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Abschlusskonferenz „Consistent Way“ in der SRH Hochschule für Gesundheit Gera


Das Projekt „Consistent Way“ wurde nach drei Jahren erfolgreicher europäischer Arbeit mit einer Abschlusskonferenz beendet. Sozialdezernentin Sandra Wanzar zog eine positive Bilanz. (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Sozialdezernentin Sandra Wanzar sprach von drei Jahren erfolgreicher europäischer Arbeit. Das Projekt „Consistent Way“ wurde am 1. September 2014 ins Leben gerufen und jetzt in Gera mit einer Abschlusskonferenz beendet. Auf europäischer Ebene galt es, konsequente Wege für einen erfolgreichen Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf zu finden und hierfür regionale und europäische Strategien zu entwickeln. Im Ergebnis entstand eine Studie zur Situation in den Partnerländern und eine Empfehlung zu den Schwerpunkten Vermeidung von Schul- und Ausbildungsabbruch, Netzwerke und Strukturen sowie bessere Gestaltung von Übergängen, jeweils in Deutsch und Englisch. Außerdem konnten durch die gemeinsamen Arbeitstreffen gute Ideen und Konzepte in das eigene Handeln übernommen werden, darunter Sprachklassen nach finnischem Vorbild, Gestaltung der Übergänge zwischen Grundschule und Regelschule unter Einbeziehung der Sozialarbeiterin der Regelschule, Kennenlernen der Schüler bereits ab Klasse 4 oder ein Projekt zur Berufsvorbereitung in Klasse 4.
Angela Lorenz lobte die Stadt Gera und da insbesondere das Jugendamt als verlässlichen Partner für Thüringen im Bereich der internationalen Jugendarbeit. (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Angela Lorenz, Referatsleiterin im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, sagte in ihrem Grußwort: „Der innovative Ansatz Ihres Projektes ist aus meiner Sicht ihr ganzheitliches Herangehen. Sie beginnen schon in der Vorschule und beziehen die Grund- und Regelschule bis hin zu den berufsbildenden Schulen und die Erwachsenenbildung ein. Das Besondere ist aber auch, dass Sie die Jugendarbeit, die Eltern, die Unternehmen der Wirtschaft, aber am allerwichtigsten – die jungen Menschen selbst involviert haben. Alle arbeiten gemeinsam daran, übergreifende Strukturen und Netzwerke sowie innovative und passgenaue Angebote zu entwickeln, um komplikationslose Übergänge für junge Menschen sicherzustellen“.

Lorenz sprach von ihren Beobachtungen in Thüringen, dass sich die Lebensphase Jugend verlängert hat und mit dem Übergang in die Volljährigkeit nicht endet. Viele Herausforderungen des Jugendalters würden erst später gemeistert. So schlössen junge Menschen häufig erst im Alter zwischen 20 und 30 ihre Berufsausbildung oder ihr Studium ab und würden wirtschaftlich unabhängig. Dies bringe neue Herausforderungen mit sich und könne mit sozialen Risiken und Ungleichheiten verbunden sein. „Die Stadt Gera und da insbesondere das Jugendamt ist für Thüringen im Bereich der internationalen Jugendarbeit seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner. Nur sehr wenige der öffentlichen Träger der Jugendhilfe stellen sich diesem Arbeitsfeld“, lobte Angela Lorenz.


Prof. Dr. Rolf Arnold von der TU Kaiserslautern, Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik, insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Rund 120 Gäste folgten der Einladung zur Abschlusskonferenz in der SRH Hochschule für Gesundheit Gera: Vertreter aus Bildungsinstitutionen, der Wirtschaft, Eltern, Träger, Vereine, Vertreter von Verwaltungen, des Jugendhilfe- und des Bildungsausschusses und Gäste aus Schweden sowie den Partnerstädten Kuopio (Finnland) und Arnhem (Niederlande).

Prof. Dr. Rolf Arnold, TU Kaiserslautern (Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik, insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik) referierte zu den beiden Themen „Welche Kompetenzen ermöglichen den Weg in die Zukunft?“ und „Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Übergang zwischen Schule und Beruf?“. Sozialdezernentin Sandra Wanzar bedankte sich nach ihrer Präsentation zum Rückblick und Ausblick des Projektes bei allen lokalen und europäischen Partnern und Akteuren für die gute Zusammenarbeit in den drei Jahren.

Die anschließenden sechs Workshops beinhalteten „Beispiele guter Praxis“ aus der im Projekt entstandenen Empfehlung und wurden durch die europäischen und regionalen Partner praxisnah präsentiert.

Am 31. August wird das Projekt offiziell beendet. Ein Konzept zur Nachhaltigkeit und zur Weiterentwicklung wurde von den zehn Partnern gemeinsam erarbeitet und angewendet.

Alle Ergebnisse und Dokumentationen des Projektes können auf der Homepage des Projektes www.consistentway.eu eingesehen werden.

Veröffentlichung: 30.06.2017