deutsche Version dieser Seite deutsch | english version of this page english | Schriftgröße: - A A + | Kontrast: normaler Kontrast hoher Kontrast | Stadtplan Stadtplan anzeigen
Suche

Kontaktdaten
FD Umwelt
Amthorstraße 11
07545 Gera

Fon: 0365 838-4201
Fax: 0365 838-4205
E-Mail: Umwelt@Gera.de

Öffnungszeiten
StadtService H35
Heinrichstraße 35:
Montag + Freitag 9 bis 15 Uhr
Dienstag + Donnerstag 9 bis 18 Uhr
Mittwoch + Sonnabend 9 bis 13 Uhr

Integriertes Klimaschutzkonzept

Das Projekt wird vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Im Auftrag der Stadt Gera und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (FKZ 03KS1062, Projektträger Jülich – Forschungszentrum Jülich GmbH) wurde ein Energie- und Klimaschutzkonzept für die Stadt Gera erarbeitet. Dazu wurden Energieverbrauchsdaten ermittelt und die durch den Energieverbrauch in Gera verursachten CO2- Emissionen berechnet. Als Basisjahr war das Jahr 2010 vereinbart worden.

Im Jahr 2010 ist Gera dem „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.“ beigetreten und hat sich damit verpflichtet, die CO2-Emissionen auf der Basis des Jahres 1990 bis zum Jahr 2030 zu halbieren und alle 5 Jahre den CO2-Ausstoß um 10 % zu reduzieren. Folglich mussten Daten ab 1990 ermittelt und die Entwicklung für den Bertachtungszeitraum bis 2030 als Prognose berechnet werden.

Sowohl das Leitbild Energie und Klimaschutz der Stadt Gera als auch das Konzept selbst orientierten sich an den Klimabündnis-Verpflichtungen. Zu beantworten war die Frage, ob und wie diese Verpflichtungen erfüllt werden können. Wegen der zur Zeit im Umbruch befindlichen Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland und der damit verbundenen massiven Einschnitte in die Energiewirtschaft wurde Wert darauf gelegt, auch entsprechende Hintergrundinformationen zu vermitteln.

Im Zentrum der Betrachtungen lag das Jahr 2010. In diesem Jahr wurden in Gera 1.748 GWh Energie verbraucht, und zwar:

- 929 GWh für Wärme
- 328 GWh für Strom
- 491 GWh für den Verkehr

Mit diesen Energieverbräuchen waren Emissionen in Höhe von 479.000 Tonnen CO2 verbunden.

Der entscheidende Teil des Berichtes befasst sich mit Energieeinsparpotenzialen, insbesondere auf Erneuerbaren Energien basierend. Bezüglich der theoretischen Potenziale werden zum Teil Ergebnisse aus dem „Energiegrundkonzept für die Stadt-Umland-Region Gera“ von ThINK (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz) verwendet /6/. Die realistischen Einsparpotenziale werden beschrieben und die Realisierungswahrscheinlichkeit bis zum Jahr 2030 bewertet. Letztendlich werden die Einsparpotenziale zusammengefasst und der Zielstellung gegenüber gestellt.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass mit den durch die Verfasser bezüglich der Umsetzbarkeit getroffenen Annahmen das gesteckte Ziel nur zum Teil erreicht wird. Die Halbierung der Emissionen gegenüber 1990 ist nicht das Problem, sondern die unabhängig davon im 5-Jahresrhythmus geforderte Reduzierung um 10 %. Auf Grund der Datenlage konnte aber aufgezeigt werden, dass durch Ausschöpfung von jeweils 80 % der theoretischen Potenziale von Windkraft, Photovoltaik und Solarthermie eine Zielerreichung möglich ist.

Das Energie- und Klimaschutzkonzept für die Stadt Gera wurde erarbeitet durch das Ingenieurbüro Dr. Lauenroth - Wärme Technik Umwelt CONSULT, Herrn Dr.-Ing. Peter Lauenroth und Herrn Axel Seifert (Energie-Haus.info).

↑ nach oben