Ausstellungs- und Sammlungsforum internationalen Formats
Mit dem neu entstehenden Kunsthaus eröffnen sich Stadt und Region ein internationalem Standard genügendes über 1.400 Quadratmeter großes Forum neuer Möglichkeiten zur Präsentation überregional beachteter Ausstellungsaktivitäten. Die konservatorischen Bedingungen des neuen Kunsthauses ermöglichen darüber hinaus die optimale konservatorische Unterbringung und auch wissenschaftliche Betreuung privater Sammlungen.
Beitrag zu Dialog und Toleranz
Mit den durch das Kunsthaus erweiterten Möglichkeiten der Begegnung mit Kunst und Kultur leistet die Stadt einen maßgeblichen Beitrag zu einem demokratischen Dialog und zu einem Klima der Toleranz.
Neuer Akzent urbaner Kulturvernetzung
Verdichtung der urbanen Vernetzung der Kultureinrichtungen
Bietet Gera schon seither mit Theater und Otto-Dix-Haus und anderen Museen ein im Zentrum der Stadt verdichtetes und dem Besucher gut erreichbares Netz attraktiver Kultureinrichtungen, so setzt die Stadt mit dem neuen Kunsthaus sowohl architektonisch als auch programmatisch einen weiteren überregional beachteten Akzent.
Architekturachse zwischen Renaissance und Avantgarde
Seit 2001 wird das Stadtbild Geras mit dem von dem internationalen Architektenstar David Chipperfield errichteten Gebäude der ehemaligen Landesbank, das nach dem Erweb durch die Stadt gemäß Stadtratsbeschluss vom 10. Oktober 2008 zum Kunsthaus der Otto-Dix-Stadt Gera umgebaut wird, von einem herausragenden Beispiel der Avantgarde geprägt. Der kulturtouristisch attraktive architekturhistorische Bogen, den Gera damit schlägt, reicht über fünf Jahrhunderte, von der Renaissance (Rathaus) über das Barock (Orangerie), den Jugendstil (Theater) und die 20er Jahren des 20. Jahrhunderts (Villa Schulenburg) bis in die aktuelle Gegenwart.
Vielfalt kultureller Begegnungsmöglichkeiten
Die Kunstsammlungen Gera beherbergen einen umfangreichen Fundus an Gemälden, Druckgrafiken und Zeichnungen vom 15. Jahrhundert bis zur klassischen Moderne sowie Handzeichnungen aus der Zeit der DDR. Der Bestand bildet die konzeptionelle Grundlage für Ausstellungen in der Orangerie. Deutsches und internationales Art deco sowie Kunsthandwerk und Fotodesign des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwand zeigt das Museum für Angewandte Kunst der Stadt Gera. Im ältesten erhaltenen Bürgerhaus der Stadt ist das Museum für Naturkunde untergebracht. Ein aufwendig saniertes barockes Gebäude im Zentrum beherbergt das Stadtmuseum mit stadtgeschichtlichen Exponaten. Im Mittelpunkt des kulturellen Engagements der Stadt Gera steht das Otto-Dix-Haus, Geburtshaus und Aufbewahrungsort einer umfassenden Sammlung des Künstlers (erweitert durch Leihgaben der Otto-Dix-Stiftung Vaduz). Mit dem Kunsthaus als weiterem attraktivem Forum von Sammlungs- und Ausstellungsaktivitäten erweitert Gera sein vielfältiges Angebot an kulturellen Begegnungsmöglichkeiten.
Kunsthaus der Otto-Dix-Stadt Gera - Sammlungs- und Ausstellungsforum internationalen Formats
Forum Interkultureller Kommunikation
Als Aktionsraum für Bildende Kunst, Fotografie und Neue Medien, Performance und Theater, Musik und Literatur bietet das Kunsthaus ein Form der Künste und zielt mit internationalen Festivals, mit Workshops und Symposien auf eine die Gattungen übergreifende experimentelle Kommunikation.
Otto Dix im Kontext der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Avantgarde
Neben dem Otto-Dix-Haus, dem Geburtshaus des Künstlers als dem Ort der Begegnung mit der historischen Persönlichkeit, bringt das Kunsthaus einen Teil der beachtlichen Geraer Sammlung Dixscher Werke zur Präsentation. Darüber hinaus wird es in wechselnden Sonderausstellungen zentrale Aspekte des Schaffens des Künstlers vergegenwärtigen („Otto Dix - Die Metaphorik der Landschaft“ 2011 / 2012; „Otto Dix – retrospektiv zum 120. Geburtstag“ 2011 / 2013) und das Werk in den Kontext der Klassischen Moderne („Dix trifft Picasso“ 2012) und der europäischen zeitgenössischen Avantgarde stellen. Das Kunsthaus ist auch Forum des im Turnus von zwei Jahren verliehenen Otto-Dix-Preises sowie des Aenne-Biermann-Preises für deutsche Gegenwartsfotografie.
Treffpunkt der zeitgenössischen Avantgarde
Mit Ausstellungen führender Vertreter der zeitgenössischen Kunstszene zielt das Kunsthaus auf eine führende Rolle als Diskussionsforum der zeitgenössischen europäischen Avantgarde. („Spurenlegung – Die Jungen Wilden; Figurative Malerei in Deutschland“ 2013; „Wege des Realismus“ 2013). Mit der Reihe „Zeitgeist Projekt“ bietet das Ausstellungswesen des Kunsthauses die konzeptionelle Basis zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der zeitgenössischen Kunstszene („Kunst und Geld“ 2013; „Engagierte Kunst“ 2014; „Kunst und Wahrheit“ 2015). Die Projekte werden von namhaften Kuratoren und Wissenschaftlern betreut.
Ort wissenschaftlicher und konservatorischer Betreuung privater Sammlungen
David Chipperfields internationales Renommee basiert nicht zuletzt auf seiner Erfahrung als Architekt renommierter Museumsbauten wie des Neuen Museums Berlin und des Museums Folkwang in Essen. Sein Umbau des Gebäudes der ehemaligen Landeszentralbank in Gera zum Kunsthaus der Otto-Dix-Stadt Gera gewährleistet so zum einen eine ansprechenden Ausstattung der Räumlichkeiten für die Präsentation von Ausstellungen und Sammlungen. Darüber hinaus bietet das Haus internationalen Standards entsprechende konservatorische Bedingungen für die Unterbringung weiterer privater Kunstsammlungen und ihrer wissenschaftlichen Betreuung (Sammlung Ingrid und Werner Welle mit Werken des in Berlin und New York lebenden Malers und Bildhauers Rainer Fetting).
Schnittpunkt eines professionellen Museumsnetzwerkes
Zielt das Ausstellungswesen des Kunsthauses auf die Ansprache einer an Kunst und Kultur interessierten breiten Öffentlichkeit, so verlangt die organisatorische Realisierung der konzeptionellen Anliegen von Ausstellungen und Sammlungsbetreuung heute mehr denn je die Beteiligung in einem professionellen Netzwerk nicht nur europäisch, sondern international agierender Museen. Mit den thematisch aus dem eigenen Sammlungsbestand begründeten Ausstellungsvorhaben und dem Niveau der Ausstattung erweitert sich für das Kunsthauses die Möglichkeit, sich innerhalb eines professionellen Museumsnetzwerkes nicht nur weiterhin zu behaupten, sondern an deren Erweiterung konstruktiv mitzuwirken. (Otto-Dix-Stiftung Vaduz; Städtische Sammlungen Stuttgart; Museum Gunzenhauer, Chemnitz; Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim).
Beitrag zu Dialog und Toleranz
Schon immer sind Kunst und Kultur die gesellschaftlichen Bereiche lebendiger Kommunikation und aktiver Auseinandersetzung mit Fremden und Unbekanntem, mit Veränderungen und Neuem gewesen. Neben die Vermittlung von Tradition und Geschichte trägt die Kunst auch die Diskussion um neue und zukunftsweisende Perspektiven nicht nur kultureller sondern gesamtgesellschaftlicher Fragestellungen. Die Stadt Gera leistet mit dem Kulturforum Kunsthaus der Otto-Dix-Stadt Gera einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung diese Prozesse demokratischer Diskussion.
Public Pivate Partnership und bürgerschaftliches Engagement
Mit der Realisierung des Kunsthauses kommt auch die effizient praktizierte Partnerschaft zwischen Öffentlicher Hand, Wirtschaft und Bürgerschaft der Stadt Gera und der Region zum Ausdruck.
Um die Idee des Kunsthauses weiter zu befördern und für seinen Aufbau ein breites bürgerschaftliches Engagement zu erreichen, hat der Geraer Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm am 21. Mai 2010 ein Kuratorium berufen, dem Kunstfreunde und Unternehmern angehören, die das Projekt unterstützen.
Das Kunsthaus der Otto-Dix-Stadt Gera braucht auch Ihr Engagement!