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Kabinettausstellung „STEINREICH – Minerale aus dem Stadtgebiet von Gera“

Ausstellung im Museum für Naturkunde bis zum 6. Januar 2019


Mineralienvielfalt aus Gera (Frank Hrouda / Museum für Naturkunde Gera) Das Museum für Naturkunde Gera präsentiert vom 28. Juni 2018 bis zum 6. Januar 2019 als Ergänzung des Mineralienhöhlers die neue Kabinettausstellung „STEINREICH – Minerale aus dem Stadtgebiet von Gera“. Dass Gera tatsächlich „reich an Steinen“ ist, belegen die 90 ausgestellten Minerale aus der Museumssammlung, die tatsächlich allesamt im heutigen Stadtgebiet gefunden wurden. Seit mehr als 200 Jahren wurden in Gera systematisch Minerale gesammelt, oft handelte es sicher aber auch um Zufallsfunde. Sehr oft ist ihr Vorkommen an die Sedimentgesteine des Zechsteins gebunden, die einen Großteil des geologischen Untergrundes von Gera bilden. Geborgen wurden die Minerale in kleineren Steinbrüchen, wie dem Leumnitzer Kalksteinbruch oder den ehemaligen Steinbüchen in Gera-Langenberg, aber auch in diversen Bauaufschlüssen, wie zuletzt beim Eigenheimbau in Bieblach-Ost und beim Bau der Nordtangente.

(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Die Kabinettausstellung vereint aktuelle und historische Mineralfunde und zeigt erstmals entsprechendes Material aus der Geologischen Landessammlung, der Sammlung des Realgymnasiums Gera und den Sammlungen von Karl Friedrich Gotthelf Zabel (1771-1847) und Dr. Curt Schröder (1836-1916). Geordnet sind die Stücke nach ihren Fundpunkten beginnend mit Collis, Liebschwitz, Milbitz, Thieschitz, Rubitz über Langenberg, Bieblach-Ost und Trebnitz über Leumnitz bis zum Stadtzentrum. Unter den Exponaten befinden sich einige Besonderheiten wie echtes Elster-Gold, unter anderem eine Probe mit 5120 einzelnen Goldflittern aus der Weißen Elster im Bereich Gera-Liebschwitz. Außerdem ist ein prächtiger Calcit-Tropfstein aus der Geraer Innenstadt zu sehen. Er wurde 2002 im Baustellenbereich des Elsterforums im ehemaligen Höhler 141 gefunden. Letztendlich fehlt natürlich auch der legendäre Aphrit nicht, der im 18. und frühen 19. Jahrhundert als „Terra Hoppiana“ für Exportzwecke in Gera-Rubitz abgebaut wurde und die Stadt unter Mineralogen europaweit bekannt machte.

Veröffentlichung: 28.06.2018