| Geraer Leuchtturmprojekt "Hand in Hand" |
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Im
Rahmen des Bundesprogramms „Freiwilligendienste aller
Generationen“ hatte sich
die Stadt Gera im August 2008 an der Ausschreibung Leuchttürme
beteiligt und
den Zuschlag als eines von insgesamt 46 bundesweiten
Leuchtturmprojekten
erhalten. Das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
fördert ausgewählte
Beispiele von herausragendem bürgerschaftlichen Engagement.
Diese Leuchttürme
bilden das Herzstück des neuen Freiwilligendienstes aller
Generationen, der
Menschen aller Altersgruppen ansprechen soll. Unter dem Motto
"Engagement
schlägt Brücken" werden die Projekte von 2009 bis
2012 in Kooperation mit
Ländern, Kommunen, den kommunalen Spitzenverbänden
und den Wohlfahrtsverbänden
die Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements
weiterentwickelt mit dem
Ziel, den neuen Freiwilligendienst bundesweit zu etablieren. Die
Innovation beim Gera-Projekt liegt in der Verknüpfung von
haupt- und
ehrenamtlichen Potentialen unter Einbeziehung bestehender Netzwerke zur
Entwicklung von sozialraumbezogener, multiprofessioneller und
niedrigschwelliger Familienhilfe in den einzelnen Stadtteilen und
Sozialräumen. Im
Rahmen des Projektes sollen Freiwillige Zugang zu Familien und Alleinstehenden mit Hilfe-
und
Beratungsbedarf finden und Unterstützung oder Hilfestellung
anbieten. Durch
Hausbesuche sollen ältere alleinstehende Bürgerinnen
und Bürger vor
Vereinsamung bewahrt werden. Angestrebt wird die frühzeitige
Erkennung des
Hilfebedarfs. Weiter
soll jede junge Mutter in den ersten 6 Lebenswochen ihres Kindes einmal
im
häuslichen Bereich aufgesucht werden, um eventuellen Hilfe-
und
Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erkennen und
schnell beratend zu
unterstützen. Möglich wäre auch die
Einrichtung von Familienpatenschaften. Schwerpunkt
des Projektes ist die niedrigschwellige aufsuchende Familienberatung
und -unterstützung.
Zielgruppen sind Familien und Alleinerziehende mit oder auch ohne
Kinder,
ältere Menschen, behinderte Menschen, Menschen mit
Migrationshintergrund und
Menschen mit sozialen Problemlagen. Die
fachliche Begleitung soll auf drei Säulen erfolgen. Die
Fachdienste
Soziale-/Unterhaltsleistungen, Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheit
der
Stadtverwaltung sichern die fachliche Begleitung der Freiwilligen und
koordinieren die Hilfen fachlich. Die Ehrenamtszentrale der Stadt Gera
organisiert die Qualifizierung/Fort- und Weiterbildung über
den gesamten
Projektzeitraum. Dabei werden die Fachdienste und Institutionen der
Stadtverwaltung eingebunden. Das
SeniorTrainer Kompetenzteam Gera e.V. sichert die Projektbegleitung und
Koordinierung der Teams in den einzelnen Stadtteilen und Einsatzfeldern
in
Absprache mit der Verwaltung. Neben
diesem konnten bereits mit der SRH Wald-Klinikum Gera gGmbH, dem Verein
Begegnung
e.V., dem Demokratischen Frauenbund LV Thüringen
Kooperationsvereinbarungen für
das Projekt abgeschlossen werden. Angestrebt ist u.a. auch eine
Kooperation mit
den Wohnungsunternehmen der Stadt. Interessierte Freiwillige aller Altersgruppen können ab sofort bei der Ehrenamtszentrale der Stadt Gera, Kornmarkt 7, Tel. 838 30, Fax: 838 3025, E-Mail ehrenamtszentrale@gera.de nähere Informationen erhalten und sich bei Interesse für die Mitarbeit entsprechend registrieren lassen. Informationsmaterial und Flyer zum Freiwilligendienst aller Generationen und dem Projekt Hand in Hand sind in der Ehrenamtszentrale erhältlich oder per Download abrufbar.
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