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Die Ausstellung „KuK an 2!“ geht zu Ende, Geras Neue Mitte nimmt Form an!


Rund 2.200 Bürgerinnen und Bürger informierten sich in der Ausstellung über die Pläne und Projekte zur Neugestaltung der Brache vor dem KuK. Leidenschaftliche Gespräche entspannten sich rings um die städtebauliche Modelle, die Initiativen Bürgerpark und Gera Haus sowie der Zitronenpresse. Fast 500 Besucher äußerten ihre Meinung bei den rund 30 Veranstaltungen und Führungen, etwa 250 Stellungnahmen gingen schriftlich ein. Die Veranstalter Stadt Gera und „Ja – für Gera“ in Kooperation mit der IBA Thüringen bedanken sich bei allen Ausstellungsmachern und Besuchern für ihren Einsatz für die Zukunft von Geras Innenstadt.

(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Sieben neue Elemente sollen künftig den Stadtraum in Geras Neuer Mitte prägen. Dabei schaffen Enge und Weite, vielfältige Freiräume und Gebäude einen urbanen Rhythmus mit Spannung und Abwechslung. Inhalte sind die „produktive Stadt“, „Bildung und Kultur“ sowie Wohnen in neuen urbanen Nachbarschaften:
1. Der neue Platz vor dem KuK wird zum lebendigen Treffpunkt der Region Gera und Verweilort mit Bäumen und Wasser.
2. Das neue Haus am Brühl wird zum Bindeglied zwischen Gera-Arcaden und Sorge, bildet ein Gegenüber für das KuK und rahmt den Museumsplatz. Arkaden und Dachterrasse schaffen neue Stadtqualitäten. Themen sind Gastronomie, regionale Produkte, Bildung und Gesundheit. Fußgängerfreundlicher zeigen sich die Wege im Zentrum.
3. Ein weiterer Solitär begrenzt den Platz vor dem KuK nach Norden und verleiht ihm so einen innerstädtischen Maßstab.
4. Ein neue Grünfläche erstreckt sich vor der Bibliothek, ausgehend vom Lesegarten um die große Platane.
5. Drei gemischte Wohnquartiere entstehen entlang der Breitscheid-Straße. Das „Gera-Haus“ steht hier für einen Bautyp, der Wohnen, Gewerbe und Grün vereint.
6. Ein Wohnhochhaus rahmt den Puschkinplatz und die neue Grünfläche und setzt eine zeitgenössische Marke in Geras Stadtlandschaft.
7. Eine autofreie Wegeverbindung mit Bäumen, Wasserlauf und Spielgelegenheiten zieht sich quer durch Geras Neue Mitte. Sie schafft ein grünes Band von der Vogelinsel in Richtung Hofwiesenpark und Hauptbahnhof.

(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Wie geht es nun weiter? Die Stadtverwaltung wertet mit den Bürgern die Hinweise aus. Das Planungsbüro yellow z wird den Entwurf des Rahmenplans entsprechend überarbeiten, um die genannten Elemente und ihr Zusammenspiel zu optimieren. Dann wird die Beschlussvorlage zusammen mit dem Abwägungsprotokoll erneut den Fachausschüssen und voraussichtlich im Juni dem Stadtrat vorgelegt. Mit dem Rahmenplan sind zunächst die Baufelder, Wege und Freiflächen abgesteckt. Danach kommen Grundstücksbildung und Bebauungsplan. Architektur und Freiraumgestaltung für den Platz vor dem KuK sollen in Realisierungswettbewerben geklärt werden.



(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Geras Neue Mitte ist das größte Stadtentwicklungsprojekt seit der BUGA Gera-Ronneburg 2007, insbesondere wenn man Häselburg, Campus Rutheneum und KuK-Sanierung mit einbezieht. Die Entwicklung wird sich entsprechend der Investitionskraft schrittweise und langfristig vollziehen. Solange möchten viele Bürger nicht mehr warten. Die AG Zwischennutzung des Initiativkreises plant für 2018 erste Pflanzungen und weitere Aktionen zur Aneignung und Belebung von Geras Neuer Mitte, darunter das Aufstellen und Flechten der Gera-Bänke, der Ausbau des Lesegartens und ein Info-Punkt. Auch die Initiative Bürgerpark will sich einbringen.

Mit dem Beschluss des Rahmenplans und den ersten Realisierungsvorhaben kann Geras Neue Mitte vom IBA Kandidat zum IBA Projekt werden. Die Internationale Bauausstellung Thüringen 2023 hat das Motto „Stadtland“. Zugleich weltoffen und mit regionalem Bezug sucht sie neue Verbindungen zwischen Ortskern und Landschaft, Architektur und Freiraum. Für Geras Neue Mitte heißt das ein starkes Zentrum in Ostthüringen mit regionaler Wertschöpfung und gestalterische Innovationen bei der Integration von Grün in der Stadt und in Gebäuden.

Weitere Infos über Geras Neue Mitte unter: www.gera.de/gnm und https://www.facebook.com/GerasNeueMitte/.



Veröffentlichung: 22.02.2018