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Erster Spatenstich für neue Reithalle in Gera-Milbitz

Projekt ist Bestandteil der Landesprogramme Gewässerschutz/Hochwasserschutz und wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro finanziert – OB Dr. Viola Hahn bedankt sich bei allen Beteiligten


Der erste Spatenstich für die neue Reithalle in Gera-Milbitz in einem Wertumfang von rund drei Millionen Euro wurde im Beisein u.a. von Staatsekretär Olaf Möller, Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, der Thüringer Landgesellschaft, Mitgliedern des Reitvereines Gera-Thüringen, Vertretern der am Bau beteiligten Firmen und Gästen aus Politik und Wirtschaft feierlich vollzogen. Dieses Projekt ist Bestandteil der Landesprogramme Gewässerschutz/Hochwasserschutz und wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen finanziert. Im nächsten Jahr soll die neue Reithalle fertig werden. Der Rückbau der alten Reithalle ist für 2019 vorgesehen. Bereits im Mai erfolgte in Regie des Vereines die Grundsteinlegung für den Neubau des Vereinsgebäudes. Es werden über 790.000 Euro in das Gebäude und rund 32.000 Euro in die Möblierung investiert. In die Infrastruktur des Reitstadions fließen weitere rund 380.000 Euro. Die über 2.800 Quadratmeter große Halle bietet 32 Pferdeboxen und entsteht auf dem südlichen Dressurplatz

Beim ersten Spatenstich für die neue Reithalle in Gera-Milbitz: Dr. Alexander Schmidtke, Geschäftsführer der Thüringer Landgesellschaft, Sabine Beikirch, Vorsitzende des Reitvereins Gera/Thüringen, Olaf Möller, Staatssekretär Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, Martin Feustel, Präsident der Landesanstalt für Umwelt und Geologie, und Bauleiter Christian Voigt. (Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller) „Mein Dank gilt allen, die an der Planung und Umsetzung dieser sehr komplexen Baumaßnahmen zusammenarbeiten, insbesondere dem Freistaat Thüringen, der Thüringer Landgesellschaft und dem Generalplaner Büro Beierlein und Weise. Mein besonderer Dank gebührt den 112 Mitgliedern des Reitvereins Gera/Thüringen. Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, dem Vereins- und Reitbetrieb, mussten sie sich parallel mit dem Baugeschehen befassen. Umso mehr Anerkennung und Respekt verdient, was Sie hier leisten. Vier qualifizierte Reitlehrer stehen zur Ausbildung und für die tägliche Arbeit zur Verfügung. Aktuell trainieren zwei Gruppen und zwei Nachwuchs-Einzelvoltigierer an vier Tagen in der Woche auf der Anlage“, so Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn anerkennend. „Mit den Millionen-Investitionen, die gegenwärtig hier getätigt werden, verbindet sich auch die Hoffnung, die Frau Beikirch anlässlich des ersten Spatenstiches für das neue Vereinsgebäude zum Ausdruck gebracht hat: Wieder ein jährliches Reitsport-Ereignis auszurichten, das über Thüringen hinaus ausstrahlt. Ich wünsche den Bauarbeiten einen guten und unfallfreien Verlauf, dem Reitverein Gera/Thüringen und uns gemeinsam viel Erfolg.“

Das Hochwasser war bitter für die Stadt, so die OB weiter. Mit den Wiederaufbaumaßnahmen können aber auch wichtige Investitionen getätigt werden. Für diese hätte es sonst keine Möglichkeiten gegeben. Und vor allem: Die Stadt leiste gemeinsam mit dem Freistaat Vorsorge, um künftig bei extremen Naturereignissen besser gewappnet zu sein. Hierfür sei eine möglichst breite öffentliche Akzeptanz wichtig. Deshalb dankte die OB der Thüringer Landgesellschaft, die Bevölkerung gut zu informieren und in die Maßnahmen einzubeziehen.

Der Hochwasserschutz an der Weißen Elster ist Aufgabe des Freistaates Thüringen. Seit 2015 erfolgen umfangreiche wasserbauliche Planungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zwischen Gera und der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt. Mit der Durchführung der notwendigen wasserbaulichen Maßnahmen in Verantwortung des Freistaates Thüringen ist die Thüringer Landgesellschaft mbH im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie tätig. Sie koordiniert den Planungs- und Umsetzungsprozess. Teil dieses Prozesses ist es, Hochwasserschutzanlagen näher an die örtliche Bebauung heranzusetzen. Als eine erste Maßnahme wird die Reithalle Milbitz aus dem zukünftigen Hochwasserabflussprofil der Weißen Elster zurückgebaut. Sie wird, wie Experten versichern, an einem hochwassersicheren Standort neu errichtet. Die Verlagerung der Reithalle ist eine vorbereitende Maßnahme zur Rückverlagerung der bestehenden Deichlinie an die Ortslage Milbitz.

Veröffentlichung: 20.10.2017