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    Obstina Sliven
    Mezdunarodno sotrudnichestvo i evrointegracia"
    Herr Svetomir Minchev
    "Tsar Osvoboditel" Bulv. 1
    8800 Sliven
    Bulgarien

    Tel.: 00 359 44 61 1110
    Fax: 00 359 44 66 30 504

    Herr Svetomir Minchev


Sliven (Bulgarien)

Sliven gilt als eine der ältesten europäischen Siedlungen und hat ihre Wurzeln im 3. Jahrhundert vor Christus. Vermutlich verdankt die Stadt ihren Namen ihrer Lage, dem „Zusammenfließen“ von Flachland, Gebirge und drei Flüssen. Die historische Stadt mit ihren heute rund 110 000 Einwohnern liegt 300 Kilometer östlich von Bulgariens Hauptstadt Sofia, 100 Kilometer von Burgas sowie jeweils 130 Kilometer von der griechischen und der türkischen Grenze entfernt. Dank der Mineralbäder, deren Wasser zur Behandlung von Leber- und Nervensystemerkrankungen genutzt wird, dem Nationalpark "Blaue Steine" und der Lage in den Karandilla-Bergen entwickelte sich die Stadt zu einem Touristenmagneten. Doch auch Investoren entdeckten die Möglichkeit, die berühmten lokalen Bora-Winde für die Erzeugung von Strom zu nutzen. Sliven beherbergt zudem eine pädagogische Fakultät der Technischen Hochschule Sofia und ein medizinisches Institut.


Seit dem 1. Januar 2007 ist Bulgarien einer der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das südosteuropäische Land bringt einen Kultur- und Wirtschaftsraum mit riesigen Potentialen und Traditionen in die Gemeinschaft ein. Textilindustrie, Nahrungsmittelverarbeitung und Maschinenbau prägen das Bild der Stadt. Das größte Unternehmen der Stadt, das Heimtextilienwerk DEKOTEX, produziert vor allem Teppiche und Möbelstoffe. Zu den Slivener Firmen mit überregionaler Bedeutung gehören Kolchida-Sliven AD (Woll- und Kammgarn), Fantastiko (Strümpfe und Strumpfhosen), DK Motor (Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren), Frukto AD (Obst- und Gemüsekonserven). Außerdem zählt Sliven zu den größten Wein- und Spirituosenherstellern Bulgariens.

Die Partnerschaft zwischen Sliven und Gera reicht bis in die 1960er-Jahre zurück und wurde 1997 vertraglich fixiert. Der Vertrag sieht die Förderung von Kontakten in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Sport und Bildung sowie humanitäre Hilfe vor. Der erste Hilfstransport kam im Juni 1997 in der bulgarischen Partnerstadt an. Die Spenden von Privatpersonen, Firmen, Institutionen und dem Geraer Klinikum wurden an Bedürftige verteilt. In den zurückliegenden Jahren wurden direkte Kontakte zwischen den Bibliotheken, Frauenorganisationen und Schulen geknüpft. So waren 2005 im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Fremdsprachprojektes „Comenius“ mit dem Titel „Wir wollen die Natur sauber halten“ 20 Schüler des Gymnasiums „Dobri Tschintulov“ aus Sliven im Geraer Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium zu Gast. Ein Schwerpunkt dieses Projekts war die Säuberung und Pflege rund um das Liebe-Denkmal im Geraer Stadtwald. Mit dieser Aktion beteiligten sich die bulgarischen Gäste gleichzeitig am Projekt „Entente florale - unsere Stadt blüht auf“. Die Stadt Gera wurde mit einer Goldmedaille im Rahmen dieses Bundeswettbewerbes geehrt. Slivener Kinder beteiligten sich in der Vergangenheit auch am Mal- und Zeichenwettbewerb „Goldener Spatz". 2009 präsentierte sich die bulgarische Partnerstadt auf der 1. Internationalen “ReiseZeit“-Ausstellung im Geraer Kultur- und Kogresszentrum.

Im Rahmen des Projekts „Ehrenamtsarbeit in Europa – Ehrensache“ waren Gäste der Geraer Partnerstädte Pskow, Rostow, Skierniewice, Timisoara und Sliven vom 2. bis 6. Mai 2011 gemeinsam mit der Ehrenamtszentrale in der Otto-Dix-Stadt, um Erfahrungen zum ehrenamtlichen Engagement auszutauschen. Das Projekt stand ganz im Zeichen des Europäischen Jahres des Ehrenamtes im Jahr 2011 und des 10. Jahrestages des Internationalen Jahres des Ehrenamtes. Ziel war es, gemeinsame Aktivitäten anzuregen und die aktive Städtepartnerschaft zu stärken. Die Geraer Teilnehmer wollten unter anderem die Arbeit der Ehrenamtszentrale vorstellen, die Arbeitsweise vermitteln, Partnerschaften erweitern und pflegen sowie Toleranz und Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen und Lebensstile der Menschen in Europa fördern.

Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher aus der Partnerstadt Sliven empfing Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm im September 2011 im Rathaussaal. Die Gäste musizierten nicht nur, sondern übergaben auch zwei Rosenstöcke für die Wiederherstellung des Schlossgartens Osterstein. Die 18 Kinder und Jugendlichen des Roma-Viertels, zwei Schüler des Staatlichen Kunstgymnasiums sowie Betreuer und Begleiter waren vom 15. bis 18. September Gast der Otto-Dix-Stadt. Auf Initiative des bulgarischen Violinvirtuosen Georgi Kalaidjiev erlebten die Teilnehmer des sozialen Projekts „Musik statt Straße“ eine Reise nach Gera und nach Gießen. Kalaidjiev, selbst aus dem Slivener Roma-Viertel stammend, hat es sich zum Ziel gesetzt, Straßenkindern eine musikalische Bildung anzubieten, die ihnen Chancen für eine spätere Entwicklung eröffnen soll. Seit zwei Jahren unterstützt und fördert die Partnerstadt Gera dieses soziale Projekt durch Geldspenden und Musikinstrumente. Dieser Besuch war ein besonderer Höhepunkt in den Partnerschaftsbeziehungen beider Städte.

Nach dem Entwurf der Slivener Landschaftsarchitektin Teodora Iwanova entstand mitten in Gera ein Stück bulgarischer Natur. Die Gestaltung des Partnerschaftsgartens mit gelben Sandsteinplatten entspricht den Gesteinvorkommen in der Region. Grundthema des Gartens ist die bulgarische Rosentradition. Als Rückwand schließt eine Rosenrankenwand das kleine Areal ab und lädt mit Bänken zum Ausruhen und Genießen ein. Die Ulme ist das lebendige Symbol im Stadtwappen der Stadt Sliven.

Landkarte von Bulgarien

Nationalflagge von Bulgarien

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