Brief des OB Dr. Norbert Vornehm an die Redakteurin Katrin Wiesner zum Beitrag „Daumen drücken“ im Kommunalen Anzeiger Nr. 30 vom 25.Juli 2008

Ihr Beitrag „Daumen drücken“ in der jüngsten Ausgabe (Nr. 30 vom 25.Juli 2008)

Sehr geehrte Frau Wiesner,

selbst wenn es sich bei Ihrem Beitrag „Daumen drücken“ um einen Kommentar handeln sollte, dürfen Ihre Leserinnen und Leser erwarten, dass Ihre Positionierung in Kenntnis des Sachverhalts erfolgt. Ein einfaches Mittel hierzu ist, den oder die Betroffenen in die Recherche – etwa durch schlichte Nachfrage - einzubeziehen. Anderenfalls ist die Gefahr groß, dass Sie nicht „aufklären“, sondern zum Gegenteil beitragen.

(Wurden nach Peking zur Olympiade verabschiedet: René Enders, Christian Kubusch, Mario Oehme, Birgit Pohl und Robert Förstemann. ) Deshalb im Nachgang zur Aufklärung des Sachverhalts: Den Eindruck zu erwecken, ich sei „verspätet“ am Ort des Geschehens eingetroffen, entbehrt jeder Grundlage. Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass ich bereits um 14.00 Uhr das Rennen gestartet habe. Ab etwa 16.00 Uhr stand ich unmittelbar vor der Bühne und habe mich dort mit René Enders, Robert Förstemann, Christian Kubusch, Birgit Pohl und Mario Oehme unterhalten. Dies werden Ihnen sicher alle fünf Gesprächspartner bestätigen. Aus einem einzigen Grund begannen wir mit der offiziellen Verabschiedung nicht wie vorgesehen um 16.15 Uhr, nämlich weil der Veranstalter der Thüringenrundfahrt mich dringend darum bat, damit zu warten, bis der noch laufende Ergometer-Wettbewerb abgeschlossen ist. Ich habe vorgeschlagen, die Verabschiedung zwischen Zieleinlauf und Siegerehrung durchzuführen. Wiederum auf Bitten des Veranstalters haben wir auch davon Abstand genommen und mit dem Hinweis, uns stünden „auf alle Fälle gut 10 Minuten“ für die Verabschiedung zur Verfügung, wenn wir kurz vor halb Fünf Uhr beginnen, habe wir nach entsprechender Anmoderation - wiederum durch den Veranstalter des Radsportereignisses – zu besagter Zeit begonnen. Auch dies wird Ihnen der Veranstalter genau so bestätigen.



Können Sie sich nicht vorstellen, dass ich mich in Anbetracht der geschilderten tatsächlichen Umstände von allen am meisten brüskiert fühlte, als ich nach wenigen Sätzen – wiederum vom Veranstalter – lautstark unterbrochen wurde, weil der bereits mit der Kommentierung der Zielankunft begann? Um dann von Ihnen einen Tag darauf auch noch in die Ecke des Schuldigen geschoben zu werden …

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Norbert Vornehm

28. Juli 2008


Veröffentlichung: 30.07.2008

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