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Arbeitsplätze statt Leerstand

Sie haben es diese Woche vielleicht gelesen: Die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge im ehemaligen Bergarbeiterkrankenhaus wird nun offiziell geschlossen. Der Freistaat Thüringen will das Gebäude aber auf Abruf bereithalten – für den Fall, dass wieder mehr Flüchtlinge kommen.

Ich habe andere Vorstellungen. Es geht um Steuergelder – und da muss es um eine sinnvolle und nachhaltige Nutzung des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses gehen. Viele erinnern sich: Als die Immobilie noch im Besitz der Stadt war, hatte ich bereits Investoren für eine Wirtschaftsansiedlung gewonnen. Dann kam die Flüchtlingswelle und die Landesregierung kaufte das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus. Als absehbar war, dass das Flüchtlingsheim nicht mehr gebraucht wird, habe ich sofort an Ministerpräsident Bodo Ramelow geschrieben und ihm den Vorschlag unterbreitet, die Immobilie als Standort für das künftige Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz nachzunutzen. Das bringt mehrere hundert Arbeitsplätze. Mit Schreiben vom 15. November 2017 teilte die Thüringer Staatskanzlei mit, sie habe diese Anregung an die Fachressorts weitergeleitet…

Was im Klartext heißt: In absehbarer Zeit tut sich da nichts. Für mich ist es nicht verantwortbar, dass das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus, in das viele Millionen Euro Steuergelder vom Land geflossen sind, leersteht oder auf Abruf als Flüchtlingsaufnahmestelle vom Freistaat vorgehalten wird. Auch das kostet Steuergelder. Ich fordere eine zukunftsfähige Lösung für das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus, mit der Gera als Oberzentrum gestärkt wird.

Ihr Viola Hahn


Veröffentlichung: 25.11.2017