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Liebschwitz: Geras südlicher Ortsteil

Zwischen Wipsetal, Zoitzberg und Weißer Elster

Liebschwitz war ein eigenständiger Ort und wurde 1950 in die Stadt Gera eingemeindet. Der südlich gelegene Ortsteil wurde im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt und konnte im Jahr 2009 sein 800-jähriges Bestehen feiern. Das nahmen die Verantwortlichen zur Grundlage, um eine große Feier auszurichten. Der Ort blühte in der Festwoche in bislang nicht da gewesenem Ausmaß auf. Alle Bewohner schmückten ihre Häuser und Vorgärten bunt, sehr ideenreich und mit viel Liebe zum Detail. Liebschwitz zählte am Tag des Festumzuges mehr als 3000 Besucher. Die Stimmung wurde in einem Video und zahlreichen Fotos festgehalten.

Das kulturelle Leben wird maßgeblich vom Feuerwehrverein bestimmt, der auch das jährliche Maibaumsetzen mit Umzug und großem Volksfest organisiert und ausrichtet. Weiterhin gibt es drei Kleingartenvereine und einen Kaninchenzüchterverein. Ein Schwerpunkt ist auch die Unterstützung des Ortschronisten, der eine über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Heimatstube aufgebaut hat. Touristisch ist die Umgebung von Liebschwitz sehr gut erschlossen. So führt der Thüringenwanderweg über den Gipfel des Zoitzberges und unmittelbar durch den Ortsteil. Von der Zoitzbergschutzhütte kann der Wanderer dabei einen Blick über das gesamte südliche Elstertal genießen. Außerdem sind frühgeschichtliche Funde auf dem Zoitzberg mit entsprechenden Ausgrabungsstätten und der geologische Aufschluss am Berg erhaltenswerte Boden- und Naturdenkmale.

Ortsbestimmend ist heute der Platz mit der 1677 neu errichteten Kirche, dem Gebäudekomplex der Schmiede und dem unweit davon gelegenen ehemaligen Pfarramt sowie der Obermühle. Der ehemals vorhandene große Dorfteich, der maßgeblich das Ortsbild prägte, wurde 1963 durch die Wismut verfüllt. Im Jahr 1994 ergab sich die Möglichkeit, einen eigenen Ortschaftsrat zu wählen. Die Vorbereitungen dazu übernahmen aktive Bürger in einer Initiativgruppe. Seitdem nimmt dieser mit seinen acht Mitgliedern und dem Ortsteilbürgermeister eine beratende und zum Teil auch mitentscheidende Funktion als ein Organ der Stadt Gera ein. So entstand für die jüngsten Liebschwitzer im Jahre 1997 der neue Kindergarten „Wipsenzwerge“, in dem sich auch das Büro des Ortsteilbürgermeisters befindet. Unweit davon ist die Turnhalle mit den Sportplätzen, wo die aktiven Sportler der Abteilungen Tischtennis, Schach und Fußball des Sportvereines 1861 Liebschwitz und auch andere Vereine trainieren und Wettkämpfe austragen. Aber auch für den Schulsport werden Halle und Sportplatz genutzt. Der Neubau des Sozialtraktes am Sportplatz wurde im Jahr 2002 durchgeführt. Dabei verpflichtete sich der Ortsteilrat, die Hälfte der Kosten durch freiwillige Leistungen von Sportlern und aktiven Bürgern abzusichern. So wurden für den Bau über 3500 Stunden geleistet. Stark gemacht hat sich der Ortsteilrat auch für den neuen Feuerwehrstandort in der Zwickauer Straße. Im Oktober 2004 konnten, nachdem die Kameraden weit über 1800 Stunden freiwillige Arbeit geleistet hatten, die Schlüssel in einem Festakt von der Finanzministerin Birgit Diezel übergeben werden. Weiterhin fanden in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Sanierungsarbeiten statt, Neues wurde gebaut und auch für die kommenden Jahre plant die Gemeinde weiterhin Aus- und Umbauten zur Verschönerung des Ortsteiles und zur weiteren Verbesserung des Standortes.

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