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25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur

Auftakt mit Eröffnung der Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ - Martin Luther und die Juden - am 16. Oktober im Foyer zum Geraer Rathaussaal


Am 2. November, 17 Uhr, wird im Stadtmuseum eine thematische Führung durch die Sonderausstellung "Fremde in der Heimat - Heimat in der Fremde" angeboten (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Gera an den 25. Tagen der jüdisch-israelischen Kultur. In Gera werden dazu 22 ausgewählte Veranstaltungen, wie Konzerte, Vorträge, Ausstellungen, Lesungen oder Filmvorführungen, durchgeführt. Auftakt bildet am Montag, 16.Oktober, 16 Uhr, die Eröffnung der Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ – Martin Luther und die Juden. Diese wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland als Wanderausstellung konzipiert und ist nun, dank der Zusammenarbeit zwischen der Evangelisch - Lutherischen Kirchgemeinde und der Stadtverwaltung Gera, bis zum 24. November im Foyer zum Rathaussaal am Kornmarkt zu sehen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Zur Eröffnung mit Vertretern der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Gera und der Stadtverwaltung sind die Geraer Bürger herzlich eingeladen.
Der Superintendent vom Kirchkreis Gera Andreas Görbert sowie Fachdienstleiter Presse, Marketing, Kultur und Sport Uwe Müller eröffneten heute (16.10.2017) die Ausstellung "Ertragen können wir sie nicht" - Martin Luther und die Juden und damit die 25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur. Die von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland konzipierte Wanderausstellung ist bis zum 24. November 2017 im Foyer zum Rathaussaal am Kornmarkt zu sehen. (Stadtverwaltung/Sina Kühn) Anliegen des Festivals ist es, einerseits der jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Regimes zu gedenken, zu mahnen und sich andererseits aber zugleich der daraus erwachsenden Verantwortung und Verpflichtung unserer Generationen in der Gegenwart und für die Zukunft bewusst zu werden. In der Vielzahl der Veranstaltungen, die in Gera unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn stehen, können sich die Gäste sowohl mit der jüdischen Geschichte, dem dunklen Kapitel des Holocaust, aber auch mit dem heutigen jüdischen Leben sowie der jüdischen Kultur in Deutschland und Israel auseinandersetzen. Dabei sind das Kennenlernen und Erleben, das Verstehen und Begreifen jüdischer Traditionen und Kultur ebenso Anliegen, wie die so dringend notwendige Festigung gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz für ein friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Religionen.

Martin Luther war nicht nur ein genialer theologischer Denker und mutiger Reformator der Kirche, sondern auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann. Wie kann Luthers Judenfeindschaft verstanden werden? Was ist ihr Kontext? Kann man sie als Entgleisung bewerten, war sie schlicht zeitbedingt oder weist sie auch auf Grundprobleme der reformatorischen Theologie hin? Diesen Fragen versucht die Ausstellung auf den Grund zu gehen und Antwortmöglichkeiten anzubieten.

Im Begleitprogramm der Ausstellung findet am Mittwoch, 25. Oktober, 19 Uhr, im Geraer Rathaussaal der Vortrag: „Vorurteil oder theologische Überzeugung? – Martin Luthers problematisches Verhältnis zu Juden und Judentum“ mit Prof. Dr. Thomas Kaufmann der Georg-August-Universität Göttingen statt (Eintritt frei).


Veröffentlichung: 10.10.2017