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Über 100.000 Besucher 2013 im Geraer Tierpark


Tierpark als beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus nah und fern – Dank an die Spender, Tierpaten und Förderer des Tierparks mit seiner Parkeisenbahn für ihre Unterstützung

Der Tierpark Gera rechnet mit Abschluss des Jahres 2013 wieder mit über 100.000 Gästen aus nah und fern. Auch im neuen Jahr ist ein Besuch im Tierpark mit der ganzen Familie zu empfehlen. Über 500 Tiere aus etwa 80 verschiedenen Arten leben dort derzeit auf einer Fläche von 20 Hektar. Sie sind überwiegend auf der nördlichen Halbkugel beheimatet, aber auch Exoten sind im Geraer Waldzoo zu Hause. Dazu gehören die beiden Löwen (der Löwe ist Geras Wappentier). Den Tieren stehen insgesamt 52 Anlagen zur Verfügung. Anlagen am Bauernhof, bei den Wildschweinen und den Rentieren wurden im Jahr 2013 neu gestaltet. Betreut werden die Tiere von 18 Mitarbeitern und einer Auszubildenden. Insgesamt um die 150 Tiere wurden 2013 neu geboren bzw. sind geschlüpft. 210 Tiere wurden 2013 aus dem Tierpark Gera abgegeben und 51 Tiere kamen aus anderen Zoos oder aus privater Tierhaltung nach Gera. Die Tiere werden getauscht, verkauft, eingestellt, das bedeutet geborgt oder auch geschenkt.

Gleich im Januar stellte sich unverhofft im Tierpark Nachwuchs ein. Im Bauernhof gab es gleich doppeltes Mutterglück. Das war bei den Zwergziegen eigentlich erst Mitte März geplant. Umso erstaunter waren die Pfleger, als sie zwischen den zehn Alttieren zwei kleine Lämmer entdeckten. Gleich im Stall gegenüber bekam Minischwein „ Pünktchen" nach einer Tragzeit von exakt drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen am 22. Januar vierfachen Nachwuchs. Einige Besucher des Geraer Tierparks konnten im Februar an der Zebu-Anlage die Geburt eines Zwergzebus miterleben. Ebenfalls entdeckten die Tierparkmitarbeiter den ersten Nachwuchs in dem von den Wildschweinbachen gebauten Kessel. Hier dauert es einige Tage, bis die Bache die Jungtiere in der Anlage führt. Sie mussten erst ausreichend Kräfte dafür sammeln. Veränderungen gab es auch im Tierbestand u.a. durch Verjüngung durch Tausch von Tieren mit anderen Zoos. So wurde das Shetlandpony in den Tierpark Köthen vermittelt und es wurden Miniponys aus Kaltenborn in den Bestand aufgenommen. Die kleinen Pferde schlossen besonders die Kinder bei den täglichen Putz-und Pflegezeiten um 14 Uhr an der Ponykoppel ins Herz. Nachdem sich der Tierpark im Dezember 2012 aus Altersgründen von dem letzten Wildpferd trennen musste, lebt seit April 2013 die Poitou-Eselstute „Kimberley“ aus dem Tiergarten Kleve mit den Highländern sowie drei Kamerunschafen zusammen. Diese Wohngemeinschaft ist bei Besuchern sehr beliebt, da die Tiere besonders zutraulich sind.

Um weiterhin gesunden Nachwuchs zu sichern, wurde eine junge Elchkuh gegen ein gleichaltriges Tier aus dem Zoo Rostock getauscht. Zu dem kinderlosen Yakpaar Monika und Ole gesellte sich als Verstärkung eine junge Dame aus dem Naturschutztierpark Görlitz mit dem schönen Namen Cimba (die Kleine). Die Fasanenanlage wurde im Oktober bezugsfertig. Der alte Maschendraht musste komplett gegen einen mardersicheren Zaun ausgetauscht werden. Das kleine und gewandte Raubtier hatte sich immer wieder an den Fasanen als Futter bedient. Bei den Arbeiten wurde gleich die Anlage neu gestaltet. Nun leben gemeinsam ein Pärchen Steinhühner aus dem Tierpark Chemnitz mit drei Tenebrusosfasanen, auch grüner Jagdfasan genannt, aus dem Tierpark Köthen zusammen. Auch aus Köthen kamen vier chinesische Zwergwachteln sowie sechs Diamanttäubchen in die umgebaute Deguvoliere am Bauernhof. Zwei 2012 geborene Fähen aus dem Tierpark Petersberg ergänzen seit Oktober den Bestand an Marderhunden. Tierkauf und Tierverkauf, Tiertausch, Abgabe oder Übernahme von Tieren in oder aus anderen Zoos, zeitweilige Pflege von verletzten Wildtieren oder Auswilderungen bestimmen neben der täglichen Pflege die Arbeit im Zoo. Dabei sind Vorgaben vorhandener Zuchtbücher, Aufwendungen für die Pflege, Bau- und Unterhaltungskosten für Tiere und deren Anlagen und nicht zuletzt das Interesse der Besucher im Auge zu behalten.

An der Autobahn A4 gelang es im Jahr 2013 durch die Initiative von Stadtrat Marcus Meißner zwischen Ronneburg und Gera-Leumnitz, aus Richtung Dresden kommend, ein Hinweisschild für den Tierpark Gera zu installieren. Im Jahr 2013 wurden in erster Linie aus Spendengeldern Werterhaltungsmaßnahmen an den Tieranlagen durchgeführt. Der 2012 mit Fördermitteln gebaute Rentierstall konnte 2013 einschließlich seiner Außenanlagen bezogen werden. Auch die Bauvorhaben 2014 sind nur durch Spendengelder und Nachlässe möglich. Der Tierpark dankt deshalb allen seinen Förderern. Wichtigste Baustelle für 2014 ist das neue Streichelgehege für die Afrikanischen Zwergziegen, Esel und Alpakas. Dazu kommen die Sanierung des Innenbereiches des Wildkatzenhauses, der Bau eines zweiten Kängurustalles, der Bau eines neues Sicherheitstores in der Rothirschanlage und eine neue Außenumzäunung für den begehbaren Affenwald.

„Ein herzliches Dankeschön der Tierparkmitarbeiter an alle helfenden Hände, die den Waldzoo seit vielen Jahren auch in schwierigen Zeiten zuverlässig unterstützen. Während vor etwa 15 Jahren sechs Tierpaten ihr Interesse an der Zootierhaltung im Tierpark Gera durch finanzielle Unterstützung dokumentierten, sind es heute 51. Auch dem unermüdlichen Einsatz des Geraer Wald-Eisenbahn-Vereins e.V. ist es vor allem zu verdanken, dass die Geraer Parkeisenbahn noch heute die Attraktivität des Tierparks mit ausmacht“, so der Leiter des Tierparks Ulrich Fischer. Er kann berichten, dass der Veranstaltungskalender des Zoos für 2014 bereits jetzt schon gut gefüllt ist. Am 3. März soll es u.a. den Tierfasching für Kinder geben, am 16. April zur Saisoneröffnung findet ein Osterbasteln statt, am 1. Juni gibt es ein Kinderfest, die 20. Tierparksafari soll am 8. und 9. Juni über die Bühne gehen. Der Spender- und Patenschaftstag ist für den 13. Juli vorgemerkt. Das Tierpark- und Dahlienfest soll voraussichtlich am 7. September stattfinden. Dann ist es nicht mehr weit bis zu Halloween am 29. Oktober und Advent im Zoo am 21. Dezember. Auch Angebote wie Kindergeburtstage, Führungen, Streichelzoo und “Tierpfleger für einen Tag“ werden 2014 weitergeführt. Und der Zoo wird von den Mitarbeitern auf Messen präsentiert, um Besucher anzulocken.

Wer an den Feiertagen und in der Ferien Lust hat, kann den Zoo von 9 bis 16 Uhr besuchen. Besonders beliebt bei den Kindern sind die Fütterungszeiten 11.30 Uhr bei den Löwen und Leoparden, 15 Uhr im Affenwald und die Putz- und Pflegezeiten ab 14 Uhr im Bauernhof.


Veröffentlichung: 23.12.2013