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Rentengerechtigkeit für in der DDR geschiedene Frauen

Für in der DDR geschiedene Frauen ist der Begriff der Rentengerechtigkeit bis zum heutigen Tag ein Fremdwort. Vor allem deshalb, da der Versorgungsausgleich im DDR-Scheidungsrecht unbekannt war. Die ca. 300.000 betroffene Frauen zeugen heute noch bewegende Schicksale von Armut und sozialpolitischer Ausgrenzung. Vergangenen Donnerstag erlebten viele Interessierte im Geraer Rathaussaal eine informative Veranstaltung zur Rentengerechtigkeit für in der DDR geschiedene Frauen.

Marion Böker, die Beraterin des Vereins “DDR-geschiedene-Frauen e.V.“, berichtete über den Stand des Verfahrens vor der UN- Menschenrechtskommission. Die anschließende Diskussion war sehr lebhaft. Ein Ergebnis dieser Diskussion war auch, dass eine Lösung gefunden werden muss, die einerseits einen Bestandsschutz für in der DDR getroffene Scheidungsurteile sichert und andererseits zu angemessenen Ausgleichszahlungen an die betroffenen Frauen führt. Das muss unabhängig von noch vorhandenen Rentenunterlagen und Fristen zeitnah geschehen. Man erwartet einen entsprechenden Auftrag zur Herbeiführung einer gerechten Lösung durch die UNO an die Bundesregierung bis Mitte des Jahres 2013.

Betroffene können sich weiterhin unter der Internetadresse www.DDR-geschiedene-Frauen.de
informieren.

Veröffentlichung: 12.11.2012