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Geraer Bibliothek wird am 25. Oktober mit dem Thüringer Bibliothekspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen geehrt

Aktionswoche rund um den Thüringer Tag der Bibliotheken in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera


Märchenerzähler und Spielmeister Andreas vom Rothenbarth gestaltet das Lesefest für Kinder am 23. Oktober, 15 Uhr. (privat) Die Stadt- und Regionalbibliothek Gera wird am Mittwoch, 25. Oktober, zum Thüringer Bibliothekstag in Erfurt mit dem Thüringer Bibliothekspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen geehrt. Als eine moderne Bibliothek im Herzen der Stadt ist sie gleichermaßen Wissenszentrum, Freizeittreff und Bildungseinrichtung, ein Haus mit vielen Gesichtern und offen für alle. Rund um den Internationalen Tag der Bibliotheken am 24. Oktober bietet die Geraer Bibliothek eine Vielzahl von Veranstaltungen in einer Aktionswoche an. Damit stellt sie sich in eine Reihe mit den Bibliotheken bundesweit, die jährliche in einer Aktionswoche im Rahmen von Netzwerk Bibliothek mit Lesungen, Ausstellungen und Events auf die innovativen Leistungen und kreativen Angebote der Bibliotheken aufmerksam machen wollen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Los geht es am Montag, 23. Oktober, 15 Uhr, mit einem Lesefest für Kinder. Dieses ist gleichzeitig auch der Abschluss des Freizeit-Lese-Projektes „Ich bin eine Leseratte“. Das Programm des Lesefestes gestaltet der wunderbare Thüringer Märchenerzähler und Spielmeister Andreas vom Rothenbarth mit fantasievollen Märchen, Familienspielen und lustigen Mit-Mach-Aktionen. Nach der Übergabe der Büchergutscheine an die Gewinner der Leseprojektes durch Christian Schütze von der Sparkasse Gera-Greiz kann ausgiebig gespielt und geschmökert werden.


Kabarettist Gunnar Schade präsentiert sein Programm „Nach uns die Vernunft oder: Intelligenz gibt's eben nicht als Schnäppchen“ am 24. Oktober - zum Tag der Bibliotheken - um 19:30 Uhr. (Foto: Contao) Am Dienstag, 24. Oktober, lädt der Förderverein der Stadt- und Regionalbibliothek von 10 bis 18 Uhr zum Bücher-Flohmarkt ein. Auch Bibliotheksregale haben nur ein begrenztes Fassungsvermögen, so dass immer wieder ältere Bücher Platz machen müssen für Neues. Unter den ausrangierten Büchern gibt es aber durchaus so manches schöne Stück. Jedes Buch wird gegen eine kleine Spende abgegeben. Mit den Einnahmen unterstützt der Förderverein „Buch & Leser“ die Bibliotheksarbeit. Am Abend, 19.30 Uhr, präsentiert Kabarettist Gunnar Schade sein Programm „Nach uns die Vernunft oder: Intelligenz gibt's eben nicht als Schnäppchen“. Gunnar Schade steht für Satire vom Feinsten. In kurzen Aphorismen bringt er pointiert auf den Punkt, wofür andere Seiten schreiben müssen. Auch sein aktuelles Bühnenprogramm ist ein Sprachwitz-Feuerwerk. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Thüringer Literaturrat statt.

Am Mittwoch, 25. Oktober, 19.30 Uhr, ist Lisa Frieda Cossham Gast eines Buchgesprächs. „Plötzlich Rabenmutter: Wie ich meine Familie verließ und mich fragte, ob ich das darf“ ist der Titel ihres aktuellen Buches. Lisa Frieda Cossham, geboren 1979 in Berlin, ist der Familientradition folgend mit 22 Jahren Mutter geworden. Sie hat Theaterwissenschaft studiert, ein zweites Kind bekommen und nach ihrem Magisterabschluss die Deutsche Journalistenschule besucht. In ihrem Buch schreibt Lisa Frieda Cossham offen über ein Tabu: Sie ist Teilzeitmutter. Sie hat ihre Wünsche über das Familienglück gestellt, ihren Mann verlassen und sieht ihre Töchter seitdem nur jede zweite Woche. Aus einer Familie ist eine gleichberechtigte Elternschaft entstanden, welche die Öffentlichkeit ungleich bewertet: Während der Vater bewundert wird, weil er sich kümmert, gilt die Mutter als Rabenmutter. In ihrem Buch setzt sich die Autorin mit einem Mutterbild auseinander, das permanente Präsenz voraussetzt, berichtet über die unerwarteten Herausforderungen als „halbe“ Mutter und plädiert für ein ebenbürtiges Rollenverständnis. Das Buchgespräch findet in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen statt.

Lisa Frieda Cossham spricht über ihr Buch „Plötzlich Rabenmutter: Wie ich meine Familie verließ und mich fragte, ob ich das darf“ am 25. Oktober, 19:30 Uhr. (Foto: Olga Kessl) Am Donnerstag, 26. Oktober, 19 Uhr, sind die Geraer Gehölzfreunde zu Gast in der Bibliothek. Im Mittelpunkt des Abends steht „Die Fichte - Baum des Jahres 2017“. Professor Martin Heinze erzählt Interessantes rund um die Gewöhnliche Fichte (Picea abies), die eigentlich in der Taiga beheimatet, erst durch ihre forstwirtschaftliche Bedeutung zur zahlenmäßig stärksten Baumart heute in Deutschland geworden ist. Im Anschluss zeigt Uwe Conrad die schönsten Fichtenexemplare unserer Heimat und informiert über ihre Lebensgemeinschaften mit Insekten und Pilzen.

Zum Abschluss der Woche, am Samstag, 28. Oktober, 10.30 Uhr, sind die Jüngsten (ab vier Jahren) eingeladen in der Reihe „Bücher beißen nicht“ einer Vorlesegeschichte zu lauschen. „Zwei Räuber und drei Schlossgespenster“ ist der Titel des Buches, aus dem vorgelesen wird: Die drei Mausekinder Billi, Rudi und Benno verbringen ihre Ferien im alten Schloss von Onkel Gustav. Was für ein Abenteuer! Bleibt nur noch eine Frage offen: Gibt es nun Gespenster oder nicht… Zum Vorlesen für die Jüngsten wird übrigens jeden Samstag eingeladen. Mehr Informationen zur Bibliothek unter www.biblio-gera.de.


Veröffentlichung: 13.10.2017