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Kontaktdaten
    Općina Goražde
    Herr Sanid Zirak
    Ul. Maršala Tita br. 2
    73000 Goražde
    Bosnian and Herzegovina

    Tel: 00 387 38 221 002
    Fax: 00 387 38 221 332

    Herr Sanid Zirak




Goražde (Bosnien - Herzegowina)

Goražde mit circa 30 000 Einwohnern liegt circa 50 Kilometer südöstlich von Sarajevo (Luftlinie) an der Drina. Goražde wurde erstmals im Zeitraum von 1379 bis 1404 erwähnt. Von 1423 bis 1878 stand es unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches, danach von 1878 bis 1918 unter Vorherrschaft Österreich-Ungarns. Im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 war die Stadt zwischen bosnischen Serben und Muslimen (Bosniaken) heftig umkämpft. 1993 wurde sie zur UN-Schutzzone erklärt. Im Abkommen von Dayton wurde die Stadt der Föderation Bosnien und Herzegowina zugesprochen. Sie ist als Enklave mit dem übrigen Territorium der Föderation nur durch eine schmale Landbrücke verbunden. Goražde war die einzige, mehrheitlich von Bosniaken bewohnte Stadt an der Drina, die sich in den kriegerischen Auseinandersetzungen aus eigener Kraft verteidigen konnte. Viele Bosniaken bezeichnen diese Stadt deswegen als Grad Heroja, was soviel bedeutet wie „Stadt der Helden“. Goražde ist eine Industriestadt, umgeben von Obst-Produktion von Ackerland. Wirtschaft-lich sind Metall- und Chemieindustrie von Bedeutung.

Im März 2002 wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen den Städten Goražde und Gera unterzeichnet. Mit dem Vertrag bekennt sich die Stadt Gera zum Wiederaufbau in Bosnien - Herzegowina als wichtiges Anliegen der europäischen Integration. In der partnerschaftlichen Arbeit zwischen Goražde und Gera steht die Jugend im Mittelpunkt. Als künftige Gestalter Europas haben Jugendliche eine besondere Funktion, in der sie geleitet und begleitet werden sollen. Die ersten Kontakte mit Goražde knüpfte bereits 1999 Geras ehemaliger Stadtratsvorsitzender Bernd Koob bei seinem Bundeswehreinsatz in Bosnien. Die Ostthüringer Zeitung bewegte die Geraer Bürgerinnen und Bürger mit ihren Veröffentlichungen zur großen Hilfsbereitschaft. 4000 Todesopfer hatte der Krieg in Goražde gefordert. Durch Initiative des Vereins Hilfe für Südost- und Osteuropa, der Ortsvereinigung der Lebenshilfe Gera, des Rotary-Clubs Gera, der Stadt Gera, des Christlichen Jugenddorfes und weiteren zahlreichen Sponsoren wurde z.B. ein Ferienaufenthalt in Gera möglich.

Die Städtepartnerschaft zwischen Goražde und Gera soll dazu beitragen, die Gedanken von Toleranz und Versöhnung fest im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger beider Städte zu verankern. Die Stadt Gera freute sich über die Mitwirkung von Goražde an der Schaffung des Partnerschaftsgartens im Geraer Hofwiesenpark. Der dunkle Wegebelag und die grünen Glaskieseinfassung symbolisiert den Fluss Drina, welcher im Volksmund Zelnka „die Grüne“ genannt wird. Die Erhebung im Garten spiegeln die Lage der Stadt im Bergland wieder. Das Stadtwappen ist mit der farblichen Abstimmung im Garten an-gesprochen. Die aufgehende Sonne ist durch gelbblühendes Fingerkraut symbolisiert.





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