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Roben - Ein Ortsteil mit Tradition

Roben Der Geraer Ortsteil besteht aus den Orten Roben, Rusitz und Steinbrücken und erstreckt sich über 1182 Hektar. (Ursula Perlet) Roben wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt – Vereine gestalten vielfältiges Dorfleben

Der Ortsteil Roben, bestehend aus den drei Dörfern Roben, Rusitz und Steinbrücken, liegt auf einer Hochebene im Nordwesten des Stadtgebietes. Roben selbst wurde im Jahr 1146 im Namen des Edlen Sigibert von Robin erstmals erwähnt. Dieser lebte zweifellos auf der nur noch als Wallanlage erhaltenen Burg neben der Kirche. Steinbrücken wurde erstmals 1366 erwähnt und war erkennbar seit dem 16. Jahrhundert bis 1945 durch das Gut geprägt, das namhaften Familien gehörte. Neben den weiterhin existenten Bauernhöfen entstanden wohl seit dem 18. Jahrhundert diverse Kleinhäuser für Dorfhandwerker auf Gutsgrundstücken. Rusitz bestand wohl auch bereits im 12. Jahrhundert, wurde aber erst 1533 erwähnt. Bis zur Wende war es das kleinste Dorf des Pfarr- und Schulbezirks sowie des heutigen Ortsteils und geprägt durch seine zumeist großen Bauernhöfe.

Gegenwärtig zählen alle drei Dörfer zusammen über 750 Anwohner; sind etwa ein bis eineinhalb Kilometer voneinander entfernt und durch eine Buslinie miteinander, mit dem Ortsteil Aga und nach Gera hin verbunden. Ein eigens gegründeter Förderverein zur Erhaltung der örtlichen historischen Bauten und Denkmäler hat sich für die Sanierung der gemeinsamen Kirche eingesetzt. Hier gelang es nach der Wende, im Zusammenwirken mit der Kirchgemeinde Roben, der Evangelisch-Lutherischen Pfarrei Roben, dem Kreiskirchenamt Gera sowie der Stadtverwaltung Gera, die dringend notwendigen Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen zu initiieren, letztlich einzuleiten und trotz aller Widrigkeiten für dieses Bauvorhaben eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen. Die Renovierungsarbeiten sind nunmehr fast abgeschlossen. Der Förderverein vermochte es außerdem, dank einer großzügigen Spende einer ehemaligen Robener Familie, den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ein namentliches Mahnmal neben den bisherigen Gedenksteinen der Gefallenen beider Weltkriege zu setzen. Ein analoges Vorhaben wurde ebenfalls auf Spendenbasis 2008 in Steinbrücken realisiert.

Das kulturelle Leben in den drei Dörfern wird insbesondere durch die ortsansässigen Vereine und deren Aktivitäten und Feste geprägt. Hier sind für Steinbrücken vor allem die Freiwillige Feuerwehr und der Feuerwehrverein zu nennen, die das alljährliche Maibaumsetzen und das Parkfest organisieren. Weiterhin hat der Feuerwehrverein 2005 ein Vereinshaus mit eigenen Mitteln errichtet. Die Volkssolidarität betreibt in Steinbrücken nicht nur die Kindereinrichtung „Schlumpfhausen", die im Jahr 2013 mit einem Neubau erweitert werden konnte, sondern bietet in diesen Räumlichkeiten auch Möglichkeiten sportlicher Betätigung. In Roben selbst besteht neben dem genannten Förderverein ein Dorf- und Feuerwehrverein. Letzterer veranstaltet wiederum das alljährliche Maibaumsetzen und ein Straßenfest am 3. Oktober. Im Jahr 1996 konnte Roben das Fest der 850-jährigen Ersterwähnung begehen. Zu dieser Gelegenheit erschienen erstmals seit 1902 wieder zwei Ortschroniken, eine chronologische Auflistung durch das Stadtarchiv Gera und eine umfassendere sachbezogene in Buchform durch den Einwohner Udo Hagner (850 Jahre Roben – Chronik der Gemeinde, Gera 1996), welche auch überregional Aufmerksamkeit fand. In Rusitz hat sich seit 1996 ein alljährliches Dorffest etabliert, das ursprünglich unter dem Motto stand „Alt-Rusitz trifft Neu-Rusitz“ und was dem Kennenlernen der Einwohner beider Wohngebiete diente. Heute hat sich dafür der Ortsverein Gera-Rusitz etabliert.


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