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Museen

Die Stadt Gera verfügt über eine reiche Kulturlandschaft mit einem breit gefächerten Angebot. Dazu gehören auch die Museen der Stadt mit ihren ständigen Ausstellungen sowie den wechselnden Sonderausstellungen. Die Städtischen Museen begingen im Jahre 2003 ihr 125-jähriges Bestehen.
Ansicht Kunstsammlung/Orangerie (Frank Schenke) Von Sachsen am Meer bis figurativer Malerei aus den Niederlanden
Geraer Museen warten mit breit gefächertem Angebot an Ausstellungen auf

2010 warten die Geraer Museen mit insgesamt 25 Sonderausstellungen auf. Das Spektrum reicht von der Präsentation der Neuerwerbungen der Kunstsammlung, über Schauen mit Malerei, Grafik und Plastik sowie Fotografien bis hin zu Expositionen ganz junger Kunst sowie zu Umweltthemen. Einen Schwerpunkt bildet das Thüringer Porzellanjahr 2010 zum 250-jährigen Jubiläum der Entdeckung des Porzellans in Thüringen. Aus diesem Anlass präsentiert beispielsweise das Museum für Angewandte Kunst ab Ende Juni die Schau „Jutta Albert – Porzellan vom Gefäß zur Skulptur“ und parallel dazu in einer Studioausstellung „Porzellan in Ostthüringen“, schließlich blickt Gera selbst auf eine bedeutende Porzellantradition von den Anfängen bis 1991 zurück.

Natürlich hat auch wieder ganz aktuelle Kunst einen Platz im Ausstellungskalender. Bereits Anfang März sind – ebenfalls im Museum für Angewandte Kunst – die preisgekrönten Arbeiten des 9. Aenne-Biermann-Preises der Stadt Gera für Gegenwartsfotografie zu sehen. Der Otto-Dix-Preis 2010 für junge deutsche Gegenwartskunst wird Anfang Oktober verliehen. Werke der Preisträger zeigt dann die Kunstsammlung in der Orangerie. Mit Arbeiten der ab 1920 in Gera lebenden Fotografin Aenne Biermann (1898-1933) – eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Neuen Fotografie – selbst wartet das Naturkundemuseum ab Anfang Juli auf. Die Schau setzt Aufnahmen der Künstlerin von Graptolithen aus der Sammlung des 1961 verstorbenen Geraer Lehrers und Heimatforscher Rudolf Hundt zu dessen Funden in Beziehung.

„Sachsen am Meer“ nimmt sich die Kunstsammlung ab Mitte Juni an. Dahinter verbergen sich „Ostdeutsche Strandszenen und Gesellschaftsbilder“ – so der Untertitel – der Leipziger Schule in Gestalt von Gemälden und Arbeiten auf Papier. Bereits ab Ende März präsentiert das Museum Skulpturen und Zeichnungen von Emil Cimiotti, einem der bedeutendsten deutschen Vertreter der informellen Kunst und parallel dazu unter dem Titel „Innere Gärten“ Gemälde, Aquarelle, Collagen und Zeichnungen der Geraer Künstlerin Barbara Toch zu deren 60. Geburtstag. Ein Gemeinschaftprojekt mit dem Museum für moderne Kunst von Geras Partnerstadt Arnhem beschließt den Jahresreigen in der Kunstsammlung und bietet „Figurative Malerei des 20. Jahrhunderts aus den Niederlanden“.

Fotografie bildet in diesem Jahr einen Schwerpunkt in der Arbeit des Stadtmuseums. „Unterwegs in Gera und Umgebung“ verbindet dabei ab Ende Februar historische Landschaftgemälde von Helmut Janka mit Landschaftsfotografien der Gegenwart von Dr. Holger Christel. Wie die Otto-Dix-Stadt ihre Feste feiert werden ab Mitte Mai Fotografien von Frank Schenke dokumentieren. Außerdem gibt es fotografische Begegnungen mit Geras Partnerstädten Arnhem (Niederlande) und Pskow (Russland) aus dem Jahr 1945. 75 Jahre Fernsehen in Deutschland dokumentiert eine Ausstellung ab Ende September in diesem Haus, und ab Mitte November stehen die Bilder der Geraer Malerfamilie Fischer im Zentrum einer Exposition.

Das Naturkundemuseum offeriert in einer Ausstellung ab Mitte Mai bekannte und neue Balkonpflanzen und setzt sich in zwei noch nicht terminierten Schauen mit 2010 als dem Jahr der Biodiversität auseinander. Natürlich stehen auch wieder solche traditionelle Veranstaltungen wie der Ostereier-Markt, die Sukkulenten-Ausstellung, Aktionen im Schauwasserwerk des Botanischen Gartens und der Tag der offenen Gärten auf dem Programm.

Ganz junge Kunst hat in diesem Jahr wieder ihren Platz im Museum für Angewandte Kunst. Unter dem Titel „EigenARTig“ sind ab Mitte Mai Arbeiten des 9. Wettbewerbs für Kinder- und Jugendkunst der Sparkasse Gera-Greiz zu sehen. „Kunstachse“ ist eine Ausstellung ab Mitte Oktober in diesem Museum überschrieben, die sich als kreativer Spielplatz für Erwachsene, Jugendliche und Kinder versteht. Höhepunkt in der Arbeit aller dieser Häuser ist die 12. Geraer Museumsnacht am 04. September.


Geburtshaus Otto Dix

Museum für Angewandte Kunst (Frank Schenke)

Museum für Naturkunde (Frank Schenke)

Stadtmuseum (Frank Schenke)

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