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Neue Kabinettausstellung „Violettes Gold – Amethyst-Kristalle aus sechs Kontinenten“

Im Museum für Naturkunde werden historische Raritäten gezeigt


Amethyst-Kristalle von Kuridala, Queensland, Australien, 5,2 x 4 cm (Museum für Naturkunde/Frank Hrouda) Das Museum für Naturkunde Gera präsentiert vom 27. Januar bis zum 3. Juni 2018 die Kabinettausstellung „Violettes Gold – Amethyst-Kristalle aus sechs Kontinenten“. Amethyst ist kein eigenständiges Mineral, sondern die lila-violette Varietät des farben- und formenreichen Minerals Quarz. Durch seine edle Farbe spielt Amethyst seit Jahrtausenden eine besondere Rolle als Edel- bzw. Schmuckstein. Die Besucher erwarten vorzügliche Amethyste von Fundstellen in Afrika, Süd- und Nordamerika, Asien, Australien und Europa.

Galt guter Amethyst vor Jahrhunderten noch als Seltenheit, so änderte sich das mit der Entdeckung gewaltiger Vorkommen in Brasilien und Uruguay. Beispielsweise um die Stadt Iraí im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul werden nach wie vor gewaltige Amethyst-Drusen mit bizarren Bildungen abgebaut. Erst seit wenigen Jahren werden die populären „Kaktus-Amethyste“ aus der Republik Südafrika ans Tageslicht befördert. Ihre Farbe reicht von blass lila bis zu intensiv violett. Unverwechselbar macht sie ihre typische Form. Durchaus bescheidener, aber seltener sind die ausgestellten Amethyste von den wenigen bekannten Thüringer Fundstellen. Zu sehen sind darunter abgerollte Amethyst-Kristalle aus der Kiesgrube Nobitz bei Altenburg und ein seltenes Stück vom Limberg südlich von Pößneck. Dieser Fundpunkt ist sehr Jahrzehnten erloschen. Die vorhandenen Stücke sind fast schon „historische“ Raritäten. Viel reicher gesegnet mit einem regelrechten „Netz“ aus Fundstellen ist das sächsische Erzgebirge, das durch interessante Stücke in der Ausstellung vertreten ist. Die ca. 80 zusammengetragenen Exponate stammen aus privaten Sammlungen und der mineralogischen Sammlung des Museums.

Veröffentlichung: 29.01.2018