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Kontaktdaten
    Fachdienst Umwelt
    Untere Naturschutzbehörde
    Amthorstraße 11
    07545 Gera

    Fon: 0365 838-4240
    Fax: 0365 838-4205

Eingriffsregelung

Mit der Eingriffsregelung gemäß § 14 ff. BNatSchG sollen negative Folgen von Eingriffen in Natur und Landschaft vermieden und minimiert werden. Der Verursacher ist verpflichtet, unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen). Die Eingriffsregelung ist im städtebaulichen Außenbereich anzuwenden, im Innenbereich wird sie im Regelfall bei der Festsetzung von Bebauungsplänen im Vorfeld berücksichtigt. Der naturschutzfachliche Ausgleich muss zielgerichtet sein (eine reine Flächenstilllegung ist unzulässig) und muss durch den Eingriffsverursacher oder seinen Rechtsnachfolger gesichert und gepflegt werden, solange der Eingriff andauert.

Ein Eingriff in Natur und Landschaft ist grundsätzlich zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, ist der Eingriff vorzugsweise an Ort und Stelle zeitnah und funktionsbezogen auszugleichen (Beispiel: Für 500 m² neu versiegelte Fläche müssten 500 m² Fläche an anderer Stelle wieder entsiegelt werden). Ist kein gleichartiger Ausgleich möglich ist, ist ein gleichwertiger Ersatz in dem betroffenen Naturraum durchzuführen. Ersatzmaßnahmen müssen nicht in unmittelbarer Nähe des Eingriffsortes erfolgen, und sie müssen auch nicht zwingend funktionsbezogen sein (Beispiel: Für 500 m² neu versiegelte Ackerfläche werden 1000 m² bisher intensiv genutztes Grünland in extensive Nutzung überführt). Erst wenn keine dieser Alternativen möglich ist, ist die sogenannte Ersatzzahlung an die Stiftung Naturschutz des Landes Thüringen zu prüfen, wobei der Geldbetrag sich an den ersparten Kosten für Ausgleich/Ersatz orientiert und an anderer Stelle zweckgebunden für naturschutzfachliche Maßnahmen eingesetzt wird.


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