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Über 400 Geraer und Gäste beim gemeinsamen Lutherwegwandern mit Theater dabei


Karola und Dr. Andreas Herrmann im Stadtwald. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Ein „reicher Tag für Körper, Geist und Seele“ sei für ihn der Reformationstag gewesen, so Dr. Andreas Herrmann am vergangenen Dienstagnachmittag (31.10.). Er war mit Frau Karola und mehr als 400 Wander- und Spazierfreunden in Gera unterwegs zum „Lutherwegwandern mit Theater“. Die „Mischung aus Natur, Religion, Historie, Stadterleben, Kunst und internationaler Atmosphäre durch die holländischen Gäste“ habe für ihn eine gelungene Veranstaltung für Gera ergeben. Mit dieser müsse sich die Stadt nicht hinter Reformationsfeierlichkeiten anderswo verstecken. Andreas Herrmann als einer der Aktiven der Geraer Johannesgemeinde war nicht allein mit seinem guten Gefühl, das ihn zwischen dem Auftaktgottesdienst in der Salvatorkirche und dem Ziel im Stadtwald am Reformationskreuz begleitete.
Familie Schimmel (links) traf gerade im Nachhausegehen auch noch die Mutti (rechts). (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Auch Karen und Hartmut Schimmel mit Tochter Paula sagten im Stadtwald nach der 10-Kilometer-Wanderung von Collis über den Fuchsturm bis zur Waldhausbrücke: „Danke an die Veranstalter. Die Wanderung durch die Natur, das Gemeinschaftserlebnis und das Erleben eines historischen Ereignisses in dieser Form waren überraschend schön. Es hat sich gelohnt, dabei zu sein.“
"Unduldsame Gespräche" als szenische Lesung der Schauspielprofis von TPThüringen. (Stadtverwaltung/Catrin Heinrich) Die „Grünwerkstatt Stadtwald erleben“ hatte die Wanderungen organisiert. Theater & Philharmonie Thüringen unterstützte anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums. Unter Regie von Schauspielchef Manuel Kressin beeindruckten Bruno Beeke, Ines Buchmann und Thomas C. Zinke in der Salvatorkirche sowie beim Open Air rund um den Fuchsturm die Wanderer. Sie transportierten äußerst anregenden Stoff mit dem, was Johann Wolfgang v. Goethe oder Thomas Mann, Friedrich Nietzsche oder Karl Marx über Luther einst äußerten. Auch Luthers Selbstreflexion spielte eine Rolle. Viele Wanderer erlebten die Auszüge aus der szenischen Lesung „Unduldsame Gespräche“ als „sehr bewegend“, „darüber habe ich noch lange nachgedacht", wie es beim Weiterwandern untereinander hieß.


Viele der Wanderer erlebten ihre Gambenmusikpremiere beim Spiel des Ensembles um Antonio Clavijo Rojas in den Geraer Kirchen. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Ebenso große Begeisterung und Nachdenken über „Luther und die Welt“ löste das Gambenconsort um Jesús Antonio Clavijo Rojas in der Marienkirche und in der Zwötzener Kirche aus. Zwischen „das war heute meine Gambenpremiere“ bis hin zu „meditativ“ oder zu „ich tauchte voll in die Zeit vor 500 Jahren ein“, resümierten viele Wanderer das Musikerlebnis und gaben indirekt Claudia Baumgartner Recht, als sie von einer „neuen Qualität und kunstvollen Aufwertung des Lutherwegwanderns“ durch die Theaterbeteiligung am Lutherwegwandern sprach und herzlich den Theatermachern dankte. Sie würdigte außerdem den durch das Theater, durch alle Organisatoren und Wanderer in Gera gelebten Gemeinschaftssinn. Diesen unterstrichen auch Heinrich-Dieter Hischer vom Stadtwald-brücken-Förderverein und Felix Eckerle, Chefdramaturg von TPThüringen, zur Begrüßung aller Gäste in Collis. Für Eckerle zeige ein Tag wie dieser in Gera, dass das Reformationsjubiläum mehr zu bieten habe als Luther-Playmobilfiguren.
Zur Eröffnung in Collis begrüßten (v.l.): Claudia Baumgartner, Dezernentin Bau und Umwelt Gera, Elisabeth Kaiser, neue SPD-Bundestagsabgeordnete, Felix Eckerle, Chefdramaturg TPThüringen, Heinrich-Dieter Hischer, Stadtwaldbrückenförderverein, Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Kultur und Europa in Thüringens Staatskanzlei, Horst Richter, Kirchbauverein Gera und Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt. Mit durch Gera unterwegs waren auch die Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, Dr. Babette Winter, die neue Geraer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser sowie Mitglieder des Geraer Stadtrates. Als Gäste der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen wanderten auch Christen von STIOC aus Arnhem auf dem Lutherweg mit und gestalteten eigene Beiträge zum Gottesdienst in der Salvatorkirche. Die Niederländer und die hiesigen Pfarrer Dr. Frank Hiddemann und Pfarrer Michael Kleim füllten die Denkzettel für alle Gottesdienstteilnehmer mit vielen Themen zwischen Vertrauen und Gottvertrauen, zwischen Widerstand gegen Obrigkeiten und Würdigung der Demokratien in beiden Ländern.

Zum Organisationsteam des Lutherwegwanderns und zur „Grünwerkstatt Stadtwald erleben" gehören der Förderverein Geraer Stadtwaldbrücken e.V., der Kirchbauverein Gera e.V., die OTEGAU, Privatpersonen, Ehrenamtliche und die Stadtverwaltung Gera. Der Ökumenische Kirchbauverein weihte anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums an der Zwötzener Kirche die 13. Lutherweg-Infotafel in Gera ein.
Im Stadtwald fand die Andacht statt. Danach sorgten die Vereine für Verplegung und viele Wanderer verweilten gern noch ein wenig. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Musikalisch unterstützte an mehreren Wanderstationen der Posaunenchor der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Gera, zum Gottesdienst in St. Salvator spielte Kantor Martin Hesse Orgel. Die Ökumenische Andacht im Stadtwald am Reformationskreuz gestalteten gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Gera unter anderem mit Superintendent Andreas Görbert, Pfarrer Mathias Hock und Pastor Thomas Härtel.
FOTOIMPRESSION VON TOUR 2 ZWISCHEN SALVATORKIRCHE UND REFORMATIONSKREUZ



(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Rund 200 Gäste kamen in die Salvatorkirche zum Gottesdienst. Dass die Gesangbücher nicht für alle ausreichten, machte Pfarrer Dr. Frank Hiddemann wieder wett durch die sympathische persönliche Begrüßung aller Gäste am Eingang und einen von vielen Gästen als sehr gelungen erlebten Festgottesdienst mit internationalen Gästen.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Die beiden Damen hatten sich ihr sehr indviduelles Plätzchen zum Gottesdienst ausgesucht (:-).
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Für den guten Überblick wählte sich Manuel Kressin den Platz in der letzten Reihe mittig in der Salvatorkirche. Der TPT-Schauspieldirektor sorgte mit seinem Team für ein Highlight während des Gottesdienstes. Die Auszüge aus der szenischen Lesung "Unduldsame Gespräche" sorgten für viele weitere Gespräche während der anschließenden Tour auf dem Lutherweg.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Dr. Babette Brehme und Hendrik Schnöke gehörten zu den Gästen in der Kirche und zu den Mitwanderern bis in den Stadtwald. Herr Schnöke hatte als Mitglied des Orchesters von TPThüringen die Organsation und Theaterbeteiligung zum "Lutherwegwandern mit Theater" sehr unterstützt.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Pfarrer Michael Kleim (Foto) hier während des Gottesdienstes in der Salvatorkirche.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Dr. Hans van de Wal aus Arnhem (Foto) gestaltete gemeinsam mit den Pfarrern aus Gera den Gottesdienst.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Die niederländischen Gäste waren auf Einladung der Evangelischen Kirchen Geras zu Besuch in der Stadt.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Dr. Frank Hiddemann hier während des Gottesdienstes. Er war für die Evangelische Kirche Gera der Beauftragte zu den Feierlichkeiten anlässlich 500 Jahre Reformation in diesem Jahr. Er hatte gemeinsam mit Manuel Kressin vor über einem Jahr die Idee für ein Theaterstück anlässlich des herausragenden Jubiläums entwickelt. Daraus erwuchs die szenische Lesung "Unduldsame Gespräche".
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Kantor Martin Hesse an der Orgel in der Salvatorkirche.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Nach dem Gottesdienst in Salvator machte sich ein Teil der Gottesdienstteilnehmer auf zur kleinen Wanderung durch die Innenstadt bis in den Stadtwald. Die Wanderfreudigen starteten zu ihrer "Tour 2 des Lutherwegwanderns mit Theater". Mit Zwischenstopp am Stadtmuseum und Theater wollten sie um 12 Uhr in der Untermhäuser Marienkirche ankommen. Dort erwartete sie "Musik der Lutherzeit".
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Sie waren schon voriges Jahre zum Lutherwegwandern mit dabei - und weil es so schön war, kamen sie dieses Jahr wieder, hier gerade angekommen auf der Untermhäuser Brücke.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Weitere Teilnehmer am Lutherwegwandern hier auf der Untermhäuser Brücke.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Hier einige der niederländischen Gäste mit ihren Betreuern aus Gera beim Lutherwegwandern.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Die Marienkirche hatten dank der geöffneten Empore Sitzplätze für die über 200 Gäste. Damit ließ sich die Musik aus der Lutherzeit ganz entspannt genießen.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Ziel erreicht: Im Stadtwald trafen sich die Teilnehmer beider Touren. Rund um das Reformationskreuz und die Waldhausbrücke erlebten sie die Ökumenische Andacht.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Nach der 10-Kilometer-Tour aus Collis waren auch die neue Geraer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser und Elke Lier (l.) gut im Stadtwald angekommen. "Ein sehr schönes Erlebnis", so Elisabeth Kaiser. Sie habe viele Bekannte getroffen in ihrer Heimatstadt und den Eindruck, dass sich sowohl Gläubige als auch Nichtgläubige gut aufgehoben fühlten können. Die Wanderung stehe für sie im Zeichen von Heimatverbundenheit und Miteinander auf kurzweilige und zugleich tiefgründige Art. Elke Lier erlebte das Wandern als reizvoll und romantisch durch das Zusammenspiel von Natur, Religion, Kunst und Kultur. Die gute Verpflegung am Ziel runde die Veranstaltung sehr passend ab. Wenn es klappt, sei sie beim nächsten Mal gern wieder dabei.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) "Happchenweise" konnte sich jeder auch nur einen für passenden Teil der Veranstaltung auswählen. Manche kamen einfach nur hinauf in den Stadtwald und verweilten hier.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Gera und Mitglied der Grünwerkstatt Stadtwald erleben, unterstützte die Vereine hier beim Ausreichen des Wildgulaschs.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Siegfried Wiesner war mit seiner Frau die 10 Kilometer ab Collis in den Stadtwald gewandert. Er hatte als Geschäftsführer der GMG Guss Tec GmbH in Gera vor rund einem Jahr den Guss des Bismarck-Medaillons für den Bismarckstein am Lutherweg im Stadtwald mit unterstützt.
(Stadt Gera/Catrin Heinrich) STEFFEN WEIß, INTERNETREDAKTEUR UND FOTOGRAF DER STADTVERWALTUNG GERA, BEGLEITETE FOTOGRAFISCH DIE TOUR 1 ZWISCHEN COLLIS ÜBER ZWÖTZEN IN DEN STADTWALD - HIER ZUR BILDERGALERIE

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Veröffentlichung: 02.11.2017