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Bismarckstein zum 202. Geburtstag saniert (1. April 2017)

Sie enthüllten das Medaillon aus Grauguss und dankten allen Engagierten für die Hilfe zur Steinsanierung (v. l.): Heinrich-Dieter Hischer und Claudia Baumgartner. Ronneburgs Bürgermeisterin Krimhild Leutloff würdigte die neue Initiative am Lutherweg. ( SVG CH, alle Fotos) Geras Stadtwald hat seinen Bismarckstein wieder. Am 1. April, zum 202. Geburtstag Otto von Bismarcks, übergab die Geraer „Grünwerkstatt Stadtwald erleben“ den Stein mit neu gegossenem Medaillon und Infotafel. „Der Stadtwald ist um einen neuen Anlaufpunkt reicher, der die Auseinandersetzung mit Geschichte befördern soll“, so Claudia Baumgartner. „Bismarck bietet umfassenden Stoff für die Auseinandersetzung mit dem Gestern für das Heute und Morgen, deshalb haben wir ihn saniert“, so die Dezernentin für Bau und Umwelt weiter. Sie dankte gemeinsam mit Heinrich-Dieter Hischer, dem Vorsitzenden des Fördervereins Geraer Stadtwaldbrücken e.V., und im Namen aller weiteren Grünwerkstätter von Ökumenischem Kirchbauverein, OTEGAU, Stadtverwaltung sowie Privatpersonen, allen Engagierten für die Steinsanierung. Hierzu gehören regionale Unternehmen und Privatpersonen sowie Schüler des Karl-Theodor-Liebe Gymnasiums Gera. Die Spender und Sponsoren stellten rund 3.300 Euro zur Verfügung. Die Schüler gestalteten die Infotafel. Weitere Engagierte organisierten eine Buchlesung oder stellten Sachleistungen zur Verfügung wie den Guss und das Anbringen des Medaillons.
Pastorin Gabriele Schaller aus Ronneburg mit den Geraern(v.l.) Fachdienstleiter Matthias Mittenzwey, Grünplaner Karsten Höhle, Projektleiter Sascha Neudert, Fachdienstleiter Konrad Nickschick. Zur geschichtsträchtigen Bereicherung des Stadtwaldes gratulierte Ronneburgs Bürgermeisterin Krimhild Leutloff. Sie begrüßte das Engagement der jungen Leute, die ihre Ergebnisse der Auseinandersetzung mit Geschichte in die Zukunft tragen. Sie dankte für die wiederholten Einladungen nach Gera zu Aktivitäten zum beide Städte verbindenden Lutherweg – an dem der Bismarckstein liegt. Für Ronneburg sei dies gewollte und gelebte nachbarschaftliche Kooperation mit Gera im Jahr 10 seit der BUGA Gera-Ronneburg.

Erfreut übergaben die Schüler ihr „Tafelwerk“ der Öffentlichkeit, hier gemeinsam mit Geschichtslehrer Bernd Böhme (4. v. r.) und mit der stellvertretenden Schulleiterin Birgit Hamann (3. v. l.). Andreas Götze (auf dem Foto links 5. v.l.), Schüler des Geschichtskurses am Liebe-Gymnasium, verglich im Rückblick das Projekt mit einem Gefühl von: „Mittendrin statt nur dabei“. Der Kurs habe sich im Stadtarchiv, bei Terminen am Stein oder beim Guss der Platte stets mitgenommen und durch Lehrer Bernd Böhme super betreut gefühlt. Die Schüler schauen deshalb mit Freude auf die fertige Tafel, auf alles Gelernte und die echte Zusammenarbeit in ihrer Stadt.
Rund 60 Gäste kamen zur doppelten Enthüllung mit an den Bismarckstein und die Infotafel. Mehr als 60 Interessierte, Spender und Sponsoren erlebten die „doppelte Enthüllung“ von Stein und Tafel im Stadtwald. Musikalisch verstärkte der Geraer Fanfarenzug. Die Grünwerkstatt-Vereine boten Speis und Trank an. Vom Erlös werden neue Projekte finanziert. Die Stadtwaldeingangsverschönerung wird aktuell diskutiert und Ideen gibt es zum Wiederaufbau der Marienbrücke.





WEITERE FOTOS VOM 1. APRIL ZUR "DOPPELTEN ENTHÜLLUNG MIT DESSERT"
Vor der "Enthüllung" wurden Stein und Infotafel verhüllt. Dies übernahmen die Fachdienstleiter Konrad Nickschick und Matthias Mittenzwey (r.).
Der Geraer Fanfarenzug begrüßte die Gäste in der Vollersdorfer Straße und begleitete den Aufstieg hinauf in den Stadtwald.
Bei bestem Frühlingswetter mit Sonnenschein ging es hinauf zum Bismarckstein, hier in Bildmitte Heinrich-Dieter Hischer mit Grünwerkstattmitglied Roswitha Schmeller.
Teilnehmer an der "Doppelten Enthüllung mit Dessert".
Weitere Teilnehmer an der Veranstaltung.
Fachdienstleiter Stadtgrün Matthias Mittenzwey hier im Gespräch mit Revierförster Ronald Felgner.
Matthias Diezel vom Stadtwaldbrücken Förderverein filmte zur Veranstaltung fürs Vereinsinternet.
Peter Große vom Stadtwaldbrücken-Förderverein kennt Gera und den Stadtwald wie seine Westentasche. Er weiß enorm viel zu Geras Geschichte und auch zum Bismarckstein. Er schilderte, dass der Steinbrocken für den Bismarckstein beim Bau der Geraer Arndstraßen-Häuser freigelegt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts seien im prosperierenden Gera neue Wohnhäuser in der Schillerstraße für die Webermeister und Führungskräfte der Textilindustrie entstanden. Benachbart zur Schillerstraße folgten in der Arndstraße (damals Hospitalstraße) Häuser für höhere Beamte und Lehrer. Beim Hangabtragen für die Fundamente in der Arndtstraße wurden große Gesteinsbrocken ausgebrochen und einer davon sollte die Bismarckstein-Basis werden. Das Transportunternehmen Rothe habe den Stein mit einer Pferdekutsche in den Stadtwald gebracht, an dem der Stein noch heute steht.
Gemeinsam mit Ronneburgs Bürgermeisterin Krimhild Leutloff (r.) enthüllten die Geraer Grünwerkstätter das Grauguss-Medaillon.
Nach der Enthüllung verweilten viele Gäste noch rund um den Bismarckstein. Anschließend gab es Speis und Trank in der Vollersdorfer Straße.
Zu den Gästen gehörte Prof. Dr. Bernhard Kroll (l.), hier an der Infotafel mit Grünwerkstatt-Mitglied und Ideengeber für die Steinsanierung Enrico Vogel.
Siegfried Wiesner, Geschäftsführer der GMG GussTec GmbH, hier mit seiner Frau an der Infotafel. Das Unternehmen GMG GussTec hatte den Guss des Medaillons übernommen. Den Guss erlebten Schüler und Grünwerkstätter live in der Geraer Gießerei.


Das MDR-Team mit Marian Riedel (r.) und Arne Schein (l.) in Gesprächen mit den Teilnehmern an der Veranstaltung. Als weitere Medienvertreterin nahm Christine Schimmel für die OTZ im Stadtwald teil.
Viele Gäste verweilten noch am Stein, kam untereinander ins Gespäch. Manche hatten ihre Wanderstöcke dabei, um anschließend auf größere Tour zu gehen.
Am Eingang Vollersdorfer Straße in den Stadtwald leitet dieser Wegweiser auch zum Bismarckstein.
Zahlreiche Spender, Sponsoren und Unterstützer der Steinsanierung waren zur Enthüllung mit dabei. So auch Stefanie Bärthel, Filialdirektorin, für das Engagement der Volksbank eG Gera-Jena-Rudolstadt.


Auch sie gehören zu den Unterstützern: Karola und Tochter Lisa Nitz. Die Steinmetzmeisterin Lisa Nitz organisierte die professionelle Medaillonmontage am Stein.
Geschichtslehrer und Fachschaftsleiter Bernd Böhme beschäftigte sich mit seinen Schülern intensiv mit der Bismarckzeit in Gera. Er und die Schüler freuten sich über ein in der Stadt verankertes Arbeitsergebnis: Wanderer, Spaziergänger oder Pilger erfahren dank der Infotafel einiges zu Bismarck.
Otti Planerer hatte eine Buchlesung in Brendel's Buchhandlung organisiert und veranstaltet. Die Gäste der Lesung erfuhren aus überlieferten Briefen sehr viel über die Persönlichkeit des Staatsmannes. Buchhandlungs-Inhaberin Rosemarie Züge-Gutsche hatte den Buchkeller kostenfrei zur Veranstaltung zur Verfügung gestellt.
Als Dessert galt das Angebot an alle, Speis und Trank zu sich zu nehmen. Mitglieder der Vereine und der Grünwerkstatt übernahmen die Versorgung der Gäste.
Uli Feistel und Rüdiger Wildt vom Stadtwaldbrücken Förderverein am Rost. Sie brutzelten in der Vollersdorfer Straße. Sie konnten nicht wie ursprünglich vorgesehen am Bismarckstein grillen wegen der Tags zuvor ausgerufenen Waldbrandstufe 3.
Horst Richter vom Ökumenischen Kirchbauverein gehört auch zu den Grünwerkstatt-Mitgliedern. Er hatte Flyer ausgelegt zum Lutherweg - um den Lutherweg in Gera noch bekannter zu machen und die Geraer zu ermuntern, den Weg zu gehen.

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