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8. HÖHLER BIENNALE SCHATTENwelt – LICHTblicke vom 23. Juni bis 15. Oktober

Die Höhler Biennale unter der Altstadt von Gera stellt im Jahre 2017 einmal mehr die Einzigartigkeit des Geschehens in dem unterirdischen Raumgefüge unter Beweis.
Die ehemals profanen Bierlagerstätten aus dem Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts bieten ein steinernes Passepartout für die Gegenwartskunst und sind ein Podium für die zeitgenössische Installationskunst international und deutschlandweit.


(Ambech.) Das unterirdische Raumgefüge bildet ein Labyrinth von Gängen mit Rundbögen, Querverbindungen und Nischen, welche sich über eine Gesamtlänge von 9 km ausdehnen. Diese räumliche Dimension bietet in ihrer Spezifik ein einmaliges Podium, um der Installationskunst einen hohen Wahrnehmungsgrad zu ermöglichen. Unter Bezugnahme dieses Raumgefüges und der Interpretation des jeweiligen Themas, entstanden und entstehen künstlerische Installationen. Vielfach wird die traditionsreiche Otto-Dix-Stadt schon seit vielen Jahren mit den Höhlern und ihrer aller zwei Jahre stattfindenden Höhler Biennale in Verbindung gesetzt.
Schon und vor allem deshalb ist die Stadt Gera weit über die Landesgrenzen
hinaus geachtet und geschätzt. Der tragende und stets aufs Neue ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehobene denkmalhistorische Wert und der damit verbundenen direkten Erhaltung und Pflege sichert dem unter der Altstadt von Gera weit verzweigten Höhler Areal eine außerordentliche Wertschätzung.

Mit der Kunstausstellung werden sowohl die öffentlichen und privaten Höhler zugänglich gemacht, als auch die mit ihrer Stadt sich identifizierenden Bürgern in ihrem Stolz auf dieses Ambiente bestärkt. Insbesondere kann in der gegenwärtigen Zeit davon ausgegangen werden, dass sich mit den Veranstaltungen rund um die Höhler das Heimatverständnis, die Identitätsfindung, die Geschichte der Stadt mit ihrem Malersohn Otto Dix, ihren zahlreichen Museen und auch neuerlich den in der Stadt lebenden Migranten generationsübergreifend nahe gebracht wird.

In dieser temporären Galerie unterhalb der Erdoberfläche laden die Stadt Gera und der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V. die Künstler deutschland- und europaweit aller zwei Jahre ein, ihre Werke unter diesen besonderen Gegebenheiten des Höhlerambientes zu gestalten und für vier Monate zu präsentieren.

In diesem Jahr präsentieren 25 Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland ihre Installationen in den drei unterschiedlichen Höhlern rund um den historischen Markt zum Thema „SCHATTENwelt-LICHTblicke.

Höhler A – Markt 3 – Cafe-Kanitz;
Höhler B – Apotheke; Höhler C – Meierhof, Markt 14
Der Besucher erlebt ein einmaliges Raumgefühl. Er muss sich mit dem ihm gegenüberstehenden Kunstwerk auseinandersetzen.

Die Installation ist ein Schauobjekt, ein begehbares Kunstwerk, sie reißt die Kunst aus der Isolation und ist als zeitgenössisches Kunstwerk ein wichtiges Medium, in dem Künstler eine unkonventionelle Beachtung und zeitnahe Rezeption erfahren. Der Deutsche Installationskunstpreis wird zur diesjährigen 8. Höhler Biennale das vierte Mal von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
und der Sparkasse Gera-Greiz in drei Kategorien in Höhe von 6000,00 Euro gestiftet.

Zeitgenössische KUNST ist Mittler zwischen Historischem und Gegenwärtigem und sichert der Stadt ihre Lebendigkeit und auch die besondere Spezifik. Mit den Kunstinstallationen soll ein kritischer, sozial oder wirtschaftlich kodierter Blick auf die Gegenwart der Welt geboten werden. Sie sind Ausgangspunkt für die individuellen Fragen nach dem Morgen.

Auf dem Kunstareal Schloss Osterstein zeigen die teilnehmenden Biennale-Künstler in einer sozusagen oberirdischen Ausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses zusätzlich ihre Werke. Interessenten könne diese auch erwerben. Die Biennale erfährt von den Licht- und Videofassadeninstallationen im Monat September auf dem Marktbereich inhaltlich und technisch eine besucherwirksame Bereicherung. Lesungen und Choraufführungen „CANTABILE“ werden in das Begleitprogramm aufgenommen.

Es ist eine Selbstverständlichkeit geworden, das in den Zwischenjahren der Biennale Höhlerveranstaltungen wie Höhlergeister und Höhlerphantasien mit den Kindergärten, SOS Kinderdorf und den Schulen der Stadt Gera als sommerliche Höhepunkte wahrgenommen werden.

Zur 8. Höhler Biennale SCHATTENwelt und LICHTblicke hat dankenswerterweise der Minister für Wirtschaft, Bildung und digitale Gesellschaft Thüringens, Wolfgang Tiefensee, die Schirmherrschaft übernommen.

www.hoehlerbiennale.de
Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V.
Kornmarkt 7, 0365-8321300
07545 Gera
gera-hoehler@t-online.de

Öffnungszeiten: mi-so 11 bis 18 Uhr
Temporäres Kunstkaufhaus am Markt 16
bietet die Eintrittskarten, Katalog, Poster und Flyer
Es werden zusätzlich Führungen über den Gästeführerverein – samstags um 15 Uhr angeboten.

Der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V. sichert Führungen in der Woche und am Sonntag ab.




Veröffentlichung: 22.06.2017