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Der Fachdienst Tiefbau der Stadt Gera rückt den Schlaglöchern zu Leibe

Über 80 Straßenzüge wurden im Zuge der Instandsetzungsarbeiten allein durch den Bauhof bis Mitte Oktober bearbeitet - 650 Tonnen Heißmischgut wurden dabei verbaut


Den Straßenschäden rückt die Stadt Gera in diesem Jahr seit dem 3. April intensiv zu Leibe. Der Fachdienst Tiefbau ist als Straßenbaulastträger für die Instandhaltung von zirka 600 Kilometer Straßen und zirka 350 Kilometer Gehwegen im Stadtgebiet von Gera verantwortlich. Die provisorische Schlaglochflickung mit Asphalt durch den Bauhof wurde bis Mitte Oktober mit Unterbrechungen etwa 28 Wochen durchgeführt. Ausfälle ergaben sich aufgrund von Regentagen, an denen durch den Bauhof Arbeiten an Entwässerungseinrichtungen, Gullys, Schlitzentwässerungen und Abschlägen vorgenommen worden sind. Viele kommunale Straßen Geras sind aber nur unzureichend mit den herkömmlichen Mitteln zu reparieren, zu unterhalten und instandzusetzen. Immer mehr Schadstellen sind nur noch durch aufwendige, großflächige und umfassende bauliche Maßnahmen zu beseitigen. Gründe dafür sind die in der Mehrzahl noch vorhandene Straßenbausubstanz aus der Vorwendezeit.


(Archiv Stadtverwaltung)
Im Zuge der Straßeninstandsetzungsarbeiten wurden durch den Bauhof bis Mitte Oktober 2017 zirka 650 Tonnen Heißmischgut verbaut. Die Ränder der größeren Flickstellen wurden in der Regel mit Bitumenemulsion verklebt, um das Eindringen von Oberflächenwasser zu verhindern. So wurden bis jetzt über 80 Straßenzüge durch den Bauhof bearbeitet. Durch Fremdfirmen wurden neun Straßenzüge, Am Fischer, Lengefelder Straße, Ortslage Taubenpreskeln, Büchsenberg, Roter Weg, Seeligenstädter Straße, Louis-Schlutter-Straße, Dr.-Friedrich-Wolf-Straße und die Clara-Viebig-Straße instandgesetzt. In dem vom Hochwasser aus dem im Jahr 2013 betroffenen Stadtteil Untermhaus sind zusätzliche Instandsetzungsmaßnahmen an Straßen im Rahmen eines Förderprogrammes des Landes fertiggestellt worden. Im Ergebnis wurden in der Regel die Straßendecken vollständig saniert, das heißt gefräst und mit Asphalt erneuert. Dazu gehören u.a. der Amselweg, Am Kupferhammer, die Fichte-, Hans-Delbrück- und Albertstraße sowie die Restarbeiten in der Untermhäuser Straße im Bereich zwischen Conradstraße und Gartenzentrum Fiedler.

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn: „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern vom Bauhof und bei allen Beteiligten Firmen, die mit einem so großen Engagement bei den Straßeninstandsetzungsarbeiten tatkräftig zugepackt haben und derzeit zupacken. Ich habe mich massiv dafür eingesetzt, dass die Schäden an den Straßen schwerpunktmäßig beseitigt werden. Das ist im Interesse unserer Bürger und Autofahrer. Wir werden auch weiterhin dran bleiben“.

Die Schäden in der Langen Straße wurden fachgerecht saniert und die Straße der Völkerfreundschaft im Bereich zwischen Bahnunterführung und Lasurstraße auf Höhe der Tankstelle mittels Einbau eines Dünnschichtbelages repariert. Um Beschwerden zeitnah abarbeiten zu können, sind die bestehenden Möglichkeiten zur Schlaglochflickung mit einer Kolonne sehr gering. Als zeitweise Verstärkung dieser Kapazitäten wurden erneut Arbeiten mit dem Patchmatikgerät des Bauhofes auf der Verbindungsstraße B2 – Rusitz – Roben – Steinbrücken und auf der Verbindung Roschütz – Röpsen – Dorna durchgeführt. Im Zuge einer Vergabe von Patcharbeiten an eine Fremdfirma wurden in diesem Jahr die vorhandenen unfallgefährdenden Schadstellen in der Altenburger Straße, Straße des Bergmanns, Naulitzer Straße, Gagarinstraße und Liebschwitzer Straße beseitigt.

Es konnten auch zusätzliche Leistungen für Straßeninstandsetzungsarbeiten über die Jahresausschreibung an Fremdbetriebe vergeben werden. Hier erfolgten partielle Deckensanierungsarbeiten in der De-Smit-Straße, im unteren Bereich der Nürnberger Straße zwischen Schleizer Straße und dem Abzweig Wiesestraße und der Reichenbacher Straße in Kleinaga. Besonders hervorzuheben sind die Deckenerneuerungen im Stadtgraben, der im Jahr 2017 nun zu etwa 80 Prozent vollständig saniert wurde. Durch diese Maßnahme konnten alle dort vorhandenen Unfallgefahrenstellen beseitigt werden. Weiterhin erfolgte eine Deckensanierung im oberen Teil der Nürnberger Straße von Einmündung Karl Wetzel Straße/Kretschmer Straße bis zum vorhanden Neuausbau auf einer Länge von zirka 250 Metern.

In diesem Jahr wurden ebenfalls insgesamt 25 weitere Kleinaufträge vergeben. Das betraf Instandsetzung einzelner Straßeneinläufe bis zu weiteren Schadstellenbeseitigungen an Straßen und Gehwegen, zum Beispiel in der Leibnizstraße, Haeckelstraße, Körner Straße, Dornaer Straße, Eiselstraße und der Kurt-Keicher-Straße. Eine Rissesanierung konnte aufgrund der Haushaltssituation der Stadt nicht beauftragt werden. Die hier geplanten Arbeiten sind nun für das Jahr 2018 vorgesehen. Von insgesamt 17 Ortsteilen war der Fachdienst bisher in 10 Ortschaften mit Eigenkapazitäten tätig. Hier wurden sowohl unterschiedlichste Unfallgefahren auf Straßen als auch an Entwässerungseinrichtungen und Banketten sowie Gräben beseitigt. Weitere Aktivitäten des Bauhofes bis zum derzeitigen Zeitpunkt waren u.a. die Beseitigung von zirka 280 Unfallgefahrenstellen, der Einbau von etwa 100 Tonnen Fräsgut auf unbefestigten Wegen und die Instandsetzung von über 60 Straßeneinläufen.

Veröffentlichung: 30.10.2017