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Kalender „Persönlichkeiten in Gera“ Teil 2


Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn und Sabine Schellenberg, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, präsentieren den Kalender Persönlichkeiten in Gera“ Teil 2. (Stadtverwaltung/René Soboll) Die Stadt Gera verfügt über 2000 Gebäude unter Denkmalschutz. Die hohe Anzahl von hochwertigen Bauten der Gründerzeit ist mit dem industriellen Aufschwung und dem Wirtschaftswachstum im 19. Jahrhundert entstanden. In der Gründerzeit entwickelten sich große Firmen mit weltweiten Handelsbeziehungen. Neben der ständig wachsenden Textilbranche entwickelten sich der Maschinenbau, der Werkzeugbau, der Fahrzeugbau, der Musikinstrumentenbau u.a.m. Mitte des 19. Jahrhunderts war Gera eine der reichsten Städte Deutschlands. Es entstanden Planungen für Stadterweiterungen und Verkehr. Eine Vielzahl von Verordnungen und Ortssatzungen wurden erlassen. Es entwickelten sich Mietswohnungsbau und großflächige Industrieanlagen, wie zum Beispiel Websäle unter Shedhallenkonstruktionen und über einhundert Villenbauten, 60 davon stehen heute unter Denkmalschutz.

Die Herausgabe des Kalenders über bedeutende Geraer Persönlichkeiten war 2016 ein großer Erfolg. Damit war der Grundstein für weitere Veröffentlichungen in diesem Format gelegt. Für 2018 erscheint nun der zweite Teil in etwas verändertem Konzept. Die Idee für eine solche gebündelte Darstellung entstand bei Sabine Schellenberg beim Gang über den Südfriedhof mit seinen über 200 Wandgräbern, die im Zeitraum zwischen 1883 und 1945 dort entstanden sind. Diese Familien haben nach Kriegsende Gera verlassen und nur selten wird dort noch ein Grab gepflegt. Die Auswahl der Personen erfolgte wieder auf der Grundlage der Denkmalliste der Stadt Gera unter dem Aspekt der Verbindung der Lebensleistung der Person mit den zugehörigen Kulturdenkmalen, wie Villen und Industrieanlagen, die noch vorhanden sind, bis hin zu den sehr repräsentativen Erbbegräbnissen auf unseren Friedhöfen. Es gibt also zu diesem Thema noch viele Fundstellen. Mit der Geraer Unternehmerschaft sind nicht nur die Namen von Persönlichkeiten der Großindustrie mit Ihren Produktionsanlagen verbunden, sondern auch hervorragende Architekten und Baumeister der Villengebäude, wie Rudolf Schmidt, Fritz Köberlein, Carl Zaenker, Henry van de Velde oder Ferdinand Luthmer. Für die aufwändige Arbeit der Materialsammlung mit Zusammenstellung der Daten, des Fotomaterials und Erarbeitung von Textentwürfen ist Susann Abraham zu danken. Sollten kleine Fehler entdeckt werden, bitten wir um Nachsicht. Für die Bereitstellung von Materialien wird dem Heimatforscher Roland Knoll herzlich gedankt. Die Verwendung von Fotos aus der Denkmaltopographie der Stadt Gera wurde vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie erlaubt. Dank gebührt auch allen Eigentümern von Kulturdenkmalen, dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum für die Bereitschaft zur Mitwirkung. Der Verkauf beginnt in der Woche nach dem Tag des offenen Denkmals in der Gera Information am Markt, in Museen und im Buchhandel. Wir wünschen viel Freude beim Entdecken von Zusammenhängen, die nur mit dem Wissen um das Wirken von herausragenden Persönlichkeiten in unserer Stadt deutlich werden.




Veröffentlichung: 08.09.2017