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Die Rettungsstelle des SRH Wald-Klinikums stellt sich vor

Teil 4 der Gesundheitsserie: Von Schlangenbiss bis Herzversagen

Die Mitarbeiter der Rettungsstelle der SRH Wald-Klinikum Gera GmbH versorgen im Jahr mehr als 34.000 Patienten. Die Zugänge in die Rettungsstelle sind ungefähr gedrittelt: Patienten, die sich selbst vorstellen, Einweisungen durch Hausärzte in die Rettungsstelle und die Einweisung durch die Rettungsdienste.
Das Versorgungsspektrum ist weit gefächert und reicht von der Behandlung von Schlangenbissen (Antiseren gegen Gifte der europäischen Giftschlangen vor werden immer vorgehalten), über Prellungen und Knochenbrüche, Unterkühlung und Verbrennungen, Versorgung von Schlaganfällen und Herzversagen bis hin zur Überwachung des Ausschlafens eines Vollrausches. Das Altersspektrum reicht vom Säugling bis hin zu Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter.
Die Rettungsstelle wird kontinuierlich von einem Facharzt für Anästhesiologie betreut, welcher für die Erkennung und Behandlung lebensbedrohender Erkrankungen besonders gut geeignet und in der Notfallmedizin erfahren ist. Darüber hinaus sind ein Unfallchirurg und ein Internist ständig in der Rettungsstelle tätig.
Die Pflegefachkräfte der Rettungsstelle sind sehr gut ausgebildet. Sie können bei kleinen Operationen assistieren, Gipse anlegen und sind natürlich wichtige Helfer des Arztes bei der Behandlung Schwerstkranker, beispielsweise sind sie auch im Reanimationsteam für das Krankenhaus.
Um schnellstmöglich mit der Behandlung zu beginnen und eine hohe Sicherheit für die Patienten zu erreichen, steht eine große Palette an diagnostischen Verfahren in unmittelbarer Nähe der Rettungsstelle zur Verfügung und wird symptombezogen eingesetzt, von der Computertomografie (CT), Angiografie bis hin zum Magnetresonanztomographen (MRT).
Naturgemäß lässt sich die Notfallbehandlung nicht planen, wie beispielsweise eine gut geführte Hausarztpraxis mit Bestellsystem. Zudem ist der Aufwand, der im Interesse der Patienten betrieben werden muss, deutlich höher als in einer Hausarztpraxis. Die Behandlung erfolgt aber immer entsprechend der Schwere der Erkrankung. Patienten mit Einschränkung lebenswichtiger Funktionen werden daher zwingend vorrangig behandelt.
Untersuchungen können zeitaufwendig sein. Erklärt sei an dieser Stelle das Beispiel Atemnot. Ursache dafür können Herzerkrankungen, Infektionen, Unfälle oder auch eine Lungenembolie sein. Die Untersuchungen müssen dann in der Rettungsstelle soweit durchgeführt werden, dass eine klare Diagnose gefunden, die Therapie begonnen und vor allem entschieden werden kann, ob der Patient auf der Normalstation oder auf einer der Intensivstationen aufgenommen werden muss.
In den letzten Jahren ist die Rettungsstelle des SRH Wald-Klinikums Gera an die räumlichen Grenzen gestoßen. Ein Grund liegt darin, dass jedes Jahr 3 bis 4 Prozent mehr Patienten behandelt werden müssen. Es handelt sich dabei um einen Zuwachs, welcher bundesweit in allen Notaufnahmen zu verzeichnen ist. Das Wald-Klinikum stellt sich dieser Herausforderung und wird im kommenden Jahr investieren und die Kapazität der Rettungsstelle verdoppeln.


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