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20 Kilometer langer Lutherwegabschnitt Gera entsteht (21. Mai 2015)

Am Fuchsturm im Stadtwald führt der Lutherweg entlang. Hier trafen sich zum offiziellen Start der Markierungs- und Instandhaltungsarbeiten die „Wege-Partner“, vertreten durch (v.l.): Roland Geipel für den Ökumenischen Kirchbauverein Gera; Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Gera; Heinrich-Dieter Hischer; Christine Morgenstern; Wolfgang Richter, ebenso Kirchbauverein; Ralf Hujer, Sibylle Menz und Angelika Reuter von der Initiative Handicap; Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt; Enrico Vogel, Geschäftsführer Jobcenter Gera und Roswitha Schmeller, Geschäftsführerin der OTEGAU GmbH. Das markante Lutherweg-„L“ stellt Heinrich-Dieter Hischer vor, von dem es rund 750 in Gera zur Markierung geben wird. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Stadtwaldbrücken-Förderverein kooperiert mit den Partnern der „Grünwerkstatt Stadtwald“ und schließt Geraer Lutherweg-Abschnitt an den in Thüringen ca. 1000 km langen mitteldeutschen Wander- und Pilgerweg an

Wanderer und Pilger lädt ab Herbst 2015 der rund 20 Kilometer lange „Lutherweg“ in Gera ein. Bis zum Reformationstag am 31. Oktober 2015 legt der Stadtwaldbrücken-Förderverein Gera e.V. quer durch die Stadt den „Lutherweg - Abschnitt Gera“ an. Dieser ist Teil des mitteldeutschen Lutherwegs, der Wirkungsstätten von Martin Luther und der Reformation in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Randbereichen von Bayern und Hessen verbindet. Er entsteht anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation und der Lutherdekade 2008 – 2017. Mit dem Geraer Abschnitt schließt sich eine der letzten in Thüringen noch bestehenden Wege-Lücken und Gera steht in Verbindung zu den Stätten der Reformation und zum überregionalen Tourismusmarketing. Die Lutherweg-Gesellschaft als Träger des Lutherwegs will überregional Pilger- und Wanderangebote initiieren.

Der Geraer Lutherweg entsteht auf bereits vorhandenen Straßen, Wander- und Fußwegen. Er verläuft von Liebschwitz über Alt-Taubenpreskeln und Zwötzen bis in den Stadtwald zwischen Debschwitz und Untermhaus entlang der Achse Fuchsturm – Schloss Osterstein, weiter durch das Stadtzentrum bis zur Lutherlinde und zum Ferberturm, weiter über Collis ins Gessental an die Grenze zu Ronneburg. Rund 750 der markanten Lutherweg-„L’s“ weisen den Weg künftig durchgängig aus. Großformatige Informationstafeln erklären Stätten und Ereignisse der Reformationszeit. Für diese Arbeiten erhielt der Stadtwaldbrücken-Förderverein rund 35 T€ Fördermittel vom Freistaat Thüringen. Der Ökumenische Kirchbauverein Gera e.V. unterstützt die Gestaltung des Lutherwegs unter anderem mit einem eigenen Projekt zur zusätzlichen Beschilderung an Kirchen. Für die Markierungs- und Instandhaltungsarbeiten entstand ein Projekt der OTEGAU GmbH. Das Projektteam arbeitet seit Anfang Mai.

Der Verein Stadtwaldbrücken arbeitet für den Lutherweg eng zusammen mit der Stadtverwaltung Gera, der OTEGAU und dem Jobcenter Gera. Gemeinsam bereiteten sie in der seit Frühjahr 2014 installierten „Grünwerkstatt Stadtwald“ Verschönerungen im Stadtwald vor. „Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass er sich für den Lutherweg so engagiert. Nur so können Fördermittel abgerufen werden, um den Weg in guter Qualität anzulegen“, so Ramon Miller, Dezernent Bau und Umwelt der Stadt Gera. Vereinsvorsitzender Heinrich-Dieter Hischer organisierte mit seinem Verein bereits vor einigen Jahren den Neubau der Stadtwaldbrücke. Für ihn kein Neuland, ein Gemeinwohl-Projekt zu stemmen: „Wir als Bürgerverein helfen unserer Stadt gern. Mit dem Lutherweg sind wir künftig an einen weiteren überregionalen touristischen Weg angeschlossen und machen auf die Reformation auch in Gera und auf Posthumus‘ Wirken aufmerksam. Das wiederum bildet wichtige Grundlagen für unsere weiteren Bemühungen zur Erhöhung der touristischen Attraktivität unseres einzigartigen Stadtwaldes“, so Hischer.

Zu den Kooperationspartnern des Vereins gehört auch die Initiative Handicap in Gera. Mitglieder der Initiative und Geras Behindertenbeauftragte testeten den Weg, um daraus abzuleiten, an welchen Stellen für Barrierearmut oder -freiheit Instandhaltungen nötig sind beziehungsweise an welchen Abschnitten Umleitungen ausgewiesen werden müssen.
(alle Fotos der Seite: Stadt Gera/Catrin Heinrich)
WEITERE FOTOS VOM VOR-ORT-TERMIN AM FUCHSTURM


OTZ-Lokalchefin Sylvia Eigenrauch (2.v.r.) hinterfragte zum Vor-Ort-Termin das Herangehen an das Anlegen des Geraer Lutherweg-Abschnitts.
Sie unterstützen die Verschönerungen im Stadtwald und freuen sich über den Start der Umsetzung: Enrico Vogel und Roswitha Schmeller.
Seit Anfang Mai sind sie für den künftigen Abschnitt Lutherweg in Aktion (v.r.): Dagmar Klecker, Sergey Bechterew, André Fomakin und Michael Zumpe als Anleiter für den grünen Bereich in der OTEGAU für den Lutherweg.
Bis zum 31. Oktober 2015, dem Reformationstag, soll der Wegeabschnitt fertig markiert sein und der Lutherwegabschnitt Gera viele Geraer und Gäste einladen. An ausgewählten Tagen kann der Fuchsturm bestiegen werden, der eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt zulässt. Heinrich-Dieter Hischer hier auf dem Turm, an dem der Lutherweg entlangführen wird.
Der Verlauf des Geraer Lutherweg-Abschnitts stark vereinfacht dargestellt. Unter den "Downloads" links zeigt eine weitere Karte mehr Details zum Verlauf.
Rund 750 der markanten Lutherweg-"L" werden den Geraer Abschnitt markieren.
FOTOS VON EINER ORTSBEGEHUNG IM STADTWALD ENTLANG DES KÜNFTIGEN LUTHERWEGS

Zur Begehung im Stadtwald legten sie Details für die Arbeiten fest (v.l.): Heinrich-Dieter Hischer, Konrad Nickschick (Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Gera), Karsten Höhle (Grünplaner im Fachdienst Stadtenwicklung der Stadt Gera), Matthias Mittenzwey (Fachdienstleiter Stadtgrün), Dezernent Ramon Miller, Enrico Vogel (Geschäftsführer Jobcenter Gera), Michael Zumpe (Anleiter grüner Bereich der OTEGAU für den Lutherweg).
Auch am Bismarckstein kommen künftige Lutherweg-Wanderer und -Pilger vorbei.
Hier geht es hinein in den Stadtwald und entlang des Lutherweges aus der Arminiusstraße kommend in Richtung Fuchsturm.
Heinrich-Dieter Hischer und Konrad Nickschick am Liebe-Denkmal. Der Lutherweg führt hier entlang.
Weiter geht es über die Waldhausbrücke, die dank der Initiative des Stadtwaldbrücken Fördervereins wieder neu aufgebaut wurde.

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