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Geraerin Ulla Spörl als Kesten-Stipendiatin in Nürnberg

Zwölf Autoren und Journalisten aus elf Ländern lebten und arbeiteten in Partnerstadt Nürnberg

Die Geraer Autorin Ulla Spörl weilte auf Vorschlag der Stadtverwaltung Gera im Mai für zwei Wochen in Nürnberg. Sie gehörte zu den zwölf Autoren und Journalisten aus elf Ländern, die in diesem Jahr das Hermann-Kesten-Stipendium der Partnerstadt Nürnberg erhielten. „Schon am ersten Abend fühlten wir uns in Nürnberg willkommen“, schreibt Ulla Spörl in ihrem Bericht. „Ein Dinner in dem traditionellen Nürnberger Lokal `Hexenhäusle‘ diente dem gegenseitigen Beschnuppern der Teilnehmer aus den USA, Schottland, Spanien, Polen, Deutschland, Italien, Türkei, China und Mazedonien sowie der Nürnberger Veranstalter vom Amt für Internationale Beziehungen.“ Die zwei Teilnehmer aus der Ukraine und Rumänien, deren Flug wegen der Aschewolke umgeleitet werden musste, seien am nächsten Tag dazu gekommen, berichtet sie.

„Das Zusammentreffen der Stipendiaten aus aller Welt wird sowohl von den Gästen selbst als auch von ihren Nürnberger Kontaktpersonen als sehr wertvoll empfunden. Durch gemeinsames Erleben und gegenseitigen Austausch entstehen in den Arbeiten der Stipendiaten reflektierte Bilder der Stadt Nürnberg, die Vorurteile widerlegen und zu einer positiven Image-Bildung beitragen“, schätzt Ulla Spörl ein.

Die Kesten-Stipendiaten beschäftigten sich in diesem Jahr mit dem Thema „Erinnerungskultur“. So hatte Ulla Spörl auch ihren Essay genannt, mit dem sie sich um die Auszeichnung bewarb. Im Kontext des Themas standen unter anderem Besuche im Germanischen Nationalmuseum, in der Spezialausstellung „Das Gleis“ im Nürnberger Dokumentationszentrum, in der Chity-Hall und in der „Nürnberger Zeitung“. Eine Wanderung führte die Stipendiaten in die Fränkische Schweiz. Auf dem Programm standen auch Gesprächsrunden mit Journalisten, Autoren, Politikern und interessierten Bürgern. Bei einem Empfang der Stipendiaten durch Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly überreichte Ulla Spörl diesem ein Gastgeschenk seines Geraer Amtskollegen Dr. Norbert Vornehm. Sie habe besonders gefreut, dass es sich bei dem Gastgeschenk um den signierten Bildband „GERAde erBLÜHT - Streifzüge durch Gärten, Parks und Landschaften aus Gera“ handelte, „an dem ich als Textautorin mitgewirkt habe“.

Das Hermann-Kesten-Stipendium für Autoren und Journalisten aus den Partnerstädten wurde anlässlich des 950-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 2000 erstmals von der Stadt Nürnberg ausgeschrieben. Der große Literat und Weltbürger Hermann Kesten (1900-1996) verbrachte seine Kindheit und Jugend bis zur Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Nürnberg und wurde später Ehrenbürger der Stad. Er inspirierte die fränkische Metropole, vor allem schreibende, aber auch fotografierende und filmende Intellektuelle aus den mit ihr befreundeten Städten in aller Welt zu einer Reise nach Nürnberg anzuregen und sie zu einem mehrwöchigem Aufenthalt einzuladen.

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