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Soziales

Die sozialen Dienstleistungen machen für die Stadt Gera den Hauptteil aller anfallenden Aufgaben aus. So ist das Dezernat Soziales mit ca. 350 Mitarbeitern das größte der Stadtverwaltung. Zu unseren Aufgaben gehören u.a.

- Sozialhilfe gem. SGB XII
- Kinder- und Jugendhilfe
- Altenhilfe
- Integration von Flüchtlingen
- Schulverwaltung
- Stadt- und Regionalbibliothek
- Geraer Volkshochschule
- Verwaltungs- und Stadtarchiv
- Gesundheitspflege

In Gera betrachten wir alle sozialen Aufgaben ganzheitlich. Die Sicherung des sozialen Zusammenhalts im Gemeinwesen erfordert ganz besondere Anstrengungen. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen die Familien, vom Kind bis zu den Großeltern, da sie, auch durch Zuwanderung, für die Stabilisierung der Bevölkerung unerlässlich sind. Es gilt, Bedingungen zu schaffen, die die Attraktivität der Stadt für diese Zielgruppen steigern. Gleichzeitig erfordern der wachsende Anteil älterer Menschen sowie die stärkere Ausdifferenzierung von Lebensmodellen und Milieus einen besonderen Fokus auf Inklusion, das heißt auf die gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Aktuelle Informationen aus dem Dezernat Soziales finden Sie unter den Downloads auf dieser Seite.



Planungskoordination zur Entwicklung von Armutspräventionsstrategien

Der Freistaat Thüringen fördert ab 1. Oktober 2018 ein Projekt zur „Planungskoordination zur Entwicklung von Armutspräventionsstrategien“ in der Stadt Gera. In dem Projekt werden Maßnahmen des Integrierten Kommunalen Sozialplans umgesetzt, den der Geraer Stadtrat in seiner Sitzung am 27. September 2018 beschlossen hat. Mit der Förderung kann die integrierte Planung weitergeführt und in ausgewählten Sozialräumen vertieft werden.
Die Entwicklung von Armutspräventionsstrategien und die Erarbeitung eines Integrierten Kommunalen Sozialplans waren bereits in den vergangenen drei Jahren vom Freistaat Thüringen gefördert worden. Im neuen Förderzeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2021 sollen unter anderem Sozialkonferenzen und Sozialraumanalysen durchgeführt, Netzwerkarbeit gefestigt und eine aktuelle Sozialstatistik erarbeitet werden.
Grundlage der Förderung ist die „Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaats Thüringen zur Förderung der Kompetenz lokaler Akteure in der Armutsprävention“.


Familiengerechte Kommune

Seit dem 12. Juni 2015 ist die Stadt Gera als „Familiengerechte Kommune“ zertifiziert. Dieses Zertifikat ist zum einen Lohn für Erreichtes und zum anderen Aufgabenstellung für die kommenden 3 Jahre.

Weitere Informationen zum Thema "Familiengerechte Kommune" erhalten Sie auf folgendem Link:
https://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=195057&_nav_id1=&_nav_id2=&_lang=de



Förderprojekt ThINKA in Bieblach und Lusan

Die OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH führt seit 2018 in Bieblach und Lusan ein Projekt im Rahmen der "Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung" (ThINKA) durch. Dabei steht neben der Entwicklung und Organisation bedarfsgerechter Angebote der sozialen und beruflichen Integration und zum Abbau individueller Armutslagen benachteiligter Hilfebedürftiger die Einzelfallberatung für hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Durch individuelle Beratung und soziale Hilfen sollen besondere Belastungen des Lebens abgewendet oder ausgeglichen werden, um Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern und Teilhabeansprüche der Hilfebedürftigen zu wahren bzw. durchzusetzen.
Die Stadt Gera ist Teilnehmer am Bundesprogramm „Kita-Einstieg – Brücken bauen in frühe Bildung“

Gute Kindertagesbetreuung ermöglicht gleiche Chancen für alle Kinder. Frühkindliche Bildung ist der Weg, um nachhaltig das Recht aller Kinder auf Bildung zu sichern und Inklusion im Sinne der Anerkennung von Vielfalt umzusetzen und zu verankern.

Bisher profitieren jedoch nicht alle Familien gleichermaßen von Kindertagesbetreuung als Form der frühen Bildung. Im April 2017 ist aus diesem Grund das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestartet, welches diese Zielgruppe in den Blick nimmt. Die Stadt Gera ist seit August 2017 an diesem bundesweiten Programm beteiligt. Es zielt darauf ab, Kinder und Familien, die bisher nur unzureichend von Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort profitieren konnten, an diese heranzuführen und an frühkindlichen Bildungsmöglichkeiten teilhaben zu lassen. Mit diesem Programm fördert das Bundesfamilienministerium niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten. Angesprochen werden Familien in besonderen Lebenssituationen, die mit Zugangsbarrieren einhergehen, welche die Teilhabe an früher Bildung behindern.
Die Koordinierungs- und Netzwerkstelle des Bundesprogramms ist beim Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe verortet und arbeitet mit dem Familienzentrum Gera des Trägers „Schlupfwinkel und Sorgentelefon Gera e.V.“, sowie mit den Kindertageseinrichtungen „Mosaik“ und „Bummi“ des „AWO-Stadtverbandes Gera e.V.“ eng zusammen. Hinzu kommen weitere Netzwerkpartner im Sozialraum und stadtübergreifend. Es entsteht eine enge Vernetzung mit unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, wie Familienberatungsstellen, Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge, der Flüchtlingssozialarbeit, dem Stadtteilmanagement, Grundschulen und weiteren Bildungsträgern. Hierdurch wird ermöglicht, dass sinnvolle Synergien entstehen und sich bedarfsgerechte Angebote für die Familien im Sozialraum entwickeln.

Inhalte des Bundesprogramms sind vielfältige Möglichkeiten und Angebote, die erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung geben und Familien zum Beispiel über die frühkindliche Bildung in der Stadt Gera informieren. Um qualitativ hochwertige Angebote umzusetzen, werden weiterhin Qualifizierungen für pädagogische Fachkräfte gefördert, die die Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt, im kultursensiblen Handeln sowie der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung stärken. Außerdem können über das Programm Maßnahmen gefördert werden, die dabei helfen, Fachkräfte mit Fluchthintergrund beruflich zu integrieren. Die Angebote sind dabei in einem umfassenden Sinne zu verstehen und können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen: auf der Ebene der Kinder, der Familien, der pädagogischen Fachkräfte der Kooperationspartner sowie der Netzwerkpartner des lokalen Wirkungskreises.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://kita-einstieg.fruehe-chancen.de/

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