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Museum der Harvard Universität zeigt Dix-Gemälde aus Gera

Die Kunstsammlung Gera ist mit einer Leihgabe des Otto-Dix-Gemäldes „Hiob“ in einer großen Kunstausstellung im Museum der Harvard Universität, USA, vertreten.
Leihgabe ist Beitrag zur Sonderausstellung „Inventur – Art in Germany, 1943-55“

Im Museum der Harvard Universität ist aktuell ein Gemälde von Otto Dix als Leihgabe der Kunstsammlung Gera zu sehen. „Inventur - Art in Germany, 1943–55“ ist der Titel der Sonderausstellung, die derzeit im Harvard Art Museum in Cambridge/U.S.A. gezeigt wird. Damit widmet sich erstmals ein amerikanisches Kunstmuseum dieser Phase der Kunstentwicklung in Deutschland.

Die Ausstellung vereint mehr als 160 Werke, die aus Sammlungen des Harvard Art Museums, aus deutschen und amerikanischen Institutionen sowie privaten Sammlungen aus der ganzen Welt stammen. Zahlreiche Werke davon wurden außerhalb Deutschlands noch nie gezeigt. Mit über 50 beteiligten Künstlern unternimmt die Exposition einerseits eine Art physische und moralische Bestandsaufnahme der interessantesten künstlerischen Positionen und untersucht die spannungsreich aufgeladene wie bemerkenswerte Kunstlandschaft in Deutschland von Mitte der 1940-er bis Mitte der 1950-er Jahre. Anderseits vermittelt sie ein spezifisches Bild der Situation und von den Bedingungen, denen Deutschland und seine Künstler in den turbulenten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegenüberstanden.

Die Kuratorin des Projektes Lynette Roth und ihr Team unternahmen auch in Deutschland umfangreiche Recherchen und hatten sich viele Werke in deutschen Museen und Sammlungen im Original angesehen. Im Jahr 2016 weilte Lynette Roth in Gera und wählte das 1946 entstandene Gemälde „Hiob“ von Otto Dix aus, welches sie als Leihgabe für die Ausstellung erbeten hat. Nach Abstimmung und Klärung aller leihvertraglichen und zolltechnischen Modalitäten konnte dem Leihersuchen entsprochen werden und das Bild als Leihgabe auf Reisen gehen.


„‘Inventur‘ verweist auf die Zerbrechlichkeit und Fragilität des Kunstschaffens jener Zeit, aber auch auf die unglaubliche Experimentierfreudigkeit dieser Künstler“, meint die Kuratorin und „wenn man genau hinsieht, zeigt sich, wie wichtig diese Kunst für das Verständnis der deutschen kulturellen Identität im 20. Jahrhundert ist.“

Die Ausstellung im Harvard Art Museum, Cambridge, Massachusetts ist noch bis 3. Juni 2018 zu sehen.


( Kuratorin Lynette Roth aus Cambridge lässt sich vom Leiter der Kunstsammlung Holger Peter Saupe das Gemälde Hiob von Otto Dix in Gera zeigen. Foto: Monique Hubka) Die Ausstellung vereint mehr als 160 Werke, die aus Sammlungen des Harvard Art Museums, aus deutschen und amerikanischen Institutionen sowie privaten Sammlungen aus der ganzen Welt stammen. Zahlreiche Werke davon wurden außerhalb Deutschlands noch nie gezeigt. Mit über 50 beteiligten Künstlern unternimmt die Exposition einerseits eine Art physische und moralische Bestandsaufnahme der interessantesten künstlerischen Positionen und untersucht die spannungsreich aufgeladene wie bemerkenswerte Kunstlandschaft in Deutschland von Mitte der 1940-er bis Mitte der 1950-er Jahre. Anderseits vermittelt sie ein spezifisches Bild der Situation und von den Bedingungen, denen Deutschland und seine Künstler in den turbulenten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegenüberstanden.


(Ausstellungsansicht im Harvard Art Museum mit dem Gemälde: Otto Dix, Hiob, 1946, Öl und Tempera auf Leinwand auf Tischplatte, 120,2 x 81,2 cm, Dauerleihgabe der Otto Dix Stiftung Vaduz in der Kunstsammlung Gera, WVZ Löffler 1946/2) Die Kuratorin des Projektes Lynette Roth und ihr Team unternahmen auch in Deutschland umfangreiche Recherchen und hatten sich viele Werke in deutschen Museen und Sammlungen im Original angesehen. Im Jahr 2016 weilte Lynette Roth in Gera und wählte das 1946 entstandene Gemälde „Hiob“ von Otto Dix aus, welches sie als Leihgabe für die Ausstellung erbeten hat. Nach Abstimmung und Klärung aller leihvertraglichen und zolltechnischen Modalitäten konnte dem Leihersuchen entsprochen werden und das Bild als Leihgabe auf Reisen gehen.


„‘Inventur‘ verweist auf die Zerbrechlichkeit und Fragilität des Kunstschaffens jener Zeit, aber auch auf die unglaubliche Experimentierfreudigkeit dieser Künstler“, meint die Kuratorin und „wenn man genau hinsieht, zeigt sich, wie wichtig diese Kunst für das Verständnis der deutschen kulturellen Identität im 20. Jahrhundert ist.“

Die Ausstellung im Harvard Art Museum, Cambridge, Massachusetts ist noch bis 3. Juni 2018 zu sehen.







Veröffentlichung: 08.03.2018