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20 Kilometer langer Lutherwegabschnitt Gera entsteht


Am Fuchsturm im Stadtwald führt der Lutherweg entlang. Hier trafen sich zum offiziellen Start der Markierungs- und Instandhaltungsarbeiten die „Wege-Partner“, vertreten durch (v.l.): Roland Geipel für den Ökumenischen Kirchbauverein Gera; Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Gera; Heinrich-Dieter Hischer; Christine Morgenstern; Wolfgang Richter, ebenso Kirchbauverein; Ralf Hujer, Sibylle Menz und Angelika Reuter von der Initiative Handicap; Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt; Enrico Vogel, Geschäftsführer Jobcenter Gera und Roswitha Schmeller, Geschäftsführerin der OTEGAU GmbH. Das markante Lutherweg-„L“ stellt Heinrich-Dieter Hischer vor, von dem es rund 750 in Gera zur Markierung geben wird. (Foto: Stadtverwaltung Gera/Catrin Heinrich) Stadtwaldbrücken-Förderverein kooperiert mit den Partnern der „Grünwerkstatt Stadtwald“ und schließt Geraer Lutherweg-Abschnitt an den in Thüringen ca. 1000 km langen mitteldeutschen Wander- und Pilgerweg an

Wanderer und Pilger lädt ab Herbst 2015 der rund 20 Kilometer lange „Lutherweg“ in Gera ein. Bis zum Reformationstag am 31. Oktober 2015 legt der Stadtwaldbrücken-Förderverein Gera e.V. quer durch die Stadt den „Lutherweg - Abschnitt Gera“ an. Dieser ist Teil des mitteldeutschen Lutherwegs, der Wirkungsstätten von Martin Luther und der Reformation in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Randbereichen von Bayern und Hessen verbindet. Er entsteht anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation und der Lutherdekade 2008 – 2017. Mit dem Geraer Abschnitt schließt sich eine der letzten in Thüringen noch bestehenden Wege-Lücken und Gera steht in Verbindung zu den Stätten der Reformation und zum überregionalen Tourismusmarketing. Die Lutherweg-Gesellschaft als Träger des Lutherwegs will überregional Pilger- und Wanderangebote initiieren.

Der Geraer Lutherweg entsteht auf bereits vorhandenen Straßen, Wander- und Fußwegen. Er verläuft von Liebschwitz über Alt-Taubenpreskeln und Zwötzen bis in den Stadtwald zwischen Debschwitz und Untermhaus entlang der Achse Fuchsturm – Schloss Osterstein, weiter durch das Stadtzentrum bis zur Lutherlinde und zum Ferberturm, weiter über Collis ins Gessental an die Grenze zu Ronneburg. Rund 750 der markanten Lutherweg-„L’s“ weisen den Weg künftig durchgängig aus. Großformatige Informationstafeln erklären Stätten und Ereignisse der Reformationszeit. Für diese Arbeiten erhielt der Stadtwaldbrücken-Förderverein rund 35 T€ Fördermittel vom Freistaat Thüringen. Der Ökumenische Kirchbauverein Gera e.V. unterstützt die Gestaltung des Lutherwegs unter anderem mit einem eigenen Projekt zur zusätzlichen Beschilderung an Kirchen. Für die Markierungs- und Instandhaltungsarbeiten entstand ein Projekt der OTEGAU GmbH. Das Projektteam arbeitet seit Anfang Mai.

Der Verein Stadtwaldbrücken arbeitet für den Lutherweg eng zusammen mit der Stadtverwaltung Gera, der OTEGAU und dem Jobcenter Gera. Gemeinsam bereiteten sie in der seit Frühjahr 2014 installierten „Grünwerkstatt Stadtwald“ Verschönerungen im Stadtwald vor. „Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass er sich für den Lutherweg so engagiert. Nur so können Fördermittel abgerufen werden, um den Weg in guter Qualität anzulegen“, so Ramon Miller, Dezernent Bau und Umwelt der Stadt Gera. Vereinsvorsitzender Heinrich-Dieter Hischer organisierte mit seinem Verein bereits vor einigen Jahren den Neubau der Stadtwaldbrücke. Für ihn kein Neuland, ein Gemeinwohl-Projekt zu stemmen: „Wir als Bürgerverein helfen unserer Stadt gern. Mit dem Lutherweg sind wir künftig an einen weiteren überregionalen touristischen Weg angeschlossen und machen auf die Reformation auch in Gera und auf Posthumus‘ Wirken aufmerksam. Das wiederum bildet wichtige Grundlagen für unsere weiteren Bemühungen zur Erhöhung der touristischen Attraktivität unseres einzigartigen Stadtwaldes“, so Hischer.
Zu den Kooperationspartnern des Vereins gehört auch die Initiative Handicap in Gera. Mitglieder der Initiative und Geras Behindertenbeauftragte testeten den Weg, um daraus abzuleiten, an welchen Stellen für Barrierearmut oder -freiheit Instandhaltungen nötig sind beziehungsweise an welchen Abschnitten Umleitungen ausgewiesen werden müssen.
Karte vom Lutherwegverlauf

Lutherweg-Logo

Veröffentlichung: 21.05.2015