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Ein oft unbeachtetes Organ - „Tag der Bauchspeicheldrüse“ am 6. Mai im Geraer Comma

Unsere Bauchspeicheldrüse (Pankreas) wird, solange sie gut funktioniert, kaum wahrgenommen. Selbst wenn sie ihre Tätigkeit einschränkt oder erkrankt, wird dies anfangs kaum bemerkt. Dies ist für Patienten und Ärzte ein Problem, weil selbst ernsthafte Erkrankungen spät erkannt werden. Dabei spielt die Bauchspeicheldrüse eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel.

Ihre Erkrankung kann starke, aber auch minimale Schmerzen verursachen. Gutartige Entzündungen des Pankreas sind oft schmerzhafter als bösartige Tumore. Eine chronische Pankreatitis schreitet schleichend voran und verursacht dabei bleibende Schäden. Dagegen kann die akute Pankreatitis sehr schmerzhaft und lebensbedrohlich sein. Die Auslöser von Entzündungen der Bauchspeicheldrüse sind vielfältig. Hierbei können z.B. Gallensteine, Alkoholmissbrauch, Medikamente, Trauma, Infektionen oder erbliche Veranlagung eine Rolle spielen.

Am Bauchspeicheldrüsenkrebs ist problematisch, dass er anfangs kaum Beschwerden verursacht und daher oft spät diagnostiziert wird. Der entscheidende prognostische Faktor für eine Therapie sei daher der erstbehandelnde Arzt, der nicht nur bei einer Gelbfärbung von Haut und Augen, sondern vor allem bei unspezifischen Beschwerden wie unklare Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme, Rückenschmerzen oder einem neu aufgetretenen Diabetes das Pankreaskarzinom als in Frage kommende Ursache einbeziehen und durch eine gezielte Diagnostik ausschließen oder sichern sollte.

Von einer frühzeitigen Diagnose profitierten Patienten mit gutartigen und bösartigen Leiden. Geübte Experten können bereits mit Ultraschalluntersuchungen Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse wahrnehmen, die sonst CT oder MRT erfordern. Auch Bauchspeicheldrüsen-Patienten profitieren vom medizinischen Fortschritt. Selbst nach teilweiser oder vollständiger Organentfernung kann mit eingeschränkter und disziplinierter Lebensweise ein relativ normales Leben geführt werden.

Unter fachlicher Anleitung und kooperativer Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern kann zum Wohl der Patienten viel geleistet werden. Dabei spielen Organzentren eine immer größere Rolle. Das SRH Wald-Klinikum Gera verfügt über ein solches von der Deutschen Krebs¬gesellschaft zertifiziertes Pankreaskarzinomzentrum, welches die strengen Qualitäts¬anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft für die Behandlung von Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs erfüllt. Es ist damit das derzeitig einzige in Thüringen und das zweite Mitteldeutschlands.

Zum „2. Tag der Bauchspeicheldrüse“ am 6. Mai zwischen 14 und 18 Uhr im Geraer „Clubzentrum Comma“ gehören die Zentrumsleiter und Chefärzte Prof. Dr. med. Thomas Manger und Prof. Dr. med. Uwe Will zu den Fachreferenten. Veranstalter sind die Selbsthilfeorganisation Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. (AdP) zusammen mit dem SRH Wald-Klinikum Gera.



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