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    Fachdienst Umwelt
    Untere Naturschutzbehörde
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    07545 Gera

    Fon: 0365 838-4240
    Fax: 0365 838-4205

Naturlehrpfad Süd

Der neue Naturlehrpfad Gera-Süd

Die Stadt Gera hat unter Regie der unteren Naturschutzbehörde und Beteiligung mehrerer ehrenamtlicher Vereine ein altes Naturlehrpfad-Konzept wieder zum Leben erweckt.

Bereits kurz nach Beendigung des 2. Weltkrieges hat sich der damalige Biologielehrer Herr Müller vom „Goethegymnasium“, unter Beteiligung seiner Schüler, mit den 1946 sehr knappen finanziellen und materiellen Möglichkeiten auf den Weg gemacht, einen 10 km langen Lehrpfad im Geraer Süden anzulegen. Deckel der Wurstdosen wurden als Schildvorlage verwendet, um auf die botanischen, geschichtlichen und geologischen Besonderheiten des interessanten Naturraumes hinzuweisen.

Anfang der siebziger Jahre wurde der Lehrpfad komplett überarbeitet. Zur Wendezeit konnte man nur noch die letzten Fragmente des ehemaligen Pfades erkennen.

Zwischenzeitlich hat sich die Landschaft neu geordnet. Straßen, zusammengelegte Ackerfluren versperrten die Durchgängigkeit des alten Wanderpfades. Neue Wanderwege galt es anzulegen und zu pflegen, damit die attraktive Naturregion mit den vielen interessanten Landschaftsblicken wieder für Wanderer und Erholungssuchende attraktiv und erlebbar wurde.

1998 haben wir begonnen im Rahmen zusätzlicher Initiative den neuen Naturlehrpfad zu revitalisieren. Pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau ist es uns gelungen, den neuen Naturlehrpfad, der jetzt über 12,4 km lang ist, zu eröffnen. In grober Übersicht tangiert der Pfad neben der Gemarkung Gera, den „Zaufensgraben“, die Ortsteile Zschippern, Collis, Thränitz und verläuft über die „Lasur“ nach Pforten.

Da wo einst die Wurstdosendeckel auf Wissenswertes hinwiesen, stehen jetzt Eichenholzstelen mit Texttafeln zu den Themen, die bereits beim Erstkonzept dargestellt wurden und geben zur Heimatgeschichte, zur Natur und zur Geologie der Region Auskunft. Einige Anpassungen waren nach heutigem Wissensstand und wegen der veränderten Trasse erforderlich.

Am Startpunkt, dem Botanischen Garten und auf der halben Strecke am Gasthaus Kutschbach in Collis sind Faltblätter, in denen der Wegverlauf und die Anschlüsse an den Öffentlichen Nahverkehr ersichtlich sind, erhältlich. Die Rückseite des Faltblattes zeigt den historischen Lehrpfad und ermöglicht einen Überblick welche Höhenunterschiede auf dem neuen Pfad zu bewältigen sind. Endpunkt und Straßenbahnhalt ist in Pforten, wo nur noch der „Artenschutzturm“ auf die ehemalige Existenz des Pfortener Rittergutes hinweist.

Für den ungeübten Wanderer ist eine Teilstreckenwanderung empfehlenswert. Die 12,4 km lange Gesamtstrecke lässt sich gut in drei Wanderungen, mit einem Durchschnitt von ca. 5 km je Tour teilen. Feste Wanderschuhe sind angeraten, da der überwiegende Teil des Pfades aus unbefestigten Erdwegen besteht. Im Rahmen zusätzlicher Leistungen wurde und wird für eine gepflegte Landschaft, angenehme Wanderwege und Rastpunkte gesorgt.




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