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Kirchen in Gera


Die Bevölkerung der Stadt Gera gehörte anfangs zum Bistum Naumburg. Kaiser Otto III. schenkte 999 das Land Gera mit allem Zubehör seiner Schwester, der Äbtissin des Stifts Quedlinburg, zur freien Verfügung. Später war Gera Sitz eines Dekanats innerhalb des Archidiakonats Zeitz.
1533 wurde die Reformation eingeführt. Danach war die Stadt über viele Jahrhunderte eine fast ausschließlich protestantische Stadt. 1920 schloss sich die kleine "Evangelisch-Lutherische Kirche des Fürstentums Reuß jüngere Linie", mit sechs anderen Landeskirchen Thüringens zur "Thüringer Evangelischen Kirche" zusammen, aus der sich später die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen entwickelte. Die heute bestehenden Kirchgemeinden und Pfarrämter in und um Gera bilden zusammen eine Superintendentur.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. 1894 gründeten sie wieder eine eigene Kirchgemeinde und erbauten die Kirche St. Elisabeth, zu der auch die Katholiken benachbarter Städte und Gemeinden gehörten. Heute gehören zur Pfarrei St. Elisabeth neben der Hauptkirche auch die Kapellen St. Jakobus in Gera-Langenberg und Maria Geburt in Ronneburg. Ferner gibt es seit 1978 im Stadtteil Gera-Lusan die Pfarrei Hl. Maximilian Kolbe. Die Stadt ist heute Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Dresden-Meißen.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es verschiedene Freikirchen, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelisch-Methodistische Gemeinde (Methodisten), die Freie Evangelische Gemeinde, die Adventgemeinde (Adventisten), die Evangelische Christengemeinde (Pfingstgemeinde), die Benjamin-Gemeinde, die Christliche Gemeinde und Relationship Gera. Ferner sind die Christengemeinschaft (Antroposophen), eine Neuapostolische Gemeinde und die Zeugen Jehovas in Gera vertreten.


Aktuelles

Der Gemeinderat der ev.-luth. Kirchengemeinde hat in seiner Sitzung am 13. Oktober 2021 beschlossen:

Die Grundstücke der Kirchengemeinde Gera-Lusan in der Gemarkung Lusan, Flur 1, Flurstück 26/5, und Flur 3 Flurstück 601/1 mit einer Fläche von gesamt 657 m² werden gemäß §4 Absatz 1 Satz 2 FriedhG zur Erweiterung des bereits bestehenden angrenzenden Friedhofs der Kirchengemeinde als öffentlicher Bestattungsplatz sowie Ruhestätte der Toten (Friedhof) gewidmet. Die Widmung erfolgt nur zum Zwecke der Beisetzung von Urnen, Erdbestattungen sind auf der Erweiterungsfläche nicht zulässig.
Die sofortige Vollziehung wird angeordnet. Die sofortige Vollziehung ist notwenig um die unterbrechungslose Bestattung der Verstorbenen zu sichern. Gegen die Widmung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Gera-Lusan, Weidenstraße 8, 07549 Gera, einzulegen.

Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat die Widmung mit Bescheid vom 18.10.2021 genehmigt.