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Im Notfall gut versorgt

Teil 2: In der Ernst-Toller-Straße 14 werden Patienten auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten behandelt

Die ambulante medizinische Versorgung im Raum Gera, Bad Köstritz, Münchenbernsdorf, Ronneburg und Weida wird durch circa 250 Fachärzte unterschiedlicher Fachrichtungen sichergestellt. Die Ärztinnen und Ärzte arbeiten in eigenen Einzel- oder Gemeinschaftspraxen mit oder ohne angestellte Ärzte bzw. als angestellte Ärzte in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) verschiedener Krankenhausträger.

Die ambulante medizinische Versorgung erfolgt zum einen in den Zeiten der sogenannten Regelversorgung. Dabei handelt es sich - je nach Praxis - um die individuell festgelegten öffentlichen Sprechstundenzeiten von Montag bis Freitag. Außerhalb der Zeiten der Regelversorgung ist der Organisierte Notdienst zuständig. Dieser ist für Patienten mit plötzlichen gesundheitlichen Problemen eingerichtet, wenn die ärztliche Behandlung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann.

Am organisierten Notdienst beteiligen sich alle niedergelassenen Ärzte und auch alle angestellten Ärzte der Medizinischen Versorgungszentren. Zu Notdienstzeiten sind Sprechstunden für Erwachsene und Kinder sowie für Augenpatienten eingerichtet. Zudem gibt es einen mobilen Hausbesuchsdienst.

Die Erwachsenen- und die Kindersprechstunde werden in der Notdienstzentrale in der Ernst-Toller-Straße 14 durchgeführt. Die seit 2011 neu bezogenen großzügigen Räume lassen eine räumliche Trennung beider Sprechstunden zu. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn es um die Vorbeugung ansteckender Krankheiten geht.

Die Erwachsenensprechstunde wird durch versierte Schwestern des Pflegedienstes „Julia Rzegotta“ unterstützt. Neben dem routinemäßigen Sprechstundenbetrieb koordinieren sie Telefonanfragen, z. B. Anfragen zur diensthabenden Apotheke und des Augenärztlichen Dienstes, der wegen der speziellen Geräte den Notdienst in seiner eigenen Praxis durchführt. Außerdem koordinieren sie die Hausbesuche, die mitunter rasch und umsichtig mit den wichtigsten Informationen an die Leitstelle Gera zur Organisation des Rettungsdienstes weitergegeben werden müssen.

Der Hausbesuchsdienst unterliegt – im Gegensatz zum Rettungsdienst oder Notarzt - keinen Hilfsfristen. So kann es sein, dass bei entsprechendem Anforderungsaufkommen und weit voneinander liegenden Einsatzorten Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen.

Die Erfahrung zeigt aber auch, dass der Hausbesuchsdienst nicht nur von bettlägerigen oder schwer kranken Patienten in Anspruch genommen wird. Leider kommt es zu oft vor, dass der Hausbesuchsdienst wegen gesundheitlicher Bagatellen angefordert wird. Dass sich dies auf die Wartezeiten für wirklich dringliche Hausbesuche negativ niederschlägt, sollte jedem bewusst sein.

Sämtliche, im Notdienst anfallenden Kosten, werden paritätisch auf alle niedergelassenen und in den Medizinischen Versorgungszentren angestellten Ärztinnen und Ärzte aufgeteilt. Bund, Land oder Kommunen sind daran nicht beteiligt.


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