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    Kfz-Zulassungsbehörde
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    Fon: 0365 838-2450
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E-Kennzeichen

Elektromobilitätsgesetz


Mit dem Inkrafttreten des Elektromobilitätsgesetzes – EmoG (Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge) und der entsprechenden Änderung der Fahrzeugzulassungs-Verordnung durch die Fünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften, am 26. September 2015, erhalten Fahrzeuge der nachfolgend genannten Fahrzeugklassen, die über einen Elektroantrieb verfügen (auch in Kombination mit anderen Antriebsarten – Hybridantriebe sowie reine Brennstoffzellenfahrzeuge), ein E-Kennzeichen. Neben der Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer, können damit weitere Bevorrechtigungen im Straßenverkehr genutzt werden. Das Elektromobilitätsgesetz tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2026 wieder außer Kraft.

Mögliche Fahrzeugklassen:

- M1 - Personenkraftwagen
- N1 - leichte Nutzfahrzeuge, bis 3500 kg zGG
- N2 (begrenzt) - Nutzfahrzeuge jedoch begrenzt auf solche bis 4250 kg zGG, die mit PKW-Führerschein Klasse B und darin eingetragener Schlüsselziffer 96 gefahren werden können, lt. § 6a Abs. 1 FeV
- L3e, L4e - zweirädrige Kfz > 45 km/h ohne und mit Beiwagen
- L5e - dreirädrige Kfz > 45 km/h
- L7e, leichte vierrädrige Kfz 400 – 550 kg zGG (z.B. entspr. Quads)


Mögliche elektrische Antriebe:

- reines Batterieelektrofahrzeug, mindestens von außen aufladbar, mit Elektromotor(en)

- Hybridelektrofahrzeug, mit mindestens zwei Antriebsarten, davon eine mit Elektromotor(en) dessen Energiespeicher mindestens von außen aufladbar ist (Plug-In). Den anderen Antriebsarten liegen verschiedene Kraftstoffe bzw. Verbrennungstechniken zugrunde. Der CO2 (Kohlendioxyd) -Ausstoß darf höchstens 50 mg/km oder die Reichweite, unter ausschließlicher Verwendung des Elektroantriebes, muss mindestens 30 km, bzw. ab 01 Januar 2018 mindestens 40 km betragen.

- reines Brennstoffzellenfahrzeug, mit Elektromotor(en)

Mögliche örtlich eingerichtete Bevorrechtigungen im Straßenverkehr:

- besondere Parkplätze – entsprechend gekennzeichnet
- Nutzung von besonderen Straßen oder Wegen (z.B. Busspur) – entsprechend gekennzeichnet
- Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen oder Durchfahrtsverboten – entsprechend gekennzeichnet
- verminderte Parkgebühren


Eine Feinstaubplakette ist erforderlich:

Auch Elektrofahrzeuge, die ein E-Kennzeichen führen, benötigen zur Einfahrt in eine Umweltzone eine Feinstaubplakette, da diese Fahrzeuggruppe bisher nicht als Ausnahme in der Anlage 3 der Fünfunddreißigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung - 35. BImSchV) aufgeführt ist. Zugeteilt wir grundsätzlich die grüne Feinstaubplakette.

Gestaltung des Kennzeichens sowie der E-Plakette für ausländische Fahrzeuge:

In die Fahrzeugzulassungs-Verordnung wurde § 9a eingefügt, der lt. der Übergangsvorschrift im § 50 (10) mit Ablauf des 31. Dezember 2026 nicht mehr anzuwenden ist und die Gestaltung des Kennzeichens beschreibt. Am Ende der Buchstaben-Ziffern-Kombination wird ein „E“ hinzugefügt. E-Kennzeichen sind auch als Saison- und Wechselkennzeichen („E“ auf dem fahrzeugbezogenen Teil des Kennzeichens) erlaubt.

Fahrzeughalter ausländischer Fahrzeuge erhalten von der Kfz-Zulassungsbehörde ihres Aufenthaltsortes auf Antrag eine blaue E-Plakette, bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises:

Erforderliche Nachweise gegenüber der Kfz-Zulassungsbehörde:

a) inländische Fahrzeuge die auf Antrag ein E-Kennzeichen erhalten

für ein reines Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug:
Zulassungsbescheinigung Teil I (sowie Teil II zum Eintrag des Kennzeichens), bei Neufahrzeugen COC -Übereinstimmungsbescheinigung

für ein Hybridelektrofahrzeug:
Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II sowie COC -Übereinstimmungsbescheinigung

b) ausländische Fahrzeuge, die auf Antrag eine E-Plakette erhalten:

Zulassungsbescheinigung Teil I oder COC – Übereinstimmungsbescheinigung oder ein anderes geeignetes Dokument, wenn daraus der entsprechende Nachweis ersichtlich ist.


Für Hybridelektrofahrzeuge sind CO2 (Kohlendioxyd) - Ausstoß und Reichweite i.d.R. nur aus der COC-Übereinstimmungsbescheinigung ersichtlich:

a) COC-Beispiel für ein Diesel/Elektro Fzg. (Ziff. 23.1 u. 26), welches weder zur CO2- Emission Gewichtet/kombiniert (Ziff. 49 Nr. 1) noch zur elektrischen Reichweite (Ziff. 49 Nr. 2) Angaben liefert. Diesem Fahrzeug kann trotz der Einstufung als Hybridelektrofahrzeug (Ziff. 23.1) kein E-Kennzeichen zugeteilt werden.

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b) COC-Beispiel Benzin/Elektro Fzg, mit ext. Aufladung, welches zumindest eine der beiden nach dem EmoG notw. Voraussetzungen nachweist. Obwohl die elektrische Reichweite (Ziff. 49 Nr. 2) mit 25 km unter der vorgeschriebenen von 30 km (ab 01.01.2018 40 km) liegt, kann ein E-Kennzeichen zugeteilt werden, da die CO2- Emission Gewichtet/kombiniert (Ziff. 49 Nr. 1) mit 49 g/km unter dem Grenzwert von 50 g/km liegt.

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