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    Greizer Straße 37
    07545 Gera
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    Öffnungszeiten
    Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr

„Der geduldige Blick“

Neue Sonderausstellung mit Fotografien von Thomas Kläber vom 12. März bis 1. Juni im Museum für Angewandte Kunst Gera


Unter dem Titel „Der geduldige Blick“ sind bis zum 1. Juni 150 Fotos des Künstlers Thomas Kläber im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. Unter dem Titel „Der geduldige Blick“ wurde am 10. März im Museum für Angewandte Kunst eine neue Sonderausstellung mit Fotografien von Thomas Kläber eröffnet. Damit widmet sich das Museum nach dem Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie erneut dem Medium der Fotografie und präsentiert eine weitere Facette künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Besucher erwartet eine spannende, nach Themenkomplexen gegliederte Ausstellung mit zirka 150 fotografischen Bildern. Die technisch brillanten Arbeiten sind zwischen 1980 und 2013 entstanden und zeigen Kläbers Vielseitigkeit und fotografisch-handwerkliches Können. Mit unterschiedlichen Mitteln und Techniken gibt er dabei seinen künstlerischen Intentionen Raum.

Der 1955 in Beyern/Brandenburg geborene und heute in der Nähe von Cottbus lebende Fotograf Thomas Kläber erhielt sein fotografisches Rüstzeug an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, an der er von 1976 bis 1981 studierte. Seit den 1980er Jahren fotografiert Thomas Kläber Porträts, Landschaften, gesellschaftlich bedingte Erscheinungen und befasste sich lange vor dem Studium der Fotografie mit dem Spannungsverhältnis von Mensch, Natur und Architektur. Seine Porträtaufnahmen vermitteln eine hohe psychologische Wirksamkeit, bei denen Individualität und verallgemeinernde Bildauffassung zur Übereinstimmung finden. Sie lassen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. Das ländliche Dasein findet bei Thomas Kläber besonderes fotografisches Interesse. Dabei geht es ihm um gesellschaftliche Zustandsschilderungen, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, das Zusammenleben und den Alltag.

Ein weiteres wichtiges Thema seines Schaffens sind Darstellungen der durch den Braunkohlebergbau verwüsteten Landschaft der Niederlausitz und ihre allmähliche Genesung. Was diese Bilder von der zerstörten Natur auszeichnet, ist das Zusammenspiel von Dokumentation und gestalterischer Kraft, von verantwortungsvoller, suggestiver Bildgestaltung und unprätentiöser Darstellung. Neben ihrer fotografischen Qualität sind die zyklisch angelegten Bildserien geeignet, Erkenntnisse über Umwelt und Gesellschaft mitzuteilen und im Betrachter kritisches Bewusstsein für unser Handeln zu wecken. *) Abstrakt oder lyrisch verklärt zeigen die Fotografien aus dem Zyklus „Landschichten“ eine andere Sicht auf die Wirklichkeit, während in einer weiteren Serie scheinbar belanglose Motive zu Fundstücken werden, die Spielraum für die Assoziationen lassen.*) „Momente und Motive mit grafischer Spannung interessant auf die Fläche zu bekommen, sind meine Zielvorgaben á la Cartier-Bresson.“ umschreibt Thomas Kläber seine eigene Intention. *)

Die Exposition entstand in Kooperation mit dem Förderverein „Freunde des Ferberschen Hauses“ e.V. sowie durch das maßgebliche bürgerschaftliche Engagement von Diplombiologin Regina Scheler, die als Inhaberin der Praxis für Zytodiagnostik und aktives Vereinsmitglied die finanziellen Mittel für die Realisierung zur Verfügung stellte. Aber auch der Künstler selbst, seine Familie und Freunde unterstützten das Projekt mit Sachleistungen. Der Dank gebührt auch den Mitgliedern des Fördervereines für ihr ehrenamtliches Engagement im Zusammenhang mit der Öffnung des Hauses und bei der Durchführung von Veranstaltungen. Ohne die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit wäre die Realisierung des Projektes nicht möglich gewesen.

Die Ausstellung ist bis zum 1. Juni 2014 im Museum für Angewandte Kunst Gera (Greizer Straße 37, 07545 Gera), Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen, 12 bis 17 Uhr, zu sehen und wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

*) Textquellen: Ausstellungstexte von Herbert Schirmer und Thomas Kläber


Veröffentlichung: 11.03.2014