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Besucheransturm bei Wismut-Ausstellung

Am ersten Wochenende kamen 551 Gäste in Kunstsammlung

551 Besucher kamen am ersten Ausstellungswochenende zu der neueröffneten Schau „Sonnensucher! Die Kunstsammlung der Wismut – Eine Bestandsaufnahme“ in die Kunstsammlung Gera. Die Werke aus dem Fundus der Wismut werden dort bis zum 21. April präsentiert. Die gemeinsam von der Kunstsammlung Gera und dem Dresdener Institut für Kulturstudien e.V. organisierte Sonderausstellung stellt zirka 150 Arbeiten aus der Sammlung vor. Wir fragten Besucher, wie ihnen die Ausstellung gefällt und wo die Wismut-Kunst künftig ihr Domizil erhalten sollte.

Dr. Rausch Dr. Rudolph Rausch (Foto: Lars Werner) Aus Leipzig zur Ausstellung angereist ist Dr. Rudolph Rausch. Als Kunstliebhaber besuchte er schon einige Ausstellungen in Gera und behält die Kunstszene der Stadt immer im Auge. „Auf die Wismut-Ausstellung wurde ich durch das Fernsehen aufmerksam. Mich interessiert dabei die historische Dimension der Wismut-Kunst, die ich bis zum heutigen Tag noch nicht gesehen habe. Die DDR-Kunst eines Unternehmens muss sich nicht verstecken und deshalb sollte diese auch für alle zugänglich sein. Wo der beste Ort dafür ist, kann ich nicht sagen, aber Gera würde es sicherlich gut stehen“, meint er.


Richard Block Richard Block (Foto: Lars Werner) Über 38 Jahre arbeitete der Geraer Richard Block bei der Wismut. „Für mich war es schon deshalb eine große Freude, die Ausstellung zu besuchen, da ich mich auch heute noch mit dem damaligen Unternehmen identifiziere. Mich freut auch der Name der Ausstellung, da ich für den Dreh des gleichnamigen Filmes ‚Sonnensucher‘ an den Kulissen mitgebaut habe. Einige Bilder und auch einige Personen auf den Bildern kenne ich persönlich und kann zu jedem Einzelnen mindestens auch ein persönliches Erlebnis erzählen“, sagt Richard Block. „Für Gera wäre es gut, wenn die gesamte Sammlung hier ihren Platz finden würde. Nicht nur, dass es hier noch viele Ehemalige gibt, die mit Sicherheit häufiger in die verschiedenen Ausstellungen kommen würden, auch der Stadt würde eine Dauerausstellung der Wismut gut tun und viele Besucher in die Stadt locken.“


Dagmar Preißler Dagmar Preißler (Foto: Lars Werner) Aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt ist Dagmar Preißler mit ihrem Mann angereist. „Wir sind erstmals in Gera und sind von der Ausstellung und von der Stadt begeistert. Mein Mann war zu DDR-Zeiten in Pirna bei der Wismut angestellt und wurde mit anderen auf einem der Gemälde verewigt. Zwar wird gerade dieses nicht ausgestellt, aber trotzdem gefällt mir die gesammelte Kunst sehr gut“, ist ihre Meinung. „Diese müsste der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden. Schließlich ist sie Geschichte der DDR-Bürger und die sollte man nicht wegschließen. Aufgrund der Größe der Sammlung wäre ich dafür, dass man diese eventuell auf mehrere Museen in der Region aufteilt. Gleich, wie es ausgeht, ich werde nicht das letzte Mal in Gera sein, um mir Stadt und Kunst anzusehen.“
Umfrage: Lars Werner