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Nürnberg – eine lebendige, urbane Halbmillionenstadt mit einer fast tausendjährigen Geschichte

Mit der Freisprechung der Leibeigenen Sigena, die in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. dokumentiert ist, trat "nuorenberc" (felsiger Berg) im Jahre 1050 in die Geschichte ein. Die Stadt breitete sich zunächst völlig unregelmäßig am südlichen Abhang des Burgberges aus. Fernhandel und Handwerk waren die Grundlagen des Nürnberger Aufschwungs. Karl IV. legte mit der "Goldenen Bulle" von 1356 fest, dass jeder neu gewählte deutsche Kaiser seinen ersten Reichstag in Nürnberg abhalten solle. 1424 wurde die Stadt an der Pegnitz zum Stammort für die Reichskleinodien bestimmt. Die europäische Metropole wurde zum Zentrum des deutschen Humanismus, der Wissenschaften, Malerei und Bildhauerei: Martin Behaim entwarf den ersten Erdglobus, Peter Henlein erfand die Taschenuhr.

Heute ist Nürnberg einer der wichtigsten europäischen High-Tech-Regionen. Als starker Standort für Informations- und Kommunikationstechnik und die Entwicklung technischer Lösungen für Energie, Verkehr und Medizin hat sich die Stadt einen Namen gemacht. Doch in Sachen Kultur und Sport hat sie einiges zu bieten. Die Internationale Orgelwoche und das Klassik Open Air zählen zu den wichtigen Musikevents dort, und sportlich bewegt sie sich mit dem 1. FC Nürnberg in der ersten Fußball-Bundesliga, bietet zudem mit dem Norisring einen einzigartigen Stadtkurs der DTM.

Eine Vereinbarung zwischen Nürnberg und Gera wurde am 3.10.1988 unterschrieben und im November 1997 durch einen Freundschaftsvertrag erneuert. Dieser sah u.a. den Erfahrungsaustausch im Bereich kommunaler Dienstleistungen, die Unterstützung gemeinsamer Vorhaben und Initiativen von Bürgern, Vereinen und öffentlicher Einrichtungen beider Städte sowie die Zusammenarbeit auf den Gebieten Stadtentwicklung, Gesundheit, Kultur und Sport vor. Schwerpunkt der Städtepartnerschaften sind nach 20 Jahren nicht mehr Verwaltungshilfe und Verwaltungsaufbau, sondern die Pflege der Kontakte zwischen Bürgern, Vereinen und Institutionen. Nicht mehr organisatorische Aufbauhilfe, sondern innerdeutsche Begegnungen helfen, die Einheit zu vollenden. Missverständnisse zwischen Ost und West, die es immer noch gibt, zu klären, ist Hauptaufgabe dieser deutsch-deutschen Städtepartnerschaft. Nun so kann es gelingen, Enttäuschungen, Vorurteilen und Entfremdung sowie Zurückhaltung entgegenzuwirken.

Zu den gemeinsamen Tätigkeiten 2011 gehören viele sportliche Aktivitäten wie beispielsweise die traditionelle Teilnahme der Nürnberger Kinder am Kinderfußball Bambini Cup mit FC Gera.Ein Paradebeispiel für eine gelebte Städtepartnerschaft war die Beteiligung der Nürnberger Sportler am Powertriathlon im Mai 2011 in Gera. Mit dem Bürgermeister Klemens Gsel an der Spitze beteiligten sich daran über zwanzig Mittelfranken.

Die ersten Kontakte geknüpft und Erfahrung ausgetauscht hat der Geraer Seniorenbeirat mit dem Seniorenamt im März 2011 in Nürnberg. Arbeiten von neun Geraer Künstlern präsentierte die Ausstellung „Guschenschau – Junge Kunst aus Gera“ in der Ehrenhalle des Nürnberger Rathauses. Die Schau wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Gera im April 2011 durch die Bürgermeister beider Städte Horst Förther und Norbert Hein eröffnet. In über 30 Exponaten von Malerei und Zeichnung, Fotografie und Objektkunst stellten sich junge Geraer Künstler dem Nürnberger Publikum vor. Die Veranstaltung war den beiden Bürgermeistern Anlass, die guten Verbindungen zwischen beiden Städten zu resümieren und kommende gemeinsame Projekte zu besprechen. Das 20. Jubiläum der Freudschaft und Partnerschaft zwischen den Freiwilligen Feuerwehren in Gera und Nürnberg feierten die beiden Organisationen im Mai 2011 in Gera.

Anlässlich der 5. Höhler Biennale unter dem Motto „ UNTERwelt“ präsentierte die Nürnberger Künstlerin Tanja Hemm ihre Klanginstallation im Sommer 2011 in Gera. Filmemacher aus Nürnberg und Gera luden im September 2011 in Gera zur Premiere ein. „Von Albrecht Dürer zu Otto Dix… eine Zeitreise“ ist der Titel eines Videofilms, den Filmemacher aus Nürnberg und Gera im Rahmen der Städtefreundschaft zwischen Nürnberg und Gera gedreht haben. Die Idee zum Film wurde im Jahr 2010 in einer Talkrunde im Offenen Kanal Gera von Mitgliedern des Videoclub Nürnberg 50plus und den Geraer Film- und Videofreunden geboren. Bereits im Herbst 2010 begannen die Dreharbeiten in Nürnberg und wurden im April 2011 in Gera und Dresden fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei jugendliche Protagonisten, die in einer „Zeitreise“ ihre Städte durchwandern und dabei viel Wissenswertes über Otto Dix und Albrecht Dürer erfahren. Mit den Kunstexperten aus dem Germanischen Nationalmuseum, dem Albrecht-Dürer-Haus und dem Otto-Dix-Haus suchte das Filmteam nach möglichen künstlerischen Gemeinsamkeiten der beiden großen Söhne ihrer Städte.
Dürerstadt trifft Dixstadt - Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly besuchte auf Einladung seines Amtskollegen im September 2011 Gera. Die Begegnung diente der weiteren Vertiefung der bereits fest 23 Jahren währenden Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Ein wichtiges Thema in den Gesprächen der beiden Politiker war die Finanzausstattung der Kommunen, die durch sinkende Zuweisungen von Bund und Ländern sowie steigende Ausgaben immer prekärer wird. Zum Abschluss seiner Visite, einem Beispiel gelebter Städtepartnerschaft, trug sich Dr. Maly in Beisein von Dr. Vornehm im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Gera ein.

Der Geraer Fotograf Frank Rüdiger weilte im Mai 2012 als Hermann-Kesten-Stipendiat in Nürnberg. Gemeinsam mit 14 weiteren Journalisten, Autoren und Fotografen aus anderen Partnerstädten Nürnbergs spürte er insgesamt zwei Wochen dem Thema „Kunst“.

Im August 2012 präsentiert Geraer Künstler Hans Joachim Hirsch in Nürnberg in der Fotoausstellung „Gera“ seine Fotografien. Im Gegenzug findet eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Nürnberg vom August bis Oktober 2012 im Schlossareal Osterstein statt. Seit 14 Jahren beteiligt sich die Bäckerei & Konditorei Laudenbach GmbH & Co. am Christkindelsmarkt in Nürnberg und in Gera präsentieren Nürnberger Händler original Elisen-Lebkuchen und Glühwein auf dem Märchenweihnachtsmarkt.

Ein Ergebnis der städtepartnerschaftlichen Arbeit ist der attraktive Partnerschaftsgarten „Nürnberg“ im Geraer Hofwiesenpark. Roter Sandstein und die linearen Elemente symbolisieren die urbane Struktur der Stadt, pflanzlich dominieren Waldkiefer und Pflanzen der Sandheide aus der Region.


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