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Freifunkprojekt Gera

Die Freifunker Lutz Rak (l.) und Jörg Deckert (r.) mit Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn und Andreas Schubert bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides für das Pilotprojekt „Freifunk Kommune Gera“. (Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller) Aktuelles

206.381 Euro für Pilotprojekt „Freifunk Kommune Gera“

Wirtschaftsminister Tiefensee übergibt Zuwendungsbescheid an OB Dr. Hahn

Einen Zuwendungsbescheid über 206.381 Euro für das Pilotprojekt „Freifunk Gera“ hat am 8. Januar 2016 Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, an Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn übergeben. Ziel ist es, im Stadtgebiet von Gera ein freiverfügbares und unabhängiges Bürgernetz im Internet aufzubauen. Gera ist damit Trendsetzer ist Thüringen.

Die Stadt ist für die Projektsteuerung und Vergabe zuständig und stellt Verwaltungsgebäude für das Aufstellen von Freifunk-Infrastruktur zur Verfügung. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn dankte Minister Tiefensee für die Unterstützung und Andreas Schubert für die Anregung, dass sich die Stadt am Konzeptwettbewerb beteiligt. Sie hofft, dass sich viele Partner dem Freifunk anschließen; am 7. Januar ist der Freifunk-Verein als Träger der Community gegründet worden. Zu denen, die aus privater Initiative ihr Netz für den Freifunk bereitgestellt haben, gehört Dieter Laudenbach, Inhaber des Café „Zeppelin“. Damit kann Freifunk in der Rudolf-Diener-Straße genutzt werden
Stadt Gera stellt Antrag auf Förderung für Freifunk

Die Stadt Gera hat am 27. November 2015 einen Antrag auf Förderung eines Pilotprojektes „Freifunk Kommune Gera“ fristgemäß beim Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) eingereicht. Die beantragte Zuwendungssumme beträgt 200.000 Euro. Hierbei sind keine Eigenmittel vorgesehen. Die Projektlaufzeit ist mit 36 Monaten geplant, der Projektbeginn erfolgt nach Bewilligung der Fördermittel durch den Freistaat.

Als erste Schritte nach der Mittelbewilligung werden die beteiligten Projektpartner die notwendigen Projektstrukturen konstituieren sowie Projektleiter und die Leiter der Arbeitsgemeinschaft einsetzen. Anschließend beginnt die Erarbeitung der detaillierten Fachkonzepte u.a. für den Aufbau eines Funkbackbones sowie eine Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt. weiterlesen...

Hintergrund

Menschen wollen sich immer mehr in gesellschaftliche und somit auch städtische Prozesse einbringen. Sie wollen mit der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit effektiv und produktiv umgehen und in einer komplexen Welt Zusammenhänge selbst erarbeiten und dementsprechend ihr Handeln entscheiden und organisieren. Hierfür müssen geeignete technische Infrastrukturen bereitgestellt werden.

Mit voranschreitender Entwicklung des Freifunks in Gera, wird folglich der Standort Gera mit seiner zentralen Funktion sowohl in wirtschaftlicher und sozialer Weise gestärkt. Damit werden städtische Potentiale und Energien freigesetzt und gefördert sowie Integration gelebt. Immer wenn sich die Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Lebensqualität für Menschen an ihrem Ort verbessern, erhöhen sich die Identifikation mit dem Standort und dessen Image. Dies führt zur Erhöhung der Anziehungs- und Bindekraft für die Wirtschaft, welche die Grundlage zur Bewältigung der sozialen Aufgaben einer Kommune schafft.

Auch deshalb sind Freie Netzwerke in immer mehr Kommunen in Deutschland zu finden. Dabei handelt es sich üblicherweise um dezentrale Aktivitäten. Vor Ort werden sogenannte Communities gebildet, welche die notwendige zentrale Infrastruktur schaffen und deren einzelne Mitglieder das Netzwerk durch das Aufstellen von Netzknotenknoten (Router mit spezieller Freifunk-Software) ständig erweitern.

Die Stadt Gera engagiert sich gemeinsam mit der Freifunkkommune Gera-Greiz und der AG Bürgerhaushalt in einem vom Freistaat Thüringen geförderten Pilotprojekt zur Entwicklung eines Freifunknetzwerkes in Gera.

Weitere Informationen unter der Projektwebseite: www.freifunkkommune-gera.de