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Weichenstellung auf Fernzüge

Zwölf Jahre ist Gera ohne Fernverkehr auf der Schiene. Ausgerechnet vor der Bundesgartenschau, als unsere Stadt Hunderttausende Besucher erwartete, war buchstäblich der Fern-Zug abgefahren. Im Dezember 2018 wird dieses traurige Kapitel Geschichte sein. Angekündigt wurde diese Woche, dass täglich drei Intercity-Züge aus Kassel und dem Ruhrgebiet, die bisher in Erfurt enden, bis in unsere Stadt weiterfahren.

Das kann aus meiner Sicht nur der erste Schritt sein. Wenn mehr Menschen auf den Zug umsteigen sollen, braucht es ein attraktives Gesamtpaket. Dazu gehört, dass die Intercity-Züge bis Chemnitz und Dresden weiterfahren. Voraussetzung ist der zügige weitere Ausbau der Strecke. Vorschläge liegen auf dem Tisch, wie Planungsverfahren beschleunigt werden können. Eine Verbindung, über die noch zu wenig bei den Entscheidungsträgern gesprochen wird, sind Ausbau und Elektrifizierung der Strecke nach Leipzig. Deshalb habe ich im Sommer 2017 gemeinsam mit dem Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, eine entsprechende Initiative gestartet. Wir verfolgen gemeinsame Interessen über Gebiets- und Ländergrenzen hinweg: den Anschluss ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz, die schnelle Erreichbarkeit der Metropole Leipzig und des dortigen großen Flughafens.

Neue Chancen sehe ich für ein besseres Zugangebot in unsere Partnerstadt Nürnberg. Mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Erfurt – Nürnberg fühlen sich einige Regionen in Oberfranken abgehängt. Weiterhin gibt es Potential für die Strecke ins tschechische Karlsbad.

Ihre Viola Hahn


Veröffentlichung: 24.02.2018