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„Gesund alt werden“ als Thema des Netzwerks „Gesunde Kommune“ zum 6. Treffen (11. Mai 2017)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 6. Netzwerktreffen. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Als „gelungenes“ Treffen bewertete Monika Jorzik den 11. Mai 2017 und das inzwischen 6. Treffen des von ihr initiierten Netzwerkes „Gesunde Kommune“. Rund 26 Teilnehmer erfuhren zunächst von fünf Netzwerkpartnern Aktuelles und lernten Kooperationsmöglichkeiten kennen. Anschließend vermittelten Carolin Voigt und Constanze Planert von der Agethur das PAULA- Anweisungsszenario zur Erarbeitung von Problemlösungen.

Mehrere Teilnehmer stellten ihre aktuellen Projekte zum Thema Demenz und Altern vor. Prof. Dr. Katrin Schulz schilderte Ergebnisse der kürzlich veranstalteten Weiterbildung an der SRH Hochschule zu Demenz. Neuestes Wissen sollte stets schnellstmöglich an Fachleute vermittelt werden. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Die fünf aktuellen Vorstellungen von Netzwerkpartnern standen zuerst unter dem Thema „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz der Stadt Gera“. Beate Böhm, die Sucht- und Psychiatriebeauftragte der Stadt Gera im Fachdienst Gesundheit, verwies auf den neuen „Geraer Wegweiser für Menschen mit Demenz und deren Angehörige“ als echte Empfehlung für alle Betroffenen. Er habe sich regelrecht als „Bestseller“ für die erste Orientierung zum Thema Demenz entwickelt mit vielen nützlichen Hintergrundinfos, Ratschlägen und Anlaufstellen. Die Erstausgabe ist bereits vergriffen, die zweite Auflage ist in Arbeit, so Beate Böhm.

Auch zum Thema Demenz informierte Kristin Rädel. Sie ging auf die Bedeutung von Fortbildungsveranstaltungen für Auszubildende in Gesundheits- und Pflegeberufen, für Pflegekräfte und Ärzte ein. Eine an der SRH Hochschule für Gesundheit kürzlich konzipierte, organisierte und durchgeführte zweitägige Fortbildung habe viele neue Erkenntnisse bei den Teilnehmern gebracht. Ziel von Weiterbildung und Unternehmen müsse es sein, „wissenschaftliche Forschungsergebnisse stets in kurzer Zeit an diejenigen weiterzugeben, die helfen und pflegen, gerade bei Demenz.“
Die Netzwerker im Seminar. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Zum Thema „Gesund älter werden in Bieblach“ stellte anschließend Stadtteilmanagerin Steffi Nauber den neuen Stadtteilplan mit Angaben zu sozialen Einrichtungen in Bieblach vor. Der Plan mit Hinweisen für alle Altersklassen entstand gemeinsam mit dem Stadtteilgremium. Als Tipp für alle Anbieter von Gesundheits- und Sozialangeboten gab sie ihre langjährige Stadtteilarbeits-Erfahrung weiter: Nicht Angebot und Thema allein entscheiden über Zuspruch und gute Ergebnisse, sondern auch Durchhaltevermögen und Kontinuität: „Die dauerhaften und regelmäßigen Angebote wie Seniorensport, Singen oder Tanzen werden gut angenommen. Kurzzeitige Kurse sind weniger gefragt.“
Das Netzwerk gibt auch Tipps zu interessanten Wissensquellen in den Medien. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Das nächste Thema gehörte dem „Sozialmanagement der Wohnungsbaugenossenschaft ‚Aufbau‘ Gera eG. Anett Merkel stellt das Ziel des Managements vor, die Schnittstelle zwischen dem Mieter und den Dienstleistern zu bilden, die der Mieter braucht, um so lange wie möglich im eigenen Wohnraum wohnen zu können. „ Ein Vertrauter oder Kümmerer ist entscheidend, der für den Mieter unkompliziert erreichbar ist und notwendige Kontakte knüpft oder den Weg für mögliche Unterstützung aufzeigt.“, so die Genossenschaftsvertreterin.
Den Abschluss bildete ein Input zum „Aktiven Altern“ mit Prof. Dr. Katrin Schulz von der SRH Hochschule für Gesundheit. Die persönlichen Altersbilder seien zwar verschieden und damit auch die individuellen Möglichkeiten, sich fit zu halten. Aber wer dranbleibt und sich nicht gehen lässt, wer sich fit hält zum Beispiel durch Bewegung, mit gesunder Ernährung oder mit einer sinnstiftenden Tätigkeit, der erziele nachweislich günstige Effekte für seine Gesundheit im Alter. „Jeder kann etwas erreichen“, bei individueller Intensität und Betätigungsart, so Dr. Schulz: „wenn er nur will“.

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