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„Lutherweg wird jetzt rund“ (30. August 2016)


Die Mitglieder der Grünwerkstatt „Stadtwald erleben“ stellten am 30.8.2016 die roten L und den Lutherweg-Bogen vor. Sie wanderten den Bogen, um Nachbesserungen zu ermitteln. Unter anderem dabei (v.l.): Konrad Nickschick mit Tochter Hanna und Enrico Vogel; vorn: Matthias Mittenzwey mit dem Wegeverlauf und Sascha Neudert mit dem roten „L“. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Neuer Geraer Lutherweg-Bogen soll Geras Wanderattraktivität erhöhen und am Reformationstag freigegeben werden

Wanderer und Pilger haben die neuen Schilder schon entdeckt: rote große „L“ auf weißem Grund im Gebiet zwischen Collis und Liebschwitz. Die L lehnen sich grafisch bewusst an das Zeichen des „Lutherweg-L“ an, denn sie markieren den neuen Geraer „Lutherweg-Bogen“. Dieser dockt an zwei Stellen am bisher geradlinigen Geraer Lutherweg an und ermöglicht eine ca. 17 km lange Rundwanderung durch und um die Stadt herum. Ein Einstieg vom Lutherweg in den Bogen befindet sich in der Ortsmitte in Collis an der Lutherweg-Tafel, nahe der Bushaltestelle. Von hier führt der Bogen über den Buga-Radweg, das sogenannte „Erdbeerstadion“, den Lasurweg und Leichenbach bis nach Liebschwitz in die Straße der Völkerfreundschaft. Dann mündet er an der Straßenbahnwendeschleife in Zwötzen wieder in den Lutherweg. Wegen der schützenswerten und seltenen Natur im Lutherweg-Bogen verzichteten die Planer weitgehend auf das Anlegen neuer Wege. Sie nutzten vorwiegend den vorhandenen Naturlehrpfad Süd und den Gessental-Radweg für den Bogen-Verlauf. Am Reformationstag, dem 31. Oktober, soll der 3,7 km lange Lutherweg-Bogen freigegeben werden.

Die Idee für diese „runde Sache“ stammt aus der Geraer Grünwerkstatt „Stadtwald erleben“. Diese legte bereits den 20 km langen Lutherweg-Abschnitt durch Gera an sowie die 12 Lutherweg-Infotafeln, das Reformationskreuz im Stadtwald und vieles mehr. Die Initiative zum Lutherweg-Bogen trieb besonders Werkstattmitglied Enrico Vogel voran. Den Wegeverlauf entwickelte der für Wanderwege zuständige städtische Fachdienstleiter Umwelt, Konrad Nickschick, zusammen mit Sascha Neudert, der als Projektleiter der OTEGAU mit einem Team den Lutherweg-Bogen markiert und sanierungswürdige Teile instand setzt. Auch Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Gera, unterstützte die Markierungsarbeiten.

„Der Geraer Lutherweg-Abschnitt wird jetzt rund. Das erhöht Geras Attraktivität, denn Rundwanderwege sind beliebt. Ich danke der Grünwerkstatt sehr für diese neue Initiative“, so Claudia Baumgartner, Dezernentin für Bau und Umwelt der Stadt Gera.

Konrad Nickschick lässt zur Vorstellung des Lutherweg-Bogens seine Begeisterung spüren: „Dieser Bogen ergänzt den vorhandenen Lutherweg-Abschnitt um neue landschaftliche Reize. Seltene Orchideen, Streuobstwiesen, schöne Mischwälder und herrliche Aussichten bekommt der Wanderer hier zu sehen. Ein neuer Abschnitt – für wieder neuartige Eindrücke von Gera.“

Bis zur Wegefreigabe am Reformationstag umtreibt die Grünwerkstatt noch ein anderes Thema: Für die Sanierung des Bismarcksteins am Lutherweg im Stadtwald werden noch Spenden benötigt. Mit diesen soll unter anderem eine Informationstafel zu Bismarck hergestellt werden, die von Schülerinnen und Schülern des Geraer Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums entworfen wurde. Heinrich-Dieter Hischer, Vorsitzender des Fördervereins Geraer Stadtwaldbrücken, bittet weiter um Spenden aus der Bevölkerung auf das Konto: DE36 8308 0000 0580 6859 00 mit Verwendungszweck: „Bismarckstein“. Gern erhalten die Spender eine Spendenbescheinigung. Hierfür melden sich Spender mit Name und Adresse bitte per E-Mail bei: h-d@hischer.eu und für Nachfragen unter: 0365 36820. Spender werden – bei deren Einverständnis – auf der Infotafel am Bismarckstein benannt. „Es würde mich freuen, wenn wir zum Reformationstag nicht nur den Bogen für den Luther-Rund-Weg eröffnen, sondern auch die Infotafel bauen könnten“, so Hischer.

Mehr Informationen zum Lutherweg und eine Karte zum Wegeverlauf hält das Internet bereit unter: www.gera.de/lutherweg.




Fotos von der Tour entlang der künftigen Verknüpfung des Lutherweges zu einem Rundweg

Die Gruppe der Grünwerkstatt "Stadtwald erleben" am Start in Collis. Von hier aus führt der Weg über den Wander- und Radweg im Gessental auf die Lasur hinauf und dann hinab in die Straße der Völkerfreundschaft in Zwötzen.
Die Verbindung des Lutherweges zu einer Rundtour markieren diese roten L. Sie sind angelehnt an die grünen L des Lutherweges - weisen aber durch ihre rote Farbe aus, dass es sich nicht um den Lutherweg handelt - sondern um den Lutherweg-Bogen oder -verbinder. Dieser mündet an zwei Stellen in den Lutherweg: in Collis in der Ortsmitte an der Bushaltestelle und in Zwötzen an der Kirche.
Wer nur den Verbinder laufen möchte, kann bis Collis mit dem Bus fahren - und in Zwötzen in Bus oder Bahn einsteigen. Hier zu sehen hinter der Wander- und Recherchegruppe: das Haltestellen-Signet in Collis.
OTZ-Redakteurin Christine Schimmel hinterfragte die Pläne für den Lutherweg-Bogen und berichtete dazu. Der Beitrag: siehe Downloads.
Fachdienstleiter Konrad Nickschick hatte seine Kinder zum Termin dabei. Er gab schon mal einen Vorgeschmack auf die künftig freigegebene Tour - die sich vielleicht auch Familien vornehmen - allerdings die gesamte Strecke sicher nur mit größerem "Nachwuchs".
In Collis steht das Thema Nachwuchs offenbar hoch im Kurs: Hausdächer wie diese künden davon!
Schöne Waldstrecken gehören zum Lutherweg-Bogen, der der Verbinder zwischen Collis und Zwötzen ist.
Auf den Lichtungen lassen sich die Blicke schweifen.
Immer den roten L folgen - dann sollte der Weg auf die Lasur führen, die eine landschaftliche Schön- und Besonderheit mit seltener Flora und Fauna ist.
Oben angekommen auf der Lasur genießen die Wanderer die wunderbare Aussicht auf die Stadt und in die Ferne.
Der Blick in die Ferne und auf die Stadt.
Vor der Haustür Geras liegt eine wandernswerte Natur - der Lutherweg-Bogen. Viele Wege des Bogens sind genau die Wege, die bisher als Wanderlehrpfad Süd angelegt waren. Um parallele Wege zu vermeiden, liegt der Lutherweg-Bogen auf vielen dieser Lehrpfad-Wege - die jetzt so miteinander verknüpft werden, dass eine schöne Wandertour entsteht, die mit instandgesetzten und gut beschilderten Wegen Spaß machen soll, sie zu gehen.
Nach dem Aufstieg auf die Lasur und ihren kritischen Blick auf weitere Instandsetzungen und Beschilderungen haben Sie auch ihren Spaß auf der Tour: Sascha Neudert (l.) mit dem markanten L und Enrico Vogel.
Und weiter geht's Richtung Zwötzen.


Veröffentlichung: 31.08.2016