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Jana Hensel liest „Keinland“

Lesung und Buchgespräch in der Bibliothek am Puschkinplatz am 31. Mai im Rahmen des Geraer Bücherfrühlings - Kooperation mit der Gedenkstätte Amthordurchgang e. V. und dem Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


Jana Hensel (Michael Mann) Die Autorin Jana Hensel ist am Donnerstag, 31. Mai, 18 Uhr, Im Rahmen des Geraer Bücherfrühlings zu Gast in der Bibliothek am Puschkinplatz. Sie liest aus ihrem im Sommer 2017 erschienenen Buch „Keinland“. Es ist das literarische Debüt der Autorin, die vor 15 Jahren mit ihrem Buch „Zonenkinder“ bekannt geworden ist. „Keinland“ ist ein Liebesroman, aber auch ein Roman der Schuld, Erinnerung, Herkunft und Grenzen.

Eigentlich hatte Nadja nur ein Interview mit Martin Stern führen wollen, aber von der ersten Sekunde an ist da eine schwer erklärbare Nähe – und eine Fremdheit, die sich auch dann nicht auflöst, als die beiden sich näherkommen. Woher rührt diese Nähe? Und warum ist diese Fremdheit nur so schwer zu überwinden? Nadja sagt ja zu dieser Liebe, an die Martin nicht recht glauben kann. Martin, der als Jude in Frankfurt am Main aufgewachsen ist, Deutschland aber nach der Wiedervereinigung verlassen hat und nach Tel Aviv gezogen ist. Zu vieles liegt zwischen den beiden: biographische Erfahrungen, geographische Entfernung und eine Vergangenheit, die nicht nur mit den eigenen Lebensläufen zu tun hat.

Buchcover Das falsche Land, das richtige, das neue, das heilige – Jana Hensel lotet in kunstvollen Zeitsprüngen und Erinnerungen an Tage in Berlin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innigkeit und immer wieder scheiternde Gespräche die Grenzen zwischen zwei Liebenden aus. Dabei umkreist sie mit großer sprachlicher Kraft und Intensität unsere Auffassung von Heimat, Geschichte und Schicksal und stellt mit ihren Charakteren die Frage, wie weit die Vergangenheit unser Leben bestimmt.

Jana Hensel, geb. 1976 in Leipzig, studierte Romanistik und Neuere Deutsche Literatur in Leipzig, Aix-en-Provence, Berlin und Paris. Ihr Buch „Zonenkinder" über die Erfahrungen ihrer Generation vor und nach dem Mauerfall war ein Bestseller. Seither arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin, u. a. bei der unabhängigen Wochenzeitung „Der Freitag“. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen zur Bibliothek unter: www.biblio-gera.de

Veröffentlichung: 16.05.2018