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AG Hochwasser hat Arbeit aufgenommen


OB, Bürger und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ziehen gemeinsam Bilanz aus dem Hochwasser und erarbeiten Vorkehrungen

Die Arbeitsgruppe Hochwasser der Stadt Gera hat gestern (22. Juli) ihre Arbeit aufgenommen. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bewohner der betroffenen Gebiete tauschten sich im Beratungsraum der Feuerwehr über die Hochwasser-Katastrophe im Juni aus und besprachen Maßnahmen für die Zukunft. Teilgenommen haben neben dem Fachdienstleiter für Brand- und Katastrophenschutz Ludwig Geiger und dem Teamleiter Katastrophenschutz Pierre Thomas Lüderitz auch 13 Bürgerinnen und Bürger aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten Liebschwitz, Zwötzen, Debschwitz, Heinrichsgrün, Untermhaus und Milbitz/Thieschitz/Rubitz. Der Vorschlag für die Mitarbeit entstand durch die Betroffenen selbst auf der öffentlichen Hauptausschusssitzung am 25. Juni 2013.

„Ich freue mich über die vielen konstruktiven Vorschläge aus der Bevölkerung“, dankte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn den engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Jetzt komme es darauf an, gemeinsam zielstrebig den Hochwasserschutz voranzutreiben und sich zu wappnen für etwaige weitere Flutkatastrophen. „Keiner kann darauf hoffen, dass nach diesem verheerenden Hochwasser auf absehbare Zeit Entwarnung gegeben werden kann“, sensibilisiert Dr. Hahn die Menschen in den gewässernahen Gebieten.

Der ersten Sitzung der AG sind bereits Beratungen in den Ortsteilräten in Liebschwitz und Milbitz/Thieschitz/Rubitz vorausgegangen. Dort haben auch Bürger anderer Wohngebiete teilgenommen. Auch eine Ortsbegehung von Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn mit Fachleuten aus dem Rathaus am 11. Juli wurde bereits dazu genutzt, um die Situation in verschiedenen Ortsteilen genauer unter die Lupe zu nehmen und sich mit Bürgern zum Hochwasserschutz auszutauschen. Die dort eingegangenen Vorschläge sind ebenso in die Arbeit der AG eingeflossen wie Fragen zur besseren Information der Bürger, zur Evakuierung oder der Bildung von Hochwasserwehren. Deren Aufgabe soll sich während eines Hochwassers nur auf die Kontrolle von Dämmen und wasserwirtschaftlichen Anlagen während der Alarmstufen konzentrieren. Ein weiteres Diskussionsthema waren jene Stellen, an denen das Hochwasser über die Ufer getreten ist. „Wir werden eine Karte zusammenstellen, wo all diese Punkte markiert werden“, sagt Ludwig Geiger. Anschließend sollen entsprechende Maßnahmen besprochen werden.

Von Seiten der Stadt ist ein Informationsblatt für die Bürger zum Verhalten bei Hochwasser erarbeitet worden. Es soll die Geraer dafür sensibilisieren, gewisse Vorkehrungen für mögliche kommende Katastrophenfälle zu treffen. Das Informationsblatt wird demnächst in den Öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt im „geraer wochenmagazin“ veröffentlicht. Ebenfalls neu eingerichtet wurde ein telefonischer Ansagedienst der Stadtverwaltung. Unter der Telefonnummer 0365 / 838 38 37 sollen bei Bedarf Informationen und Warnungen für die Bevölkerung abrufbar sein.

Die AG Hochwasser wird sich voraussichtlich Ende August wieder treffen.


Veröffentlichung: 23.07.2013