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15.000 Euro-Spende für die Parkeisenbahn

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer spendet dem Ministerpräsident zustehendes Schlichtungshonorar an drei Vereine


Über eine Spende in Höhe von 15.000 Euro kann sich der Geraer Wald-Eisenbahn-Verein e.V., Förderverein der Parkeisenbahn Gera, freuen. Sie wurde heute (4. August) vom Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, gemeinsam mit Ministerpräsident Bodo Ramelow im Beisein der Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn an Hans-Joachim Lassmann, dem Leiter der Parkeisenbahn, übergeben.

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn freut sich über die Spende des GDL an die Parkeisenbahn. Den Scheck über 15.000 Euro hat GDL-Chef Claus Weselsky an Hans-Joachim Lassmann, Leiter der Parkeisenbahn, übergeben. (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) 30.000 Euro Honorar hätten dem Thüringer Ministerpräsident im Frühjahr für die ehrenamtliche Schlichtung im Tarifstreit der GDL mit der Deutschen Bahn zugestanden. Laut Ramelow war das einer der schwierigsten Arbeitskämpfe überhaupt, vor dessen Schlichtung er nur gewarnt wurde. Er hat sie dennoch übernommen und erfolgreich den Konflikt zwischen Bahn und Lokführern beigelegt. Auf die Zahlung eines Honorars für diese ehrenamtliche Tätigkeit hierfür hat er von Beginn an verzichtet. Stattdessen machte er der GDL einen Vorschlag, wem das Geld gespendet werden sollte. Spontan fiel ihm die Geraer Parkeisenbahn ein. Schon kürzlich konnte er sich von der Vereinsarbeit im Martinsgrund persönlich ein Bild machen. Wie sich hier junge Menschen auf das Thema Eisenbahn einlassen, hat ihn begeistert.

Weselsky sprach vor den jungen Parkeisenbahnern bezüglich des Lokführers von einem schönen und stolzen Beruf. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er hier in Gera jungen Menschen begegnet, die ihre Freizeit dafür opfern. Der GDL-Chef ist sich bewusst, dass die harten Tarifverhandlungen dem Beruf des Lokführers auch geschadet haben: „Aber es galt Zeichen zu setzen! Gute Arbeit soll gut entlohnt werden“, betonte er.

Ministerpräsident Bodo Ramelow lässt es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn auf „große“ Fahrt mit der Parkeisenbahn durch den landschaftlich reizvollen Martinsgrund zu gehen. (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn brachte ihre Freude über die Verbundenheit des Ministerpräsidenten mit Gera zum Ausdruck. Sie sprach bei den Parkeisenbahnern von jungen, engagierten Leuten und dass die Parkeisenbahn eine lange Tradition hat. Die Gerschen seien stolz darauf.

Im Geraer Wald-Eisenbahn-Verein wolle man das Geld nach ersten Ideen für einen Zwei-Tages-Ausflug mit den jungen Parkeisenbahnern zum Saisonausklang und neue Uniformen nutzen.

Die vom nicht gezahlten Honorar verbliebenen 15.000 Euro erhielten am Freitagnachmittag je zur Hälfte der Verein Thüringer Oberlandbahn und das Theater Gera für das Projekt „Cohn Bucky Levy – der Verlust“.

Veröffentlichung: 09.08.2017