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Nein zu Stromtrassen-Plänen bekräftigt

OB Dr. Viola Hahn: Belastung für die Bürger kann nicht akzeptiert werden - Am 13. Juni Antragskonferenz der Bundesnetzagentur im Kultur- und Kongresszentrum Gera

Die Stadt Gera lehnt die Trassenführung der Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung SuedOstLink ab. Das bekräftigte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn im Zusammenhang mit der Antragskonferenz, die die Bundesnetzagentur am 13. Juni 2017 im Kultur- und Kongresszentrum Gera veranstaltet. Bereits im März hatte die Oberbürgermeisterin unmissverständlich die Trassenpläne abgelehnt und dabei auch auf einen entsprechenden Stadtratsbeschluss verwiesen.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Stromtrasse unmittelbar durch die größte und am dichtesten besiedelte Stadt führen soll. In vielen Bereichen würde sich das Erdkabel zu nah an der Wohnbebauung befinden. Betroffen wäre auch das Waldklinikum. Einige Siedlungsbereiche, so z.B. Gorlitzsch, Schafpreskeln, Ernsee, Scheubengrobsdorf, Dürrenebersdorf und Weißig, würden vollständig oder zu einem großen Teil innerhalb des Trassenkorridorsegmentes liegen. „Diese Belastung für die Bürger ist nicht akzeptierbar“, sorgt sich Oberbürgermeisterin Dr. Hahn um das Wohl der Einwohner.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Aspekte, auf die die Stadtverwaltung aufmerksam macht: Den Stadtwald, das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt, würde von einer mehr oder minder sichtbaren 20 bis 30 Meter breiten Schneise durchschnitten werden. Da nur in wenigen Teilabschnitten vorhandene Trassen genutzt werden können, wäre neuer Holzeinschlag erforderlich. Steilhänge, geologische Risiken, die in senkungsgefährdeten Gebieten bestehen, die bergbauliche Situation, der Schutzzweck für das Landschaftsschutzgebiet Stadtwald sowie archäologische Belange u.a. im Bereich von Schloss Osterstein sprechen ebenfalls gegen die vorgesehene Trasse.


Veröffentlichung: 12.06.2017