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„Uranbergbau - Segen oder Fluch?“

Vortrag von Dr. Rainer Karlsch (Berlin) in der Geraer Bibliothek am Puschkinplatz

In Kooperation mit dem Bergbauverein Ronneburg e.V. lädt die Stadt- und Regionalbibliothek Gera am Dienstag, dem 21. Februar um 18 Uhr, zu einem Vortrag mit Wirtschaftshistoriker Dr. Rainer Karlsch ein. Rainer Karlsch arbeitet seit 2004 als freier Publizist mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte. Mit seinen Büchern „Urangeheimnisse. Das Erzgebirge im Brennpunkt der Weltpolitik 1933-1960“ (2002) und „Uran für Moskau. Die Wismut - Eine populäre Geschichte“ (2007) hat er umfassende Studien zum Uranbergbau in Böhmen, Sachsen und Thüringen vorgelegt, die alle Facetten der jüngeren Welt- und Zeitgeschichte berücksichtigen.
In seinem Vortrag in der Geraer Bibliothek beschäftigt er sich unter dem Motto „Segen oder Fluch?“ mit der Geschichte des Uranbergbaus aus internationaler Perspektive.

Vor 1945 war Uranerz war ein seltener und kostbarer Rohstoff und wurde hauptsächlich für die Radiumgewinnung genutzt. Die wenigen Länder und Firmen, die über diesen Rohstoff verfügten, hofften auf hohe Gewinne. Nach der Entdeckung der Kernspaltung lieferten sich die Großmächte einen Wettlauf um den Zugriff auf die wichtigsten Uranerzlagerstätten der Welt. Für die USA waren neben den eigenen Ressourcen Bezüge aus Belgisch-Kongo, Südafrika und Kanada entscheidend, während die Sowjetunion anfangs vor allem Uran aus dem Erzgebirge und später zunehmend aus dem eigenen Land nutzte. Welchen Stellenwert besaß der Uranbergbau in den genannten Ländern? Unter welchen Bedingungen erfolgte der Abbau? Zu welchen Konditionen wurde das „Erz des Kalten Krieges“ verkauft? Wie schnitt die SDAG Wismut beim Vergleich der größten Uranproduzenten ab? Diese und andere Fragen werden auf Grundlage der Auswertung amerikanischer, belgischer, russischer und deutscher Quellen diskutiert.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Mehr Informationen zur Bibliothek unter www.biblio-gera.de


Veröffentlichung: 13.02.2017