender Gewerbeflächen zu ermöglichen. Außerdem bündele die Immobilienbörse das bislang auf verschiedene Stellen innerhalb der Stadtverwaltung verteilte Wissen um gewerbliche Immobilien und sei damit ein weiterer Baustein für eine wirtschaftsfreundliche, service- und kundenorientierte Verwaltung und bietet neue Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Koordiniert von dem Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung hatten seit Anfang 2008 auch die Fachdienste Zentrale Dienste, Stadterneuerung und Immobilien der Stadtverwaltung Gera gemeinsam mit Experten vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) Berlin und der GEFAK Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH Marburg an der Börse für Gewerbeimmobilien gearbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt mit 230.000 Euro.
Ab sofort sind brachliegende Grundstücke sowie nicht oder nur teilweise genutzte Objekte unter www.gera.de, Menüpunkt Wirtschaft/Europa, Unterpunkt Gewerbeimmobilienbörse zu finden. Dort gibt es nicht nur ein Verzeichnis, sondern auch einen interaktiven Stadtplan, über den sich die Standorte einfach erschließen. Gestartet mit einem Grundangebot von circa 40 privaten und städtischen Gewerbeflächen und –objekten, können private Eigentümer und kommerzielle Anbieter von Gewerbeimmobilien diesen Service nutzen, um ihre Objekte über die städtische Homepage zu bewerben und so potenzielle Interessenten gezielt über ihre Angebote zu informieren. Einmal registriert, haben sie über ihr ganz persönliches Login die Möglichkeit, solche dort einzustellen und die Daten immer auf den aktuellsten Stand zu bringen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können alle Interessierte über das Internet nach freien Gewerbeimmobilien in der Stadt Gera suchen. Der Datenaustausch läuft dabei weitestgehend automatisiert ab. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung versetzt diese neue Offerte in die Lage, verlagerungsbereite Unternehmen, ansiedlungswillige Investoren, Existenzgründer und Projektentwickler in Sachen Gewerbeimmobilien schneller und kompetenter zu beraten.
„Das neue Gewerbeflächenportal der Stadt Gera wurde im Rahmen eines großen Forschungsprogramms des Bundesministerium für Bildung und Forschung realisiert“, erläuterte Difu-Wissenschaftler und Projektverantwortlicher Dr. Busso Grabow. Dieses ziele auf herausragende Konzepte zum verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Flächen. Er bewerte die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen und der Umsetzungspartner mit der Stadt Gera als „hervorragend“, und auch seitens der Makler und privaten Flächeneigentümer sei die Unterstützung erfreulich gewesen. Das entwickelte und nun freigeschaltete Portal konzentriere sich auf den Bedarf der in der Stadt und der Region ansässigen Gewerbeflächenanbieter und –nachfrager. „Es ist vorbildhaft für andere Städte in Deutschland, da die realisierte Lösung grundsätzlich auf andere Städte und Gemeinden übertragbar ist.“
Als Partner in diesem Projekt freue sich die GEFAK, zusammen mit der Stadt Gera und dem Difu eine innovative technische Gesamtlösung erarbeitet zu haben, betonte GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde. „Als Ergebnis steht ja nicht nur das entwickelte Portal zu Buche, sondern auch die im Hintergrund aufgebaute Bündelung von vielen Informationen, die in Gera zu Gewerbeimmobilien vorliegen.“ Nicht zuletzt sei es auch gelungen, die relevanten Akteure innerhalb wie außerhalb der Stadtverwaltung zusammenzubringen. Der in Gera erarbeitete Ansatz habe in anderen Städten und Landkreisen ein überaus positives Echo gefunden. Den Grund dafür sieht er in der Verknüpfung einer gelungenen Nutzeroberfläche im Internet mit dem professionellen Arbeitswerkzeug KWIS.net in der Wirtschaftsförderung. „Dadurch ist die Wirtschaftsförderung in Gera viel näher an ihren Kunden, als dies bei den andernorts vorherrschenden isolierten Immobilienportalen der Fall ist“, machte er deutlich.
„Flitz“ mache den Geraer Gewerbeflächenmarkt transparenter, biete zusätzliche Vermarktungschancen und sofort den richtigen Ansprechpartner, schätzte René Döring, Regionalsprecher für Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Mitte e.V., ein. Sein Unternehmen gehörte zu einem der Geraer Immobilienbüros, die an dem Projekt mitgearbeitet haben. „Bisher nutzen Akteure aus unterschiedlichen Gründen verschiedene Immobilienportale. Kaum ein Anbieter ist auf allen Portalen vertreten“, betonte er. Das bedeutete für sie bislang aufwendige Recherchen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Erfolg des Geraer Pilotprojektes hänge nun davon ab, wie Anbieter - etwa Wohnungsgesellschaften, Makler, Projektentwickler, Unternehmer und private Eigentümer – dieses moderne Medium zur Vermarktung ihrer Gewerbeflächen zu nutzen.
Foto:
Freuen sich über die gelungene Kooperation beim bundesweiten Pilotprojekt „Flächen ins Netz“: Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (2.v.l.), die Flitz-Projektverantwortlichen Dr. Stefan Blümling von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) und Dr. Busso Grabow vom Deutschen Institut für Urbanistik, GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde und Rene Döring, Regionalsprecher Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland (v.r.n.l.) sowie die Fachdienstleiterin Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung, Maren Ritter, bei der Freischaltung der Gewerbeimmobilienbörse
Veröffentlichung: 17.03.2010