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Stadtarchiv Gera bei findbuch.net

Rund 80 Prozent der Bestände über Internet recherchierbar

Interessenten aus aller Welt können sich künftig bei www.findbuch.net über die Bestände des Stadtarchivs Gera informieren. Dieses ist seit 11. April über die offizielle Seite der Stadt Gera hinaus auch auf dieser Internet-Plattform vertreten.


findbuch.net Leiter Klaus Brodale und Mitarbeiterin Carla Römer beim offiziellen Start des Stadtarchivs Gera unter findbuch.net „Damit sind – bedingt durch den Stand der Erschließung sowie aus Gründen des Datenschutzes - rund 80 Prozent unserer Bestände im Internet recherchierbar“, sagte der Leiter des Stadtarchivs, Klaus Brodale. „Wir hoffen, dass mit dem Start von findbuch.net die bei uns verfügbaren Quellen sehr viel intensiver und von noch mehr Menschen genutzt werden.“ findbuch.net ermöglicht potentiellen Archivnutzern einen Überblick über die im Stadtarchiv Gera verwahrten Bestände, in denen sie dann gezielt suchen können.

Über eine Textrecherche in den Verzeichnungsangaben kann der Benutzer anhand von selbst definierten Suchbegriffen zu entsprechenden Ergebnissen gelangen. Dank einer Detailansicht aller für eine Fundstelle zugänglichen Daten kann er entscheiden, ob diese für seine Recherche relevant sind. Will er Unterlagen direkt vor Ort einsehen, kann er eine Bestellliste mit dem gewünschten Termin sowie seinen persönlichen Angaben direkt per E-Mail an das Stadtarchiv (stadtarchiv@gera.de) übermitteln. Die Ergebnisse der Recherche können zudem Grundlage bzw. Ausgangspunkt sein für schriftliche Anfragen an das Stadtarchiv oder für das Auslösen von Kopieraufträgen.

Klaus Brodale verwies darauf, dass die Informationstiefe für Aktenbestände, Nachlässe und Sammlungen auf Grund der großen Umfänge an Einzeldokumenten lediglich bis zu den Aktentiteln - gegebenenfalls mit ergänzenden Inhaltsangaben - und der Datierung reicht. Bei Bildsammlungen bzw. Karten, Plänen und Rissen ist jedes Einzeldokument recherchierbar.
Stadtarchiv bewahrt 2.800 laufende Meter Unterlagen

Das Stadtarchiv Gera bewahrt derzeit 2.800 laufende Meter Unterlagen, die auf Grund ihres rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wertes als Quellen für die Erforschung und das Verständnis von Geschichte oder zur Rechtswahrung dauerhaft aufbewahrt werden müssen. Erschlossen und damit nutzbar sind bisher:

- 31 Bestände mit analogen bzw. digitalen Bilddokumenten mit einem Umfang von rund 95.000 Einzeldokumenten;
- etwa 500 Film- und Tondokumente;
- 10 Bestände mit Karten, Plänen und Rissen mit einem Umfang von ca. 15.000 Stück;
- rund 200 Originalurkunden von der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart;
- 107 Aktenbestände mit Unterlagen der Stadtverwaltung, der Vororte und städtischer Einrichtungen und Unternehmen ab dem 16. Jahrhundert mit cirka 45.000 Verzeichnungseinheiten;
- 59 Nachlässe und Dokumentationen bedeutender Persönlichkeiten und Familien mit 6.800 Verzeichnungseinheiten;
- 30 Aktenbestände von Vereinen, Organisationen und Unternehmen mit 1.400 Verzeichnungseinheiten;
- eine zeitgeschichtliche Materialsammlung mit 8.600 Einheiten;
- Geraer Zeitungen von 1795 bis zur Gegenwart mit rund 40.000 erfassten Einzeldaten allein ab 1945.

Veröffentlichung: 11.04.2013